Crash von 2064

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Der Crash vom 2. November 2064 war das Ende der Matrix. Wie der vorangegangene Crash von '29 wurde dieser – wesentlich schwerwiegendere – Crash durch einen Virus (Jormungand, programmiert von Ex Pacis, einem Otaku-Stamm) verursacht. Nachdem Pax (Anführerin von Ex Pacis), mit Winternight einen Plan umgesetzt hatte, konnte man schließlich durch einen Wurm und Angriffe auf wichtige Knoten der Matrix, diese zu großen Teilen zu vernichten. Anschließend wurde die komplett neue Wireless Matrix eingerichtet.

Begriff

In Anlehnung an die Versionsnummern von Software, nennt man das Ereignis auch Crash 2.0.

Ablauf des Crashs

Abschaltung

In Europa schaltete Netzbetreiber Saeder-Krupp das Netz einfach ab, um so die schwersten Schäden abzuwenden. Schon Anfang 2065 konnte man so die Matrix mit minimalen Verlusten wieder hochfahren.[1] Eine Ausnahme innerhalb der ADL war die Matrix von Hamburg, die von der DeMeKo betrieben wurde und daher nicht abgeschaltet wurde. Die Stadt wurde daher schlimmer getroffen als andere Teil der ADL.[2]

Verschleierung

Nach dem Crash half die Corporate Court Matrix Authority dabei, Informationen und Beweise rund um Otaku und Künstliche Intelligenzen zu verschleiern. Damit sollte verhindert werden, dass Informationen bekannt wurden, bevor man das Phänomen verstand, Gegenmaßnahmen entwickelt und die Kontrolle darüber errungen wurde. Alleine die Panik, die diese Informationen auslösen könnte, wenn bekannt würde, dass die Welt ziemlich nah am Abgrund stand, könnte verheerende Folgen haben, wenn sie im Detail ans Licht kämen; eine dauerhafte Geheimhaltung und Leugnung würde aber hinsichtlich der zweiten Generation von KIs und den aufkommenden Technomancer-Phänomen nicht möglich sein.[3]

Die harten Fakten blieben aber weitgehend verschleiert und es scheint unmöglich, das Puzzle jemals zusammenzusetzen. Die Beteiligung von Winternight gilt als gesichert, aber die Involvierung Künstlicher Intelligenzen ist und bleibt unbestätigt - zumindest für die Öffentlichkeit, nicht aber für die Schatten und die Vorstände der Megakonzerne. Die spätere Verknüpfung zwischen Technomancern und dem Crash 2.0 sollte zu einer Panik führen, die in die Technomancer-Verfolgung umschlug.[4]

Auswirkungen des Crashs

Neben den Verwüstungen, welche der Crash in der Welt hinterlassen hatte, hatte er auch die Machtverhältnisse in der Geschäftswelt gehörig auf den Kopf gestellt. Die kleineren Konzerne kämpften um das nackte Überleben, während die großen Konzerne das Chaos und die Schwächen ihrer Gegner nutzten um ihre Macht weiter auszubauen und neue Geschäftsbereiche zu erschließen.

Ares gegen CATCo

Da während des Crashs Lucien Cross, der Chef von Cross Applied Technologies, gestorben war, begann der Chef von Ares, Damien Knight, eine extrem aggressive Übernahmekampagne gegen die Tochtergesellschaften von CATCo. Obwohl der neue CEO von Cross, Jean-Marie Cross, versucht hat, sich mit sämtlichen Mitteln gegen die Übernahme zu verteidigen, hatte Cross der Erfahrung und der Aggressivität von Damien Knight nichts ernsthaftes entgegen zu setzen. Die Schutztruppe von Cross, die Seraphim, wurden von Ares unterwandert und so ausgeschaltet. Das bisherige Trumpf von Cross, Leonard Aurelius, wurde vermutlich von Ares durch Entführung seiner Tochter Evelyn Cross erpresst und damit für die Zeit der Übernahme ruhig gestellt.
Als die Bank of America, eine Tochtergesellschaft von Ares, und der Frankfurter Bankenverein (FBV) ihre Anwälte auf Cross Matrix Technologies losließen und sämtliche Aktiva der Firma einfroren, war der Untergang von Cross endgültig besiegelt. Ares kaufte mit der Bank of America sämtliche weiteren kleinen Kredite der Firma auf und dank einiger Gefallen für den FBV gehörten die Kredite und damit die gesamte Firma Ares. Der Untergang von Cross ging natürlich an den anderen Megas nicht vorbei, so dass diese sich die verbliebenen Teile des einstigen Megas holten.
Die Übernahmen gingen soweit, dass Cross den AAA-Status an Horizon verlor und in die Klasse der AA-Konzerne abstieg.

Novatech fusioniert mit Transys-Erika

Aufgrund der rapiden Änderungen im Matrixmarkt sahen sich sowohl Novatech als auch die beiden Konzerne Transys Neuronet und Erika in akutem Zugzwang. Zuerst fusionierten Transys-Neuronet und Erika, welche bereits seit 2058 gemeinsam an ihrer Wireless Matrix Initiative arbeiteten, zu Transys-Erika um einen der größten Matrix-Dienstleister überhaupt und den Begründer der kabellosen Matrix zu werden. Da sich der stark angeschlagene Megakonzern Novatech das gleiche Ziel gesetzt hatte, fusionierten diese beiden Konzerne nun zu dem zweitgrößten Konzern der Welt. Als neuer Name wurde NeoNET gewählt, da der Name Novatech zu sehr in den 2. Matrixcrash verwickelt war. Die Vorteile für die Konzerne lagen klar auf der Hand. Transys-Erika gelang dadurch der Schritt in den Konzernhimmel und Novatech hatte einen starken Partner gewonnen um die Schäden des Crashs zu überwinden und Mitbegründer der neuen Matrix zu werden.
Durch die Fusion entstand ein Konzern, welcher in jedem Stück Matrix seine Finger mit drin hat und auch in den Bereichen Cyberware, Biotechnologie, Waffen, Luftfahrt, Raumfahrt sowie in geringeren Maßen auch in vielen anderen Bereichen aktiv ist.

Technomancer und AIPS

Da etliche Personen im Zuge des Crashs in der Matrix gefangen waren, verloren nicht wenige ihr Leben. Opfer, die den Auswurf überlebten, erlitten oftmals psychotropische Störungen und nicht wenige wurden eingesperrt und waren auch bis Anfang 2070 noch in Krankenhäusern. Die Ärzte diagnostizierten bei ihnen AIPS, was die Abkürzung des Artifiziell-Induzierten psychotropischen Schizophreniesyndroms ist.[5]

AIPS würde später noch eine Rolle spielen, da nach dem Crash Gerüchte über eine neue Generation von Otaku aufkamen - "Virtuellkinetiker" genannt, oder später schlicht Technomancer.[6] Dabei diente AIPS offenbar als eine Art Indikator, da zwar nicht jeder, der an AIPS litt auch zum Technomancer wurde, aber eine erhöhte Korrelation zwischen den beiden festgestellt wurde.[7][8]

E-Geister

Eine andere Entwicklung machten einige der Unglücklichen durch, die während des Crashs verstarben: Sie blieben als virtuelle Abbilder in der Matrix zurück, die man fortan E-Geister nennt. Sie werden als "Geister der Maschine" genannt und gelten als noch seltener und obskurer als Künstliche Intelligenzen.[8]


Siehe auch

Endnoten

Quellenangabe

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