Buttercup

Aus Shadowhelix
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Buttercup
Alter geschätzt mind. 450 Jahre[1]
(scheinbar: 18-jährig)
Geschlecht weiblich
Art Freier Geist
Magisch aktiv Geist
Nationalität japanisch (scheinbar)[1]
Konzern-
angehörigkeit
Evo

Buttercup oder auch Butterblume war der Name eines freien weiblichen Geistes, dem erhebliche Aktienanteile der Yamatetsu, bzw. Evo Corporation gehörten. Sie galt als einer der bekanntesten und mächtigsten freien Geister der Sechsten Welt.

Biographie

Buttercup wurde von einem mächtigen Magier einige Jahrhunderte vor dem Erwachen während der Fünften Welt beschworen (die Gerüchte umfassen sowohl John Dee als auch Johann Georg Faust[2]). Nachdem sie irgendwann zu Beginn des 15. Jahrhunderts frei wurde, beobachtete sie die Menschheit zunächst lange Zeit und weil sie sich den Menschen überlegen fühlte, begann sie, entsprechend ihrer Launen und ohne viel Mitgefühl für ihre Opfer, in deren Schicksal einzugreifen, da sie diese als kaum mehr als Haustiere sah. Ihre "Opfer" wurden je nach eigenem Gutdünken - sprich, wie auch immer sie gerade gelaunt war - belohnt oder bestraft, ohne das wie oder warum zu verstehen oder gar zu begreifen, wer hinter ihrem plötzlichen Glück oder Pech steckte.[3]

Nach dem Erwachen geriet sie immer öfter mit anderen Geistern und magischen Wesen in Konflikt, die sich nach Buttercups Empfinden an ihren "Spielzeugen" vergriffen. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Großen Drachen Dunkelzahn im Jahr 2033[2] sperrte dieser Buttercup für ein Jahr und einen Tag in den Körper eines Orks namens Craig Sanchez, um ihr eine neue Perspektive auf die Wesen zu eröffnen, die sie so lange zu ihrem Vergnügen manipuliert hatte, und um sie Demut zu lehren.[3] Der Ork war jung, ungebildet und entstammte der Unterschicht.[2]

Einstieg bei Yamatetsu

Nachdem sie wieder frei war, zog sich Buttercup nach dieser aus ihrer Sicht demütigen Erfahrung zunächst zurück, erkannte aber nach gut einem Jahrzehnt schließlich den Wert von Dunkelzahns Lektion. Sie verpflichtete sich für die Gleichberechtigung der fühlenden Wesen einzutreten. Unter Anleitung des Drachen begann sie Investitionen in Konzerne zu tätigen.[3] Bei Yamatetsu erschien Buttercup erstmals kurz nachdem der Konzern 2042 AAA-Status erhielt.[4]

Nachdem der Hideo Yoshida sein kleines Manöver durchgeführt hatte, um die philippinischen Vorstände aus dem Konzern zu drängen und Tadamako Shibanokuji als Vorstandsvorsitzenden abzulösen, nutzte Buttercup die Situation aus, um sich noch am gleichen Tag, als der Konzern den AAA-Status erreicht hatte, rund 11 Prozent der Yamatetsu-Aktien zu sichern. Sie tat dies in einer Art und Weise, dass der Konzern zunächst glaubte, jemand würde eine Übernahme versuchen - möglicherweise ein feindlicher Japanokon.[5] Tatsächlich waren diese 11 Prozent zunächst verschwunden und selbst ein ganzes dediziertes Team von Yamatetsu-Buchhaltern war nicht in der Lage gewesen, die komplexen Wege, die diese Aktien genommen hatten, aufzulösen.[6] Yamatetsu versuchte, Informationen über diesen neuen Investor zu erlangen und erhielt nur Informationen darüber, dass dieser bereits weitere Anteile an anderen Konzernen über ähnliche Wege erworben hatte.[7] Misstrauisch wurde ein Ultimatum in Form einer Einladung gestellt[6], um herauszufinden, wer er war und welche Intentionen er besaß.[7]

Eine ganze Armee von Execs und Anwälten wartete auf diesen Investor. Doch statt der erwarteten japanischen Unterhändler trat eine junge, japanische Frau in den Raum, die ein Portfolio mit ihren Aktienzertifikation vorwies und sich selbst als "Ms. Buttercup" vorstellte. Die Stille, die sie erschaffen hatte, ignorierte sie und gab vor, eine große Summe Geld geerbt zu haben, das sie nun in eine Firma investieren wollte, um so an noch mehr Geld zu gelangen. Der gechasste ehemalige Vorstandsvorsitzende Tadamako Shibanokuji bot ihr sofort an, ihre Aktien aufzukaufen - und das zum doppelten Preis, was die Aktien eigentlich wert waren. Ms. Buttercup lehnte ab und gab an, selbst Teil des Vorstandes werden zu wollen, dessen Sitz ihr nun durch die Aktien zustand.[7]

Der Vorstand hatte keine andere Wahl, als ihrer Bitte statt zu geben. Lange Zeit beobachtete die junge Frau nur und intervenierte selten. Von Zeit zu Zeit bot sie ihren unfassbaren Reichtum und ihren erheblichen Einfluss in anderen Konzernen an, um jene Projekte und Abteilungen zu unterstützen, die in Schwierigkeiten geraten waren. Derweil versuchte Yoshida ergebnislos, mehr über Buttercups Hintergrund und wahre Identität zu erfahren und engagierte dafür einen jungen Spionageexperten namens Jacques Barnard.[7]

Offenbarung

Im vierten Quartal 2050, nachdem Tadamako Shibanokuji wieder Vorstandsvorsitzender geworden war und einen deutlich metafreundlicheren Kurs als Yoshida einschlug, offenbarte die mysteriöse Investorin Butterblume ihr wahres Naturell: Sie war keine junge Erbin, sondern ein Freier Geist. Es heißt, sie tat dies inmitten eines erneut hitzigen Streits zwischen Shibanokuji und Hideo Yoshida, als sie wieder mal wegen Metamenschen stritten. Plötzlich schwebte sie über den Tisch, inmitten von Yoshidas Gesicht, als wäre sie ein dämonisches Kind, das sein Herz rausreißen und essen würde. Folgend ranzte sie ihn in einem Stakkato auf japanisch zusammen, sodass Yoshida fast einen Herzinfarkt bekam. Nachfolgend blieb er still und ist den Streitigkeiten seitdem aus dem Weg gegangen.[7]

Es ist nicht bekannt, warum sie sich offenbarte, aber es scheint, als erschien ihr der Zeitpunkt gerade recht - vielleicht war aber auch der zuvor auf sie angesetzte Jacques Barnard dabei, einen Bericht über sie abzuliefern. In jedem Falle schadete ihre Offenbarung dem Konzern, sowohl intern als auch für Außenstehende. Es mochte eine Sache sein, Metamenschen einzustellen, aber eine ganz andere, plötzlich einen Freien Geist in einem Vorstand zu haben. Niemand sprach sich offen gegen Buttercup aus, doch hinter verschlossenen Türen baute sich Misstrauen gegenüber Yamatetsu auf.[7]

Hinter den Kulissen kümmerte sich der Geist darum, seinen Einfluss zu konsolidieren und den neuen toleranten Kurs, den der zurückgekehrte Tadamako verfolgte, voranzubringen. Sie erwies sich als meisterhafte Manipulatorin und Gerüchte besagten, dass es in Wahrheit der Geist war, der dafür gesorgt hatte, dass Tadamako wieder zurück an die Macht gekommen war. Auch hieß es, dass sie dafür verantwortlich war, dass der einst so konservative Geschäftsmann nun so offen war. In jedem Falle hatte sie genug Einfluss um dafür zu sorgen, dass er sich 2056 für die Einstellung von noch mehr Metamenschen für Führungspositionen aussprach.[7]

Allerdings war Shibanokuji nicht der einzige, der ihren Einfluss spürte. Anteilseigner Newton Chin erwies sich als natürlicher Verbündeter, da er sowohl radikale Ansichten zu dem Thema vertrat und seine Schwester Sarah eine Zwergin ist. Auch trat der Geist an Anteilseigner Ramon Dizon heran, der noch immer die wenigen verbliebenen philippinischen Vorstände vertrat. Dizon wollte insgeheim Yamatetsus ursprüngliche Idee verfolgen, die sich gegen die Japanokons richtete, um so ihren Würgegriff um die Pazifikregion zu brechen. Butterblume versprach Dizon als Gegenleistung für dessen zukünftige Unterstützung, dass sie Yamatetsus ursprüngliche Ideale wiederherstellen würde und eine gemeinsame Front mit anderen Pazifikkonzernen aufbauen würde, um so Mitsuhama, Renraku, Shiawase und Fuchi die Stirn zu bieten.[7]

Während sie also dabei war, ihre Pläne zu erbauen, kämpfte Tadamako darum, seinen Konzern behalten zu können. Das japanische Handelsministerium hinterfragte den Einsatz von metamenschlichen Managern, die weltweit eingesetzt wurden. Diese Fragen wurden zu Untersuchungen, die dafür sorgten, dass die Produktion in den japanischen Fabriken gedrosselt werden musste. Dabei handelte es sich natürlich um reine Schikanen, die Tadamako verdeutlichen sollten, dass die Metamenschen gefälligst zu verschwinden hatten, da sonst diese "Untersuchungen" weitergehen würden. Schon kurz darauf formte sich eine anti-metamenschliche Fraktion im Konzern, geführt von Hideo Yoshida und CEO Saru Iwano, die die Dinge selbst in die Hand nahmen.[7]

Tod von Tadamako Shibanokuji

Buttercup erhielt mit Dunkelzahns Testament die gesamte Comicsammlung des Großen Drachen. - Weiterhin heuerte sie Shadowrunner an, nachdem Craig Sanchez 2059 verschwunden war, um ihn aufzuspüren.[6]

Vorallem nahm sie sich nach Dunkelzahns Tod aber vor, endlich innerhalb von Yamatetsu aktiv zu werden, statt weiterhin nur zu beobachten. Sie begann damit, Yamatetsu in seine heutige metafreundliche Richtung zu drängen und beschleunigte diesen Prozess nach Kräften. Dabei kam sie zu der Schlsusfolgerung, dass das Japanische Kaiserreich einfach noch nicht reif für Rassengleichheit war und suchte stattdessen lieber nach einem besseren Ort, wo ihre Vision Realität werden konnte.[3]

Als Tadamako Shibanokuji am 22. Februar 2059 verstarb[8], bedeutete das für Butterblume, ihren Plan schneller in die Tat umsetzen zu müssen, als es geplant war. Die Wochen nach seinem Tod verbrachte der Freie Geist damit, die Aktien der Minderheitsaktionäre aufzukaufen, um ihre eigene Machtbasis zu stärken. Derweil gingen die Aktienanteile von Shibanokuji an dessen Nachlass - in diesem Falle Yuri Shibanokuji, Tadamakos Sohn, den dieser vor über vierzig Jahren nach dessen Goblinisierung im Jahr 2021 zusammen mit seiner Frau nach Wladiwostok abschob, um sich selbst so vor Hohn und Spott anderer zu schützen. Bald hieß es, dass Yuri - ein Ork - nach Kyoto kommen würde, um sein Erbe anzutreten, sehr zum Entzsetzen der anti-metamenschlichen Anführer von Yamatetsu, Iwano und Yoshida.[9] Offenbar hatte Butterblume schon nach ihrem Kauf der Yamatetsu-Aktien 2042 erfahren, dass Yuri existierte - und einen langfristigen Plan geschmiedet.[9] Sie nutzte ihre umfangreichen Beziehungen, um diesen Wechsel in die Wege zu bringen. Die sonst freundliche, positive Persönlichkeit von Butterblume zeigte hierbei, dass sie auch in der Lage war, extrem rücksichtslos vorzugehen, wenn es ihr angemessen erschien.[3]

Die meisten Vorstandsmitglieder gingen automatisch davon aus, dass Yuri als kawaruhito ihnen die Aktien verkaufen und sich dann aus dem Japanokon zurückziehen würde. Doch Yuri entschied sich überraschenderweise, nach Kyoto zurückzukehren und seinen Platz im Konzernvorstand einzunehmen. Sie drohten ihm offen, sollte er seinen Plan in die Tat umsetzen. Hinzu kam, dass Yuri nicht nur die Stimmanteile seines Vaters übernahm, sondern auch noch die seiner Mutter Tatiana kontrollierte.[10] Derweil hatte Tadamakos überraschender Tod Butterblume gezwungen, ihrne bisherigen Plan schneller umzusetzen.[9] Die Wochen nach seinem Tod verbrachte der Freie Geist damit, insgeheim die Aktien der Minderheitsaktionäre aufzukaufen, um ihre eigene Machtbasis zu stärken.[10]

Yuri, der Butterblume bereits bekannt war, nachdem sie sich in Yamatetsu eingekauft hatte, folgte dem Plan des Geistes. Er verkündete ganz offen, dass er seines Vaters Sitz als Vorstandsvorsitzender einnehmen würde und erhielt Unterstützung sowohl von Butterblume als auch von Newton Chin, die sich mit voller Kraft hinter ihn stellten. Mit ihren gemeinsamen Stimmen konnte er so die Führung übernehmen.[9] Dieser dreiste Akt verärgerte sowohl einen Großteil des Yamatetsu-Vorstand als auch das Ministry of International Trade and Industry (MITI) - das japanische Wirtschaftsministerium. Plötzlch wurden gegen Yamatetsu-Anlagen in ganz Japan obskure Umweltgesetze angewendet und die Routineprüfungen der Konzernbücher, die bereits sein Vater über sich ergehen lassen musste, entwickelten sich zu peniblen Horrorkontrollen jedes einzelnen Nuyens.[10]

Bis Ende April 2059 war klar, dass Yuris Sitz an der Spitze das Ende des Konzerns bedeuten würde - sollte man ihn nicht vorher loswerden können. Mindestens zwei der Vorstandsmitglieder verkauften ihre Anteile und zogen sich zurück, da sie nicht mit dem Konzernschiff untergehen wollten. Saru Iwano riss sich ihre Aktien unter den Nagel, hoffend, er würde genug Anteile bekommen, um Yuri auszubooten.[11] Die konservative Fraktion des Konzerns machte deutlich, dass Yuri entweder sofort zurücktreten könne oder sterben würde, aber das hielt den Ork nicht davon ab, an seinem posten festzuhalten.[9]

Wechsel nach Wladiwostok

Es folgte ein Mordanschlag auf Yuri Shibanokuji am 3. Mai.[11] Er kam nach den Schüssen, die seine Brust trafen, mit dem Leben davon.[9] Am Folgenden Tag berief er eine Sondersitzung des Vorstandes ein. Die meisten erwarteten seine Rücktrittserklärung, doch stattdessen machte er einen ungewöhnlichen Vorschlag: Yamatetsu würde seine Konzernzentrale von Kyoto in Japan in seine Heimatstadt Wladiwostok in Russland verlegen.[11]

Der radikale Plan sorgte selbst bei seinen eigenen Anhängern für Ablehnung und es schien, als wäre der Plan zum scheitern verurteilt gewesen, wenn Butterblume nicht das Podium betreten hätte. Innerhalb von 20 Minuten zeigte sie das ganze Können ihrer Eloquenz und sprach von der Gleichheit von Menschen und Metamenschen, Japans Verrat am eigenen Volk und der einmaligen Gelegenheit für Yamatetsu, endlich den ersten Schritt zu unternehmen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Am wichtigsten Aber war ihre Präsentation einer verblüffenden Reihe von Abstimmungsvollmachten von praktisch jedem kleineren Aktionär des Konzerns. Diese Vollmachten, die Butterblume insgeheim gesammelt hatte, stimmten allesamt für einen Umzug nach Wladiwostok. Fast ein Viertel von Yamatetsus Stimmanteilen konnte sie präsentieren.[11] Auch forderte sie den alten Gefallen von Ramon Dizon ein, der in ihrem Sinne entschied und die philippinische Minderheit mit sich brachte, die nun zu Gunsten von Yuri entschied.[9] Gemeinsam mit den Anteilen von Yuri und ihren eigenen wuchs dieser Block auf über 50 Prozent der Stimemn an. Der Vorstand war entsetzt und schwieg ungläubig. Die Entscheidung, Japan den Rücken zu kehren, war gefallen.[11] Yamatetsu verkündete am 5. Mai öffentlich den Umzug von Kyoto nach Wladiwostok.[12]

Die Ankündigung Yamatetsus, nach Wladiwostok umzuziehen, ließ die Aktienkurse des Konzerns noch weiter einbrechen und Butterblume spielte ihren wohl größten Trumpf aus. Sie hatte in der ganzen Zeit sich sehr bemüht, bei verschiedenen Konzernen vorstellig zu werden, die später die Pacific Prosperity Group (PPG) bilden würden. Über Monate hinweg hatte sie Überzeugungsarbeit geleistet, damit diese Konzerne verstünden, dass es von Vorteil wäre, einen Megakonzern wie Yamatetsu als Verbündeten zu haben. Nachdem sie schließlich von dem kommenden Umzug Yamatetsus nach Wladiwostok erzählte, konnte sie die letzten Skeptiker überzeugen, sodass Yamatetsu schließlich - am 8. Juli 2059 - zu den Gründungsmitgliedern der PPG zählte.[13] Als sei das nicht genug, nutzte sie die Finanzkraft der aufstrebenden PPG und ihren eigenen, immensen Reichtum, um alle ausstehenden, öffentlich gehandelten Yamatetsu-Aktien aufzukaufen. Durch ihren Buyout erhielt sie die Kontrolle über satte 37% der Aktien. In der Folge bedeutete dies, dass wann immer sich Yuri und Butterblume einig waren, sie entscheiden konnten, was der Konzern tun würde, egal, wie sehr Saru Iwano dagegen wäre - selbst als CEO.[11] So hatte sie auch zugleich noch den Gefallen gegenüber Dizon beglichen.[9]

Die nächsten Jahre über hielt sich der Vorstandsvorsitzender Yuri Shibanokuji im Hintergrund und war zufrieden damit, beratend zur Seite zu stehen, während CEO Saru Iwano und Butterblume die Öffentlichkeitsarbeit übernahmen. Yuris Plan sah vor, einen anderen neuen, anderen Konzern zu erschaffen, weshalb es notwendig war, mit der Vergangenheit abzuschließen. Für den Anfang war es gut, den Konzern in eine andere Konzern zu überführen, was aber die Probleme mit den "Traditionalisten" (also Anti-Metas) unter den Executives und Vorständen nicht beseitigte, die nach wie vor still und heimlich Schwierigkeiten erzeugten.[14]

Aufstieg von Yasuhito

Auch nachdem Yamatetsu nach Wladiwostok zog, behielt Buttercup Kontakte zur japanischen Gemeinschaft. Sie setzte sich auch hier nach wie vor für die Rechte von Metamenschen ein, was ihr viel Respekt bei den unteren Schichten der japanischen Gesellschaft einbrachte. Wo die Sorgen und Nöte der früher auf taube Ohren beim alten Regime unter Kaiser Kenichi gefallen waren, stieg nun Yasuhito auf und Buttercup reiste für einige Zeit nach Japan zurück, um den zukünftigen Kurs des Landes mit zu beeinflussen. Nach einigen Jahren kehrte sie nach Russland zurück, um sich wieder dem Konzern widmen.[15]

Nachdem sich Yuri 2064 aufgrund seines Methusalem-Syndroms zurückgezogen hatte und der Crash 2.0 den Konzern durchschüttelte, in dessen Folge auch noch Vorstandsvorsitzender Newton Chin verstarb, sahen Iwano und seine Gesinnungsgenossen ihre Zeit gekommen. Yamatetsu verfiel in alte, bigotte Wege und opponierte offen gegen Yuri und dessen Kurs. Inmitten des Geschehens kehrte Yuri allerdings zurück - und hatte Teile der Aktien von Chin geerbt. Gemeinsam mit Butterblume brachte er dem Treiben von Iwano ein Ende, indem sie ihn beschuldigten, aufgrund mangelnder Führungskraft die gegenwärtige Situation provoziert zu haben. Das gewagte Manöver war von Erfolg gekrönt, denn die japanischen Manager, die aus den alten Seilschaften Iwanos stammten, waren in ihrem Verhalten Beweis genug. Iwano spürte, dass er in die Ecke getrieben wurde und entschied sich aufgrund des drohenden Gesichtsverlusts gegenüber einem kawaruhito für Seppuku.[16]

Nach einigen Jahren, in denen ein Großteil der früheren Execs und Vorstände gegen Vertrauensleute von Yuri ausgetauscht wurden, bekam Anatoly Zhukov Kirilenko den Posten als CEO von Yamatetsu. Die Wahl war durchaus ungewöhnlich, aber Zhukov genoss scheinbar ein gutes Verhältnis zu Yuri und erhielt auch Unterstützung von Butterblume.[16]

Anthrophile Gesellschaft

In der Zwischenzeit widmete sich Buttercup der Unterstützung verschiedener Stiftungen, die den Metamenschen auf der ganzen Welt halfen - darunter auch eine Suppenküche nahe des Seattler Ork-Untergrunds.[15]

Sechs Jahre nach dem Crash 2.0 gehörte sie außerdem - neben der politisch aktiven KI Pulsar, den Zentauren Milo Czerda und Athena Kaladopolis, dem Westlichen Drachen Damon, Pheakdei, einem Vertreter der Nagas von Angkor Wat sowie Ares' CEO Damien Knight - zu den Gründungsmitgliedern der «Anthrophilen Gesellschaft». Diese sollte eine offene Vereinigung fühlender Wesen jeglicher Colleur und Schattierung sein, und zeichnete - als eine ihrer ersten Aktionen - am 31. Dezember 2070 für eine grandiose, öffentliche Sylvesterfeier in der Seattler Innenstadt verantwortlich.[17]

Die falsche Richterin

Im Jahr 2074 wurde ein Komplott von CEO Anatoly Zhukov Kirilenko gegen Butterblume offenbart. Zhukov hatte insgeheim durch das Projekt Dike ein Matrixsimulacrum der verstorbenen Konzernrichterin von Evo, Yoshiko Hino, erzeugt, das verschleierte, dass sie unlängst verstorben war und nun nichts weiter als eine semisapiente KI war, die sich per Augmented Reality in den Gerichtssaal zuschaltete. Sie war täuschend echt, aber immer noch auf Input von außen angewiesen. Nachdem die Richterin, die nach den Wünschen von Zhukov und den anderen Mitverantwortlichen des Projektes agierte, im besagten Jahr seltsamerweise eine Allianz mit Aztechnology einging, wurde man hellhörig und startete einen Shadowrun. Dieser offenbarte die ganze Wahrheit und ruinierte Zhukovs Ruf, während Butterblume die Lage für sich nutzte, um ein deutliches Bild zu zeichnen: Zhukov und die Mitverantwortlichen standen fortan für die personifizierte Inkompetenz und stümperhafte Verschwörung, während Butterblume für Konzentration und die korrekte Erledigung von Aufgaben stand. Derweil brachte der Konzerngerichtshof neue Methoden auf dem Weg, um sicher zu gehen, dass der Trick, mit dem man Hino hat ersetzen können, kein zweites Mal funktionieren würde.[18]

Tätigkeit

Butterblume besaß zwei Büros, die direkt neben dem von Yuri Shibanokuji lagen. Im ersten arbeitete sie selbst, wo neben ihrem eigenen Schreibtisch auch der ihrer Assistentin Julia Sanchez stand. Wie auch Yuris Büro hatte dieses ebenfalls keine Türen, weshalb Angestellte einfach auf sie zutreten konnten. Das zweite Büro hingegen besaß weder Türen noch Fenster oder sonstige Eingänge. Dieses Privatbüro war einzig ihren privaten Angelegenheiten vorbehalten.[19]

Gerüchte

Um Butterblume rankten sich zahllose Gerüchte. Wenn man eine Matrixsuche unternahm, wurde man üblicherweise von endlosen Werbeanzeigen, Fan-Fiction, schlechten Trideo-Plots und zahlreichen, geradezu hahnebüchenen Spkeulationen diverser Matrixuser überwältigt, sodass selbst Technomancer vom Kaliber einer [[Netcat] Probleme bekamen, überhaupt Ordnung in diese schieren Flüsse von Daten zu bringen.[2]

Persönlichkeit

Für gewöhnlich war Butterblume freundlich und positiv. Sollten es die Umstände aber erfordern, dann fackelte sie nicht lange und konnte extrem rücksichtslos sein.[3]

Metamenschen

Ein Zeichen dafür, dass Buttercup ihre Einstellung wirklich geändert hatte, war ihr Umgang mit ihrem ehemaligen Geistergefäß nach Dunkelzahns Tod. Der Ork kannte ihren wahren Namen und war damit eine potentielle Gefahr für den Freien Geist. Tatsächlich hatte der verstorbene Drache ihn sicherheitshalber mit einer SIN auf den Namen Craig Sanchez und einem gewissen Schutz ausgestattet, der verhindern sollte, dass Buttercup sich rächen würde. Als sie Sanchez dennoch aufspürte, schaffte sie ihn nicht etwa aus dem Weg, wie sie es vielleicht früher getan hätte, sondern ermöglichte ihm seine letzten Tage in Frieden zu verbringen, womit sie natürlich auch sich selbst schützte.

In diesem Rahmen ihrer Akzeptanz anderer äußerte sie gerne häufiger folgenden Satz:

"Was in einem Garten Unkraut ist, ist in einem anderen eine Blume."
-- Butterblume[20]

Fähigkeiten

Buttercup war eine Anima.[21] Ihre bekannten Kräfte umfassten Astrales Tor, Auramaskierung, Menschengestalt, Besessenheit, Hexerei und Reichtum. Weiterhin konnte sie mit anderen eine Sinnesverbindung teilen und jene, die ihren Wahren Namen kannten, konnten mit ihr telepathisch in Kontakt treten.[3] Zudem galt sie als Initiatin mit einem Grad, der mindestens 10 entsprach.[22]

Neben Japanisch sprach sie außerdem Englisch, Mandarin, Chinesisch, Russisch und Spanisch.[22]

Aussehen

Sie erschien als achtzehnjähriges Mädchen[3] mit einer Körpergröße von 1.60m bei einem Gewicht von 54,5 kg. Ihre Augen waren braun[1], und ihr Haar lang und schwarz, welches sie häufig hochsteckte. Ihr Gesicht war sehr ausdrucksstark und glühte förmlich, wenn sie aufgeregt oder wütend war. Herausstechend war, dass sie nicht lief, sondern viel mehr glitt, Weiterhin bevorzugte sie japanische Kleidung, auch wenn man sie schon in westlicher Mode gesehen hatte. Ihre geringer Körpergröße schien sie nicht zu stören, da sie dazu tendierte, ein wenig über der Person zu schweben, mit der sie gerade redete.[3]

Beziehungen

Butterblume hatte Tadamakos Geheimnis - den jungen Yuri Shibanokuji - irgendwann spitz gekriegt und ihre Agenten auf die Beobachtung des jungen Mannes angesetzt, da sie schon immer glaubte, dass dieser einen deutlichen Einfluss auf die Zukunft von Yamatetsu haben würde. Nachfolgend wollte sie sicherstellen, dass er seinen Einfluss in ihrem Sinne einsetzen würde.[10] Die beiden verbrachten viel Zeit, sowohl geschäftlich als auch privat und arbeiteten Hand in Hand an der finanziellen und philosophischen Weiterentwicklung des Konzerns. Laut Yuris eigenen Aussagen verdankte er viel von seinem Erfolgen den Lehren des Geistes. Die Klatschpresse dichtete den beiden immer wieder eine romantische Beziehung an, auch wenn nicht klar ist, ob dies auch tatsächlich der Realität entsprach.[23]

Zu Dunkelzahn hegte sie, nach ihrer kleinen Lektion, ein freundschaftliches Verhältnis.[19]

Julia Sanchez war ihre persönliche Assistentin und erledigte unter anderem die Korrespondenz für Butterblume, aber auch für Yuri Shibanokuji. Auch trat Sanchez manchmal als deren Sprecherin auf.[19]

Politische Kontakte

Der japanische Kaiser Yasuhito holte sich früher oft ihren Rat ein, wenn es um politische Entscheidungen ging. 2072 war das nicht mehr der Fall, aber das Verhältnis des Kaisers zur Evo Corporation schien nicht darunter gelitten zu haben, da er sich immer noch aufgeschlossen zeigte.[24]

In den 2070ern widmete sie sich aber eher den Eliten Russlands. Dank ihres Rates und Evos Investitionen konnte die russische Regierung große ökonomische und soziale Fortschritte machen. Ihr Rat war vermutlich aber eher eine Marketingsache, da sie keine Königsmacherin war.[19]

Weiterhin mischte sie sich sehr in das Leben der meisten neuen Mitglieder der Anthrophilen Gesellschaft ein. Im Anschluss daran konnten dieser aber wundersamer Weise in ihren gewählten Berufen überraschend neue Erfolge feiern.[25]

Feinde

Die Gerüchte, laut denen sie die Rebellen Jakutiens finanzierte, waren nicht unbegründet. Sie hatte ihre eigenen Gründe dafür, aber es stand zur Vermutung, dass dahinter ihre Rivalität mit dem Freien Geist Vernya steckte, der wiederum Jakutien mit seinen Gestaltwandlern beherrschte.[25]

Zu diesem Zweck heuerte sie Shadowrunner an, die als militärische Ausbilder, bewaffnete Eskorten, Schmuggler und Spezialisten für Guerilla-Taktiken dienten. Einige der angeheuerten Kräfte arbeiteten direkt mit den Rebellen, während andere ausgeschickt wurden, um den Tunguska-Krater zu untersuchen. Wiederum andere wurden auf Missionen mit noch größerer Geheimhaltung ausgeschickt, etwa, um die Insel Olchon zu durchforsten und herauszufinden, ob dies der Sitz von Vernya wäre.[25]

Schattenkontakte

Auch ging sie aktiv auf die Schattengemeinschaft zu. Sie wollte, dass die Leute wussten, wer sie war und was sie motivierte - ohne dabei unbedingt offen mit den intimen Details ihres Lebens umzugehen. Dennoch unternahm sie einige außergewöhnliche Schritte, um bestimmte Mitglieder der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu kontaktieren, von denen man wusste, dass sie entweder mit oder für Shadowrunner arbeiteten.[25]

Aktiva

Buttercup war sehr gut bewandert im Aktienmarkt und besaß große Anteile von einem Dutzend wichtiger Kons.[26] Neben ihren immensen Aktien an Evo besaß sie zudem fast sämliche Aktien von Shibata Construction & Engineering, wodurch ihr der Konzern praktisch gehörte.[27]

Anteile
Aktien 2054[21] 2061[28] 2072[29] 2078[30] 2081[31]
Evo Corporation ca. 11% 27% 29% 30% 30%

Auch in den 2070ern wurde noch über ihr genaues Vermögen spekuliert. So wurde die These aufgestellt, dass Buttercup als Freier Geist die Fähigkeit besaß, spontan alchemische Reagenzien, seltene Edelsteine und wertvolle Metalle zu generieren - allerdings war diese Fähigkeit mit erheblichen Kosten verbunden, weshalb sie gerade so viel davon erzeugte, um sich damals bei Yamatetsu einzukaufen. Zudem hätte es zu negativen Konsequenzen geführt, wenn sie den Markt geflutet hätte und daher nur einen relativ geringen Anteil an Yamatetsu kaufte, statt sich ein größeres Stück vom Kuchen zu sichern.[32]

Außerdem sammelte sie u. a. auch Mangas und unterhielt ein großes und luxuriöses Appartement in Boston.

Trivia

Ihr Profil im 2073 im JackPoint veröffentlichten «Supplemental» zum «Street Legends»-File wurde vom Jackpointer "Arete" verfasst.[33]


Endnoten

Quellenangabe

Widersprüche

Konflikt: Konzerndossier S.169 -- Konzernkrieg S.72
Abweichung: Aufnahme von Yamatetsu in der PPG
Laut Konzerndossier stellte Butterblume den Antrag auf die Mitgliedschaft Yamatetsus im Jahr 2064. Dies ist aber ein Schreibfehler, da Yamatetsu zu den Gründungsmitgliedern der PPG im Jahr 2059 gehört, wie es auch korrekterweise aus dem eigentlichen Text außerhalb der Infobox vorgeht und in Konzernkrieg nachzulesen ist.

Index

Quellenbücher

Deutsch Englisch

Sonstige

Deutsch Englisch

Abbildungsverzeichnis

Deutsch Englisch


Weblinks