Crash von 2029

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Als Crash von 2029 bezeichnet man den plötzlichen Defekt eines Großteils der Computersysteme der Welt am 8. Februar 2029, verursacht durch den Crash-Virus. Die Folge war ein weltweiter Zusammenbruch kritischer Infrastruktur, dem wirtschaftlicher Niedergang und politische Instabilität folgten. Neben dem Crash von 2064, der auch als "Crash 2.0" bezeichnet wird, war der 2029er Crash der schlimmste Massenausfall von Computersystemen und -netzwerken in der Geschichte.

Geschichte

Am 8. Februar 2029 begann ein Virus die Computerwelt zu terrorisieren, der die reale Welt an den Rand der Katastrophe führen sollte. Der Crash-Virus entfaltete eine bis dahin noch nicht beobachtete Zerstörungskraft: Er löschte nicht nur Daten oder brachte Rechner zum Absturz, sondern konnte die Hardware selbst zerstören. In der Folge waren bald alle wichtigen Informationsknoten und Informationsspeicher von der Auslöschung bedroht, die irreversiblen Datenverluste ruinierten Firmen, Banken, legten Produktionsstätten lahm und die Weltökonomie geriet ins Wanken.

Auf Geheiß des US-Präsidenten wurde dem Echo Mirage-Team der Auftrag zugeteilt, den Virus zu finden und zu zerstören. Das Team war ausgestattet mit der neuesten Technologie und wurde direkt in das System geschickt, um des Virus Herr zu werden. Das Team bestand jedoch aus Agenten des CIA, NSA und IRS und diese konnten mit ihren Fertigkeiten und ihrer Art zu denken und zu handeln nichts gegen den Virus ausrichten. Sie waren noch zu unerfahren im Cyberspace-Kampf. Aufgrund der Notlage rekrutierte das Militär darauf die besten Hacker, die sie finden konnten, und jagten sie im Eiltempo durch ein mörderisches Trainingsprogramm. Die 32 Männer und Frauen, die dieses Training bei gesunden Verstand hinter sich brachten, bildeten die zweite Generation des Echo Mirage-Teams.

Der erste Kampfeinsatz dieses neuen Teams im August 2029 forderte in den ersten achtzehn Minuten vier Todesopfer und brachte zwei wichtige Erkenntnisse: Die erste Erkenntniss war, dass jemand der direkt an den Cyberspace angeschlossen ist, durch ein Bioneurales Feedback sterben kann. Die zweite Erkenntniss war, dass jemand, der direkt angeschlossen war, durch die damaligen Sicherheitssysteme nicht zu stoppen war. Auf ihrer Jagd nach dem Virus rasten die Mitglieder von Echo Mirage durch sämtliche Sicherungsanlagen wie durch Wände aus Luft und Papier. In der Folge machten sich viele Firmen an Forschungen zur Sicherung ihrer Systeme.

Die Ergebnisse dieser Forschung sind vielfältig. Die bekannteste Erfindung sind die Intrusion Countermeasure, kurz IC, im Deckerjargon auch Ice genannt.

2031 wurde die letzte bekannte Viruskonzentration vernichtet, danach zogen sich vier von sieben Überlebenden ins Privatleben zurück. Es gibt Stimmen die behaupten, dass Damien Knight, CEO von Ares, einer der überlebenden Mitglieder von Echo Mirage sei.

Ein zweiter Crash, fand am 2. November 2064 statt. Er zerstörte die Matrix vollständig. Man spricht vom Crash 2.0.

Vorgänge in verschiedenen Regionen der Welt

In der Schweiz überstanden die Schweizer Banken den Crash von 2029 weitgehend intakt, da sie bereits zu vor Sicherheitskopien ihrer kompletten Finanzdaten regelmäßig offline in den Redouten - Bunkeranlagen in der Innerschweiz - eingelagert hatten. In Basel dagegen hatte man die gesamte Stadt erst kurz vor dem Crash komplett vernetzt, und sowohl Trambahnen als auch Chemiewerke zum Großteil automatisiert, so dass es zu jenem fatalen Leckage bei der Genom Corporation kam, die in zur Freisetzung von Koff-99 und damit zur "Nacht der Schande" führte.

In Österreich brachte der Crash von '29 den Ämtern und Behörden enormen Auftrieb, da bei diesen alle Daten noch in Papierform als Akten und Karteikarten vorlagen. Ausgerechnet das allgemeine Grundbuch von Wien jedoch war kurz zuvor komplett digitalisiert worden, und wurde im Umfeld des Crashs gelöscht, so dass es zu einer Periode hemmungslosen Immobilienraubs in der Hauptstadt der Alpenrepublik kam, da niemand beweisen konnte, ob ihm ein Gebäude oder Appartement nun gehörte oder nicht. Wie sich später jedoch herausstellte, war hierfür nicht der Crash-Virus verantwortlich, sondern ein erster Decker des Heeresnachrichtenamtes.

In der Bundesrepublik Deutschland heuerten die Behörden in Hamburg die Hacker des Chaos Computer Club an, um den Virus zu bekämpfen. Die legendären "Sechs von Altona" fanden dabei den Tod, und aus den Überlebenden gingen später die Schockwellenreiter hervor.

Trivia

Frida Kohlmann, eine schwedische Hightech-Entwicklerin, geriet am 8. Februar durch einen vom Crash-Virus ausgelösten Ausfall des schwedischen Verkehrsleitsystems in einen Autounfall, der ihren Ehemann und ihre Tochter tötete. Dieser drastische Einschnitt war ein entscheidender Wendepunkt in ihrem Leben, der schließlich dazu führte, dass sie als "Friday" den radikalen Kult Winternight mitaufbaute und in einer ironischen Wendung der Geschichte über 30 Jahre später an der Herbeiführung des Zweiten Crash beteiligt war.


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