Königreich Hawai'i

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Königreich Hawai'i
Überblick (Stand: 2064) [1]

Flagge Hawaii.png

Unabhängigkeit: 2017
Hauptstadt: Honolulu
Staatsform: Monarchie
Staatsoberhaupt: Ali'i Kamehameha VI.
Einwohnerzahl: 1.898.000
Menschen: 54%
Orks: 22%
Trolle: 11%
Elfen: 8%
Zwerge: 4%
Andere: 1%
Ethnische Gruppen:
Polynesier: 9,5%
Anglo-Amerikaner: 30%
Asiaten: 58,4%
Lateinamerikaner: 2,1% [2]
Personen unter Armutsgrenze: 10%
Personen mit Konzernzugehörigkeit: 64%
Pro-Kopf-Einkommen: 20.000 ¥
Bildung:
unter 12 Schuljahre: 30%
Abitur-Äquivalent: 24%
Studium-Äquivalent: 11% [3]
Amtssprache: Englisch
Sprachen:
Englisch: 93%
Japanisch: 74%
Hawai'ianisch: 18%
Währung: Nuyen (¥)
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Das Königreich Hawai'i [L 1] (engl. Kingdom of Hawai'i) ist ein Staat auf einer kleinen Inselgruppe im Pazifischen Ozean. Das Königreich erlangte 2017 seine Unabhängigkeit von den damaligen Vereinigten Staaten von Amerika. Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Inselkette ist Honolulu.

Geographie

Das Königreich Hawai'i umfasst acht größere und unzählige kleine Inseln, welche die Spitzen unterseeischer Vulkane bilden. Im Jahr des Kometen hatte Hawai'i deshalb - wie die gesamte Pazifikregion - unter der extrem verstärkten Aktivität des "Ring of Fire" und damit unter Erdbeben, Seebeben samt darauf folgenden Tsunamis und Vulkanausbrüchen zu leiden.

Die Inselkette liegt 3.380 km (2.100 Meilen) südwestlich von San Francisco, California Free State.

Die acht Hauptinseln sind (von Nord nach Süd):

  • Ni'ihau
  • Kauai
  • Oahu
  • Molokai
  • Lanai
  • Maui
  • Kaho'olawe
  • Hawai'i

Der Großteil der einst über vier Millionen Hawai'ianer lebt auf der Insel Oahu in der Hauptstadt Honolulu.

Die Landfläche umfasst insgesamt etwa 16.706 Quadratkilometer (6.450 Quadratmeilen), was etwa 85 Prozent der Fläche des UCAS Bundestaates Vermont entspricht. Der Großteil der Landfläche besteht aus Bergland. Mit 4.208 Metern (13.796 Fuß) ragt die Spitze des Vulkans Manua Kea, der höchste Punkt von Hawai'i, in den Tropenhimmel (Stand: 2055).

Bis zur Eruption 2017 galt der Krater des Haleakala, im Volksmund auch Haus der Sonne (engl. House of the Sun) genannt, als erloschen. Ein direkter Zusammenhang mit den Vulkanausbrüchen auf dem nordamerikanischen Kontinent wurde anfangs ausgeschlossen, da die Eruption des Haleakala erst drei Monate nach dem Großen Geistertanz, am 15. November, stattfand. Neuere Studien sprechen dagegen jedoch von einer Verbindung, einem magischen Echo des Geistertanzes, der die Eruption auslöste.

Erwachte Natur

Die drei vorherrschenden erwachten Tierarten sind Nene, Mo'o und der Grauwal.

Nene ist eine erwachte Gänseart, die praktisch nur auf Hawai'i vorkommt. Sie hat sich an die dortigen besonderen Umweltbedingungen, wie die vulkanischen Felsen in den Bergen, angepasst. Sie ist aggressiver und robuster als ihr nichterwachtes Gegenstück.

Mo'o ist der Überbegriff für eine Vielzahl auf Hawai'i beheimater Gecko-Arten und anderer erwachter Eidechsen.

Der hawai'ianische Grauwal ist deutlich größer und wesentlich intelligenter als nichterwachte Grauwale.

Klima

Während der Wintermonate steigt die Temperatur tagsüber auf ca. 27° C und fällt nachts selten unter 18° C. Im Sommer erreicht die Tagestemperatur 30° C und sinkt nachts auf durchschnittlich 22° C. Die höchste je gemessene Temperatur war 35° C, die tiefste 11° C (gemessen 2050 in Honolulu).

Shadowtalk Pfeil.png Manche behaupten, dass man klimatisch dem Paradies auf Erden nicht näher kommen könne, als auf Hawai'i.
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Die durchschnittliche Regenmenge pro Jahr beträgt in der Hauptstadt Honolulu 60 cm pro Quadratmeter. Andere Gebiete der Inselregion können ohne weiteres ein vielfaches aufweisen. In Waialeale auf der Insel Kauai fallen zum Beispiel pro Jahr durchschnittlich 1.128 cm pro Quadratmeter. Der höchste gemessenen Niederschlag betrug 96,5 cm pro Quadratmeter in nur 24 Stunden an den Hängen des Kilauea Vulkans auf der Hauptinsel Hawai'i. Der meiste Regen fällt während der Monate Oktober bis Dezember.

Shadowtalk Pfeil.png Seit dem 20. Jahrhundert hat sich das Wetterbild auf Hawai'i deutlich verändert. Einige Forscher gehen von einem Zusammenhang mit dem Großen Geistertanz auf dem nordamerikanischen Festland aus. Dieses Ereignis soll unter anderem auch für diverse vulkanische Eruptionen verantwortlich sein, die Wailea in ein "Pompeji des Pazifiks" verwandelt haben.
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Größte Bedrohung in diesem Teil des Pazifiks bilden Hurrikanes, die die Inseln etwa alle vier Jahre passieren. Am häufigsten betroffen waren bisher die nördlichsten Inseln Ni'ihau und Kauai. Die Insel Oahu blieb bislang fast immer von den schlimmsten Stürmen verschont.

Shadowtalk Pfeil.png Is schon krass, ich war 'n paar Mal da un irgendwie kam's mir vor, als ob die Tage da immer gleich lang sin'.. egal ob Sommer oder Winter.
Shadowtalk Pfeil.png Einar von Dänen
Shadowtalk Pfeil.png Das ist in den Tropen so üblich. Wenn es hier in Seattle im Sommer um halb zehn oder (wenn es mal nicht regnet) um zehn so langsam dunkel wird, geht auf Hawai'i pünktlich um halb neun das Licht aus. Keine lange Dämmerung oder so, einfach Nacht.
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Geschichte

Besiedelung und Missionierung

Die ersten Einwohner der hawai'ianischen Inseln kamen zwischen den Jahren 300 und 600 n. Chr. aus Polynesien, wie dem 3.000 Kilometer südlicher gelegenen Tahiti. Als erster Europäer kam der Brite Captain James Cook 1778 auf die Inseln.

Bis ins späte 18. Jahrhundert regierten unabhängige Häuptlinge und Könige die einzelnen Inseln der hawai'ianischen Inselkette. 1790 wurde der Stammesfürst Kamehameha König der Insel Hawai'i und eroberte in den darauffolgenden zwanzig Jahren alle anderen Inseln der Kette. Von 1810 bis seinem Tod 1819 regierte er alle Inseln als König Kamehameha I.

1820 kamen christliche Missionare auf die Inseln, um die dort lebenden "Wilden" zu "zivilisieren". Sie gingen dabei mit äußerster Gewalt vor, um die hawai'ianischen Tradition zu unterdrücken und die Landessprache zu verbieten. Dagegen brachten sie in den Bereichen der öffentlichen Bildung und Gesundheit beachtliche Fortschritte. Ein leuchtendes Beispiel dafür war Father Damien, der hawai'ianischen Lepraopfern half. Er erbaute 1873 die Leprakolonie auf der Insel Molokai und betrieb diese bis zu seinem Tod 1889.

Die Periode nach der Vereinigung der Inseln unter Kamehameha I brachte Hawai'i durch Ackerbau und den Handel mit anderen Kulturen großen Wohlstand. Die Ankunft der Europäer und Amerikaner verschlechterte die Lage wieder. Eingeschleppte Krankheiten dezimierten die einheimische Bevölkerung dramatisch. In Zusammenarbeit mit den Missionaren etablierten in den 1830er Jahren die Amerikaner den Zuckeranbau auf den Inseln. Die Plantagenbesitzer dominierten fortan die ökonomischen und politischen Geschicke.

Währenddessen strebten die eingeborenen Führer eine Modernisierung des Königreichs an. Der visionäre König Kamehameha III und seine Häuptlinge entwarfen die erste Verfassung und Legislative, deren erste Anordnung die Einrichtung eines öffentlichen Schulsystems war. Das war ein rotes Tuch für die Amerikaner, die die Kontrolle über die wichtigsten Bereiche des Insellebens nicht verlieren wollten. Sie sahen in den starken Führern eine Bedrohung ihrer eigenen Interessen und trafen Maßnahmen, diese zu beseitigen.

Annektierung

1893 versuchte Königin Lili'uokalani die neue Verfassung durchzusetzen, scheiterte jedoch an den Interessen amerikanischer Plantagenbesitzer, die sie mit Hilfe von US-Marines absetzten und unter Hausarrest stellten. Die Monarchie wurde abgeschafft und Sanford B. Dole rief am 15. Februar 1894 die Republik Hawai'i aus und ernannte sich selbst zum ersten (und einzigen) Präsidenten. 1898 annektierten die Vereinigten Staaten die hawai'ianischen Inseln und erklärten sie ab 1900 zu amerikanischem Territorium.

Während des frühen 20. Jahrhunderts stieg die taktische Bedeutung der Inseln. Pearl Harbor wurde der wichtigste amerikanische Flottenstützpunkt im Pafizik, was in den japanischen Angriff 7. Dezember 1941 gipfelte.

1959 erklärte die US-Regierung Hawai'i zum 50. Bundesstaat der USA.

Unabhängigkeitsbewegung und Terrorismus

Nahezu fünfzig Jahre blieb die politische Lage in Hawai'i unverändert. Es gab kleinere "Hawai'i den Hawai'ianern"-Bewegungen, deren wichtigste Vertreter die Na Kama'aina (dt. Die Landkinder) waren, doch deren Einfluss blieb bis in die erste Dekade des 21. Jahrhunderts eher unbedeutend.

Die Lage auf dem amerikanischen Festland begann sich langsam zuzuspitzen, was eine Verschärfung der Sicherheit der US-amerikanischen Basen auf Hawai'i zur Folge hatte. Immer mehr bedeutende Projekte und Anlagen des Militärs wurden vom Festland auf die Inseln verlegt, um sie aus der Schusslinie zu holen.

Shadowtalk Pfeil.png Für die paar Krieger der SAIM sollte es es wesentlich schwieriger sein Pearl Harbor in die Luft zu jagen, als Colorado Springs zu terrorisieren - das war damals das offizielle Kredo.
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Doch auch Hawai'i blieb nicht von gewalttätigen Aktionen verschont. Die ALOHA (Army for the Liberation of Hawai'i) - der militante Flügel der Na Kama'aina - verübte zwischen 2011 und 2013 immer wieder Bombenanschläge auf Regierungsgebäude, Armeekasernen und Militäreinrichtungen. Als Reaktion auf die Anschläge schickte die US-Regierung ein Batallion zur Marinekorps-Luftwaffenbasis nach Kaneohe Bay.

Shadowtalk Pfeil.png In den zwei Jahrn haben die ALOHAS gut hundertfünzisch Leute gezielt gegeekt, wenn man denen glauben will.
Shadowtalk Pfeil.png Einar von Dänen
Shadowtalk Pfeil.png Von den über 300 Unbeteiligten, die dabei draufgegangen sind spricht man bei ALOHA dagegen eher ungern. Die Reaktion der USA war dafür aber nicht weniger sauber. Besagtes Batallion wurde flugs in Civil Defense Force - zu deutsch: "Bürgerwehr" - umbenannt und begann kräftig auszuteilen. Nicht wenige "ALOHA-Sympathisanten" haben sich der Verhaftung "widersetzt" und sind dabei tragisch ums Leben gekommen oder wurden schlicht "auf der Flucht erschossen". Das alte Spiel eben.
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Na Kama'aina und ALOHA zogen sich vorübergehend aus der Öffentlichkeit in den Untergrund zurück. Um auf einen stärkeren Rückhalt in der einheimischen Bevölkerung bauen zu können, wurde ein Abkömmling aus der Kamehameha-Linie gesucht und schließlich auch gefunden. Danforth Ho - damals ein 24jähriger Managementberater auf der Insel Maui - war in direkter Linie mit König Kamehameha I verwandt. Damit konnten die Unabhängigkeitskämpfer einen "rechtmäßigen König im Exil" vorweisen, was zu dem erhofften Zuwachs in der Unabhängigkeitsbewegung führte.

Shadowtalk Pfeil.png Direkt verwandt ist relativ. Im Grunde war Ho lediglich noch zu einem Viertel Polynesier. Aber wen interessierte das schon. Die Tatsache, dass die "Bürgerwehr" nicht unbedingt darauf achtete, wem sie die Schädel einschlugen, trug vermutlich seinen Teil zur Beliebtheit der Na Kama'aina bei. Allerdings haben sich ALOHA und Co. getäuscht, als sie dachten sie könnten Ho wie eine Marionette instrumentalisieren. Als dem nämlich aufgegangen ist, dass die Bevölkerung IHN unterstützt hat er nämlich angefangen sein eigenes Ding durchzuziehen.
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Danforth Ho akzeptierte seine neue Position als designierter Ali'i und informierte sich umfassend über die Geschichte und Tradition des alten Königreiches. Um nicht nur als Galionsfigur der Na Kama'aina tatenlos zu verharren, begann er ohne deren Wissen mit verschiedenen Megakonzernen um Unterstützung zu verhandeln. Wichtigster Vertreter war dabei Yamatetsu. 2016 traf Ho mit mehreren Konzernen (überwiegend japanischen) private Abmachungen.

Shadowtalk Pfeil.png Einigen führenden Na Kama'aina-Leuten gefiel das natürlich ganz und gar nicht und hätten ihn dafür am liebsten direkt gegeekt (mal aben ein kleiner Unfall oder so). Die besonneneren Köpfe der Bewegung erkannten aber, dass nun, da sie auf Ho als "rechtmäßigen Thronfolger" gesetzt hatten, auch an ihm festhalten mussten. Zum Glück für Ho saßen letztere am längeren Hebel, auch wenn ihnen das letzlich nicht viel nützte, denn das Volk folgte nun ihm und nicht mehr der Na Kama'aina. Als Ho dann noch ähnliche Abkommen mit den ötlichen Yakuza schloss, wie mit den Konzernen, war es mit der Kontrolle der Na Kama'aina Endgültig aus.
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Befreiungskampf

Als Folge der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen US-Regierung und den amerikanischen Ureinwohnern auf dem Festland sah Danforth Ho seine Chance gekommen. Mehrere Kahuna-Angriffsteams attackierten erfolgreich die "Bürgerwehr". Wo die "Bürgerwehr" zu großen Widerstand leistete, griffen die Kahunas auf die Unterstützung von Geistern zurück. Gleichzeitig mobilisierte die Yakuza ihrerseits eine "zivile" Armee, die durch schwer bewaffnete Sicherheitstruppen der Konzerne unterstützt wurden. Innerhalb kürzester Zeit waren die Kommunikationswege des Militärs und der Regierung unterbrochen und deren Schlüsselgebäude besetzt.

Shadowtalk Pfeil.png Neben den Japankons und der Yakuza soll auch Ryumyo vor Ort gewesen sein und kräftig mitgemischt haben.
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Währenddessen stürmte Ho mit Straßenkämpfern der Na Kama'aina und tausenden von Zivilisten das Kapitolgebäude neben dem alten Iolani-Palast in der honoluluer Innenstadt. Als Ali'i (König) Kamehameha IV bestieg Ho den Thron und erklärte am 22. August 2017 ofiziell die Unabhängikeit des Königreichs Hawai'i.

Die USA mobilisierten daraufhin ihre Pazifikflotte, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht in Pearl Harbor, sondern zur Unterstützug im Kampf gegen die Ureinwohner an der Westküste der Veinigten Staaten befand. Eine Delegation der Konzerne unter der Führung von Yamatetsu übte Druck auf die US-Regierung aus, Hawai'i als souveränen Staat anzuerkennen. Wenige Minuten nachdem die Administration die Bitte der Delegation abgelehnt hatte, verfehlte eine Salve Thorhammer nur knapp die USS Enterprise, das Flagschiff der Pazifikflotte. Die Flotte nahm unverrichteter Dinge Kurs auf San Diego und die US-Regierung erkannte die Unabhängigkeit Hawai'is doch noch an.

Shadowtalk Pfeil.png Bis heute weiß niemand wer respektive welcher Konzern die Teile abgeschossen hat. Eine Verkettung von Zufällen lässt aber die wage Vermutung zu, das Ares Macrotechnology da seine Finger mit im Spiel hatte. Ares war einer der Konzerne, die zu den Privatgesprächen mit Ho eingeladen waren. Rein zufällig übernahm Ares 2017 die alte Raumstation Freedom, die in das Zürich-Orbital umgebaut wurde und rein zufällig war Ares der einzige Konzern, der Einrichtungen in der richtigen Umlaufbahn und im richtigen "Fenster" für den Abschuss eines Thorhammers mitten im Pazifik hatte.
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Nach der Unabhängikeit

Bestandteil der Vereinbarungen mit den japanischen Megakonzernen waren besondere Handelsvereinbarungen, Exterritorialität und die Freiheit, ihren Geschäften auf Hawai'i praktisch ungestört nachzugehen. Infolge dessen haben sie eine starke Präsenz und Machtposition auf den Inseln inne. Dennoch konnte sich das Königreich Hawai'i eine weitaus größere Souveränität gegenüber dem imperialen Japan erhalten, als etwa der Freistaat Kalifornien, wo die Japanokons seit 2037 mit Unterstützung der Kaiserlich Japanischen Marines das Sagen hatten, oder gar die Philippinen, die zum japanischen Protektorat erklärt, 2021 annektiert und 2027 sogar zu einer bloßen weiteren japanischen Präfektur degradiert wurden. Trotzdem missfiel die starke japanische Präsenz - einschließlich der Yakuza - vielen Hawai'ianern. Es gab immer wieder teilweise gewaltsame Proteste und gelegentliche anti-japanische Terroranschläge unter dem gegen die Fremden gerichteten Schlachtruf "Haoles don't surf!" - was sich von einem hawai'ianischen Schimpfwort für alle Nicht-Einheimischen ableitet.

Die verbliebenen Führer der Na Kama'aina nutzten diesen Unmut der Bevölkerung gegen die japanische Präsenz, um gegen Kamehameha IV mobil zu machen. Mit einer Kampagne zur Beschneidung der weitreichenden Rechte der Konzerne erhielten die Politiker der Na Kama'aina viele Stimmen und zogen mit einer beachtlichen Anzahl von Sitzen ins neu gewählte Parlament ein. Die Wahl ging denkbar knapp für König Kam aus.

2045 starb König Kamehameha IV und die Regierungsfraktion, die ihn unterstützt hatte, setzte seinen Sohn Gordon Ho als Thronfolger mit Namen Kamehameha V ein.

Shadowtalk Pfeil.png Wenn man dem Glauben schenken mag starb Kam IV tatsächlich auf natürlichem Weg, ohne dass Na Kama'aina oder irgendwer anderes seine Finger im Spiel hatte. Aber hey, wer weiß das schon.
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Ein radikaler Teil der Kahunas versuchte 2056 mit einem großangelegten Ritual nach dem Vorbild des Großen Geistertanzes der NAN-Indianer die Inseln von den unerwünschten Fremden zu säubern.

Shadowtalk Pfeil.png Das Ganze ging gründlich in die Hose. Man munkelt, dass Harlequin, der "unsterbliche Elf" und der ominöse Feind in die Sache verwickelt sind. Der Einzige, von dem vielleicht was genaueres dazu zu erfahren ist, ist der Privatdetektiv Dirk Montgomery, der zu dem Zeitpunkt angeblich vor Ort war.
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Die Naturkatastrophen im Jahr des Kometen 2061 forderten auf Hawai'i rund 2,2 Mio Todesopfer. Die Einwohnerzahl fiel von 4.108.229 (Stand: 2055, davon allein 2.978.000 in Honolulu)[4] auf unter die Hälfte und näherte sich damit fast wieder dem Stand zur Jahrtausendwende an.

Bevölkerung

Die Epidemien des 19. Jahrhunderts haben die einheimische Bevölkerung drastisch reduziert. Dieser niedrige Prozentsatz an "echten" Hawai'ianern hielt sich bis in die erste Dekade es 21. Jahrhunderts. 2010 machte der Bevölkerungsanteil der Polynesier gerade einmal 6% aus. Bis in die 2050er Jahre stieg durch Einwanderung aus anderen Polynesischen Inseln der Anteil der Menschen, die mindestens ein Viertel hawai'ianischer Abstammung sind, bis knapp unter die 10%-Marke. Gerade einmal ein Prozent sind reinrassige Kama'aina.

Im Verhältnis zu den meisten anderen Ländern in der Welt ist der Anteil von Trollen und Orks auf Hawai'i relativ hoch, was hauptsächlich auf das weitgehende Fehlen von rassistischen Vorurteilen gegen diese Metatypen zurückzuführen ist.

Shadowtalk Pfeil.png Es hieß ja früher schon, dass die da auf Hawai'i große Kinder bekomme.
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Auf Hawai'i kommt mit den Menehunen eine spezielle Metavariante der Zwerge vor.

Sprache

Englisch ist im Königreich offizielle Amtssprache, was für viele Kama'aina (hawai'ianischen Ureinwohnern) eher irritierend ist. Nichts desto trotz verstehen praktisch alle Polynesier Englisch. Die zweite gebräuchliche Sprache ist Japanisch. Etwa drei Viertel der Einwohner versteht es und etwa die Hälfte benutzt es sogar öfter als Englisch. Fünf Prozent der Bevölkerung spricht ausschließlich Japanisch.

Shadowtalk Pfeil.png Einige militante Hawai'ianer lehnen es partout ab Englisch zu "verstehen", vor allem wenn sie ein Tourist anspricht.
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Auch wenn Englisch und Japanisch dominieren, wächst die Bedeutung der hawai'ianischen Sprache stetig (siehe Hauptartikel Hawai'ianische Sprache).

Politik

Die beiden offiziellen Zweige der hawai'ianischen Regierung sind zum Einen der Ali'i (König) und sein Vertreter, zum Anderen das gewählte Parlament. Das Parlament kann mit einer dreiviertel Mehrheit Entscheidungen des Ali'i blockieren. Wenn der Ali'i beschließt, dieses Veto zu übergehen, müssen alle Mitglieder des Parlaments zurücktreten, was die gesamte Regierung bis zur Neuwahl lahmlegt. Daher nimmt der Ali'i dieses königliche Vorrecht nur höchst selten in Anspruch. Der Ali'i kann seinerseits ein Veto gegen Beschlüsse des Parlaments einlegen, welches aber mit einer dreiviertel Mehrheit übergangen werden kann.

Das Parlament hat die Möglichkeit, den amtierenden König (oder die Königin) abzusetzen. Da dieser aber in der Regel hohes öffentliches Ansehen und Unterstützung aus der Bevölkerung genießt, würde eine Absetzung das politische Aus des Parlaments bedeuten, da dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wieder gewählt würde.

Zwei weitere Kräfte, die auf die hawai'ianische Politik starken Einfluss üben, sind der Drache Ryumyo, der erst die Wiederrichtung des Königreiches ermöglichte und die Yakuza.

Königshaus

Parlament

Neben den vielen verschiedenen Fraktionen sind die Führer der ursprünglichen Na Kama'aina die bedeutendsten Mitglieder im Parlament.

Andere politische Kräfte

Die stärkste oppositionelle Kraft auf Hawai'i ist die Army for the Liberation of Hawai'i (kurz ALOHA). Nachdem vermehrt Spannungen zwischen Kamehameha IV und Ryumyo auftraten, schleuste der Drache seinen Untergebenen, die gefiederte Schlange Naheka, in die Organisation ein und kontrollierte sie seitdem indirekt. Aufgrund des Drucks der ALOHA verbesserte sich offenbar die Beziehung zwischen dem Ali'i und dem Drachen und die ALOHA erhielt die Order, ihre Aktivitäten zurückzufahren. Seitdem hat Naheka alle Hände voll zu tun, die offenbar gelangweilten ALOHA-Agenten ruhig zu halten.

Militär

Die Königlichen Hawai'ianischen Streitkräfte (engl. Royal Hawai'ian Armed Forces) repräsentieren eine vereinheitlichte, moderne Armee, maßgeschneidert für Operationen mit kombinierten Waffengattungen. Die RHAF dient ausschließlich der Landesverteidigung.

Luftwaffe

Hawai'is kleine aber tödliche Luftwaffe operiert vom Kaiao Field, der ehemaligen Hickham Air Force Base, westlich von Honolulu aus. Infolge der Abspaltung "erbte" das Königreich eine große Zahl an hochentwickelter State-of-the-Art Technologie der USA, die überschallfähige Spionageflugzeuge zu Forschungszwecken einsetzte.

Heer

Das hawai'ianische Heer (Pu'ali Koa) ist eher mit der US Nationalgarde vergleichbar, als mit der der US Army. Sie erhalten eine ähnliche Ausbildung wie die nationale Polizei (Na Maka'i).

Marine

Die Marine-Schiffe scheinen noch aus der Zeit vor der Abspaltung zu stammen. Das scheinbare Alter der Schiffe täuscht aber. Während die Schiffsrümpfe durchaus mehrere Jahrzehnte alt sind (einige wurden noch vor der Unabhängigkeit in den Pearl Harbor Schiffswerften montiert), beherbergen Sie doch Militärtechnik auf dem neusten Stand. Lediglich 5% der Schiffe befinden sich im Trockendock zur Aufrüstung und Instandhaltung, während der Rest mit neusten Waffen und Feuerleitsystem voll einsatzbereit ist.

Militärischer Geheimdienst

Die meisten Militäranalysten und sogar die meisten hawai'ianischen Zivilisten wissen um die verdeckten militärischen Streitkrafte, den Na Kui. Wenig ist jedoch über die genaue Zahl, Zusammensetzung, Ausbildung oder Aufgabe bekannt.

Militärische Einrichtung

Neben den Spionageflugzeugprojekt in der Hickham AFB "erbte" das Königreich weitere militärische Einrichtungen von der US Regierung. Die bekanntesten sind Space-City, die alte SDI-Anlage (weltraumgestütztes Raketenabwehrprogramm) auf der Spitze des Mount Haleakala auf Maui und die Forschungseinrichtung in der Nähe des Kahuku Point auf der Insel Oahu.

Shadowtalk Pfeil.png Die hawai'ianische Regierung hat dort für eine stärkere Sicherheit gesorgt, als es zu amerikanischen Zeiten üblich war, so dass der normale Bürger kaum weiß, was dort vor sich geht.
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Shadowtalk Pfeil.png Müsteri... myste... seltsam.
Shadowtalk Pfeil.png Einar von Dänen
Shadowtalk Pfeil.png Mysteriös ist das richtige Stichwort. Einige vermuten, dass sie dort magische Experiente im Haleakala Krater machen, um die Streitkräfte mit mächtiger Magie auszustatten. Die meisten Projekte in der Einrichtung sind aber so "schwarz", dass es ungesund wäre an dieser Stelle weiter darüber zu spekulieren.
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Wirtschaft

Konzernpräsenz

In Honolulu unterhält Renraku eine größere Niederlassung.[5]

Tourismus

Hawai'i ist nicht zuletzt für seine Strände und die Wellen berühmt, die hervorragende Möglichkeiten zum Surfen und Wellenreiten bieten, und Sportler aus aller Welt anziehen. In Folge des Ozon-Lochs ist allerdings extremer Sonnenschutz dabei - genau wie in Australien - (über)lebensnotwendig, und wer es sich leisten kann, lässt sich in den 2050ern bis 70ern diesen in Form einer Biomodifikation der Haut permanent vom Bodyshop seines Vertrauens an- bzw. aufbringen.

Magie

Die Kahunas bilden die einheimischen magischen Traditionen Hawai'is, der Huna. Die schamanistischen Kahunas folgen in der Regel den auf den Inseln beheimateten Totems Honu (Schildkröte), Kohala (Wal), Mo'o (Gecko) und Nene (Gans), aber auch Hund, Katze, Ratte und Hai sind verbreitet. Auch hermetische Magier werden auf Hawai'i mit Kahuna angesprochen.

Kahunas genießen für ihre Kräfte und Weisheit in der einheimischen Bevölkerung hohes Ansehen. Sie handeln als Berater, Psychologen, Ärzte, Veterinäre und sind verantwortlich für die Folklore. Gemäß der Tradition muss der Ali'i ein Kahuna sein.

Der Punchbowl Crater auf Oahu ist ein Ort der Macht.

Unterwelt

In der organisierten Unterwelt nimmt die Yakuza - wie überall, wo die japanischen Megakons eine derart starke und unmittelbare Machtposition haben - die dominante Rolle ein. Namentlich das pro-metamenschliche Kawaru-gumi, das auch in Australien und Wladiwostok eine große Rolle spielt, ist hier vertreten, und unterhält Handelsbeziehungen zu Gumi in anderen Regionen der Sechsten Welt, die den sogenannten "Neuen Weg" unterstützen.


Endnoten

Quellenangabe

  1. Shadows of Asia S. 195
  2. Paradise Lost S. 72 (Stand: 2050)
  3. Paradise Lost S. 65 (Stand: 2054)
  4. Paradise Lost S. 65, 75
  5. Corporate Download S. 78

Widersprüche

  1. Es ist unklar, warum Kamehameha IV und dessen Sohn Kamehameha V die selben Namen tragen wie der vierte und fünfte König Hawai'is (1855 bis 1872).

Konflikt: PL S. 65, SWA S. 180 -- SoA S. 195
Die Bevölkerung von Hawai'i wird im Paradise Lost mit 4.108.229 (2054), im Sixth World Almanac mit 5.020.500 (2072) angegeben. Das Shadows of Asia gibt dagegen die Bevölkerungszahl mit 1.898.000 (2064) an, was deutlich näher an der heutigen Zahl von 1,4 Millionen liegt (Stand: 2013).

Quellenindex

Quellenbücher

Deutsch Englisch

Romane

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Sonstige

Deutsch Englisch


Weblinks

  1. Wikipedia:ʻOkina nähere Informationen zur Schreibweise