Insektengeister

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Insektengeister (engl. insect spirit auch bug spirit) sind eine Form von Geistern, die in Verhalten und Aussehen verschiedensten Insektenarten ähneln. Magietheoretisch ist nicht klar, worin die Beziehung zwischen den irdischen Insekten und ihren Geisterpendants besteht. Ihr insektoides Verhalten ist der Metamenschheit fremd und viele wenn auch nicht alle Insektengeister sind ihr feindlich gesinnt oder sehen sie zumindestens als Ressource, die man ausbeuten kann. Insekten können als Totem eines Insektenschamanen fungieren. Diese Schamanen haben vermutlich die ersten Insektengeister in die Sechste Welt beschworen, aber mittlerweile agieren auch viele Freie Insektengeister.

Geschichte

Vierte Welt

In der Vierten Welt waren die Insektengeister als Invae bekannt.[1] Dieser Begriff hat sich auch für die Sechsten Welt als universeller, arkaner Begriff von Geistern mit Gestalt der auf der Erde bekannten Insekten durchgesetzt.[2] Laut einigen Berichten, die man in der Zulu-Nation gefunden hat, galten die Invae in der Vierten Welt als Vorboten der niederen Dämonen, welche wiederum die Vorboten der größeren Dämonen waren.[3]

Die ersten Geister in der Sechsten Welt

Während die Insektengeister älter als die Sechste Welt sind, finden sich die ersten Aufzeichnungen in dieser erst Ende der 2040er, bzw. Anfang der 2050er, bevor diese fremdartigen Wesen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rückten. Man nimmt an, dass der Schamane Paul Grigg, Ehemann des Gründers der Universellen Bruderschaft die ersten dieser Art in die Sechste Welt beschworen hat. Grigg nahm sich am 31. Dezember 2045 das Leben.[4] Die Geister agierten aber verdeckt und entgingen so einer frühen Aufspürung und Vernichtung, was vermutlich den Lauf der Geschichte drastisch verändert hätte. So wurde 2055 etwa weltweit ein dramatischer Anstieg an Vermisstenfällen verzeichnet, was sehr wahrscheinlich auf die Bugs und ihr Wirken zurückzuführen ist.[5] So breiteten sich die Bugs unter dem Deckmantel der Universellen Bruderschaft aus und verschleppten dutzende Opfer.[6]

Chicago Containment Zone

2055 ereigneten sich die Geschehnisse rund um die Chicago Containment Zone, als die Geister unter Chicago hervorkamen und die Stadt praktisch überrannten. Die UCAS Armed Forces wurden mobilisiert und riegelten die Stadt ab. Man gab vor, dass ein neuer VITAS-Strang verantwortlich sei, aber bald kamen schon Informationen über die Schatten ans Tageslicht, dass etwas deutlich schlimmeres am Werk war. Es folgte der Einsatz eines taktischen nuklearen Sprengkörpers, um der Lage irgendwie Herr zu werden.[5] Erst der Einsatz von Fluroeszierenden Astralen Bakterien (FAB) im Jahr 2058 konnte die Plage einigermaßen dezimieren, was aber hohe Schäden bei den vor Ort lebenden erwachten Wesen anrichtete.[7] Gerüchte wollen zudem wissen, dass ein Königinnen-Geist der Invae in Chicago den Körper eines Drachen benutzte.[8]

Noch in den 50ern entdeckte man weltweit weitere Insektengeisterbauten, die attackiert wurden. Der Vorteil war hier, dass sie sich nicht zu solchen Megabauten ausgeweitet hatten, wie sie in Chicago zu finden waren.[5] So wurde in der Allianz Deutscher Länder bei der Aktion Zebra sowohl die Universelle Bruderschaft als auch die Insektengeisternester unter massiven Personaleinsatz ausgehoben. Sie wurden hier zwar nicht ausgerottet, verteilten sich aber in einige ländliche Bereiche und vor allem in die SOX.[9]

Ares' Forschung

Seit den Ereignisse um Chicago in den Jahren 2055 bis 2058 gab es Vermutungen, dass Ares Macrotechnology insgeheim Insektengeister zu Forschungszwecken gefangen hielt.[10] Bereits 2062 gab es erste Hinweise darauf, dass Ares eigene Untersuchungen an lebenden Exemplaren durchführte. Ein Shadowrunner namens "Shooter" berichtete zu diesem Zeitpunkt auf Shadowland über die bislang unbekannte Forschungseinrichtung "Komplex 68G" von Ares im Algonkian-Manitou Council. Laut seinen Aussagen wurden darin gefangene Insektenschamanen und Königinnengeister gezwungen, Insektengeister in weltliche Tiere wie Schäferhunde oder Dobermänner einzupflanzen, aber auch in paranormalen Wesen, wie etwa Höllenhunde, um so wesentlich furchterregendere und mächtigere Hybrid-Wachtiere zu erschaffen - so zumindest die Theorie dahinter, da Ares die Kontrolle über solche Wesen wollte. Gemäß den Aufzeichnungen von Shooter sollten diese Wesen die Intelligenz der Insektengeister und einige ihrer Geisterkräfte behalten, was sie - ebenfalls theoretisch - zu idealen Wachcrittern machen würde. Ein Zwischenbericht von Ares zeigte, dass man dies als nächste Generation von Wachcrittern ansah.[11]

Neben Komplex 68G gab es noch weitere Forschungseinrichtungen dieser Art. Zwei weitere waren von Ares bekannt, die gleichfalls solche Experimente durchführte: Komplex 93E in Shaanxi und Komplex 211B in der Indischen Union. In seiner Spitzenzeit hatte das Projekt bis zu 500 Insektengeister, 12 Insektenschamanen und 9 Königinnen. Als der Crash von 2064 die Welt erschütterte, fürchteten die Führungskräfte bei Ares, dass der Matrixausfall den "Schoßtieren" des Konzerns die Flcuht ermöglichen würde. Das wäre ein absoluter PR-Albtraum geworden, weshalb der Befehl zur "Desinfektion" der drei Labors erteilt wurde, um so das Problem zu beheben, bevor es entstehen würde. Komplex 68G ließ sich zunächst ohne große Probleme von den Ares-Kräften reinigen, doch als man dies bei den anderen beiden Einrichtungen versuchte, brach die Kommunikation plötzlich ab. Ares fackelte nicht lange und entsandte FireWatch-Teams zu den Forschungseinrichtungen mit dem Befehl, alles zu töten, was sich bewegte. Dann kam es jedoch anders, Winternights Pläne wurden bekannt und Ares musste seine Kräfte umverteilen - auch die, die die Labors reinigen sollten, um Detonationen von dessen Arsenal zu verhindern. Die Forschungseinrichtungen waren so im wesentlich unbewacht, sodass man sich erst 48 Stunden später um die Sache kümmern konnte.[11]

Die Teams kamen - wenig überraschend - zu spät. Gemäß versiegelter Geheimdienstbereichte wurde das gesamte Personal dieser Einrichtungen entweder brutal abgeschlachtet oder war zusammen mit den Insektengeistern verschwunden, was fast 150 von Ares' zuverlässigsten und kompetentesten Black-Ops-Agenten und Analytikern betraf.[11] Ares verfolgte natürlich die Insektengeister und ihr verschwundenes Personal, aber so einfach war das nicht: Die Insektengeister hatten dazugelernt und wussten, wie sie sich vor Ares Black-Ops-Teams und angeheurten Shadowrunnern verstecken konnten, was die Jagd deutlich erschwerte. Auch immense Kopfgelder (10 Millionen Nuyen für ein ausgerottetes Bug-Nest, wenn man den Beweis einer toten Königin erbringen konnte) machte die Sache nicht besser. Technische Weiterentwicklungen hingegen halfen aber durchaus beim Kampf gegen die Geister, wenn man doch auf sie traf.[12]

Projekt Avalon

Das wohl fatalste der Projekte für Ares war Projekt Avalon. Das Projekt wurde vermutlich bereits vor dem Crash von 2064 gestartet und hatte zum Ziel, Manatech in konventionelle Feuerwaffen zu integrieren, umso mundanen Soldaten weitaus größere Chancen im Kampf gegen Insektengeister (und andere magische Wesen) zu gewähren, die von Natur aus schwer mit handelsüblichen Waffen zu bekämpfen waren. Es ist bis heute nicht ganz genau geklärt, was geschah, aber ein Vorfall 2072 im Labor von Projekt Avalon führte dazu, dass Ares seine Arbeiten an einen anderen Ort verlegen musste. Das ursprüngliche Labor ist bis heute unter Verschluss ohne Hinweis, was vorgefallen ist.[10]

Ares hatte aber das Problem, dass bereits mehrere Millionen Nuyen in Avalon versenkt wurden, ohne brauchbare Ergebnisse vorweisen zu können. Es wurde entschieden, das Beste aus der Sache zu machen und die bestehende Baupläne der Waffendesignerin Kellie Douglas zu geben, die für ihre eher konservativen Designs bekannt ist, um daraus ein konventionelles Schweres Sturmgewehr zu entwickeln, welches "Excalibur" getauft wurde. Douglas konnte aber auch trotz aller Bemühungen die zahlreichen Probleme der Waffe nicht beheben, bis irgendwann die Anordnung erfolgte, mit dem "M-256 Excalibur" in Produktion zu gehen. Diese Anweisung sollte sich später als Fälschung herausstellen, allerdings war es da schon zu spät. Gemessen an den vielen Problemen ist von Sabotage auszugehen, zumal eine der Hauptverdächtigen, Penelope de la Renta (deren Name aus fast allen Unterlagen entfernt wurde), die Chefentwicklerin bei Avalon, mittlerweile bei Aztechnology arbeitete. Aber auch Personen innerhalb von Ares standen durchaus unter Verdacht.[10] Unterlagen deuten darauf hin, dass Nicholas Aurelius für das Projekt Avalon zuständig war und das ein interner Machtkampf bei Avalon gewaltig aus dem Ruder gelaufen war.[13]

Projekt Pyro

Avalon war nicht das einzige Projekt in dieser Richtung, einen anderen Ansatz wählte man mit Projekt Pyro. Damien Knights Plan war es geworden, die Bugs zu kontrollieren; wollte Knight doch seine eigene einzigartige Privatarmee, kam Nicholas derweil auf die Idee, Insektengeister gegen Insektengeister einzusetzen und Aurelius durfte zur Belohnung dieses leiten. Zu diesem Zwecke gründete man Unlimited Technologies (UnlimiTech). Roger Soaring-Owls Besuch einer Einrichtung von UnlimiTech 2072 führte zu dessen Rücktritt, als er gewahr wurde, was Ares tatsächlich vorhatte. Während Pyro nun also Insektengeister aufeinanderhetzte, war Avalon dazu gedacht, als Feuerlöscher zu agieren, wenn die Insektengeister nicht das taten, was sie sollten oder sich gegen Ares-Personal wandten. Ares private Insektengeisterarmee erlitt herbe Verluste, was sich in die Gemeinschaftserinnerungen des Schwarms einbrannte und Ares zu einem eingeschworenen Feind machte.[13]

Tod von Nicholas Aurelius

Am 05. September 2074 verstarb Nicholas bei einem Vorfall mit seinem Privatjet. Es ereigneten sich meteorologisch nicht erklärbare Turbulenzen, er schnappte sich seinen Fallschirm und sprang aus der Luke. Was genau geschah ist nicht genau zu sagen, aber man hörte in einer Aufnahme seine Schreie und die wütenden Geräusche von Wespengeistern. Aurelius' Tod hinterließ ein ziemliches Machtvakuum.[13]

Schlimmer noch, es kamen zunehmend Gerüchte auf, dass Ares von den Insektengeistern unterwandert worden war. Gerüchte wollten zwischen 20 und 80 Prozent des Ares-Personals als unterwandert ansehen und auch die Führungsebene war nicht unverschont vor den Gerüchten. Es war gesichert, dass Ares sich die Bugs zum Feind gemacht hatte, aber genaue Angaben waren schwer zu machen.[14]

Hybris

Ares hielt an den Experimenten fest, obwohl Aurelius verstorben war. An seiner Statt war ein Insektenschamane namens Otto Hendricks nachgerückt, der früher schon bei der Universellen Bruderschaft tätig gewesen war. Hendricks galt eigentlich als tot, aber nun hatte er die Zügel in der Hand und bekleidete eine hohe Position bei Ares, bei der er zudem auch noch Unmengen an Versuchsobjekten in die Hand bekam, während Ares selbst überraschenderweise seine ohnehin sehr gut versorgte militärische Seite noch weiter aufrüstete, obwohl andere Abteilungen darunter litten. Die zunehmende Spaltung im Inneren des Konzerns ließen nichts gutes verheißen und paradoxerweise begannen die Mitglieder von FireWatch, zu desertieren.[15]

Offenbart wurde dies durch Daten, die ihren Weg in die Schatten fanden. Für Projekt Pyro wollte man zunehmend FireWatch-Mitglieder, um sie mit Insektengeistern zu verschmelzen und etwas völlig neues, äußerst gefährliches hervorzubringen. Daher desertierten Ares' Bugjäger.[16] Gleichzeitig installierte man aber auch Nester, wie etwa in der ADL.[17] Und widersprüchlicherweise hatte Ares auch noch Projekt Bottleneck am Laufen, bei dem es darum ging, bekannte Bug-Portale auf der ganzen Welt zu vernichten.[18] Es schien, als wollte Ares kontrollierte Ausbrüche erzeugen, um sich dann als Retter zu inszenieren - in jedem Falle spielte der Konzern ganz gehörig mit dem Feuer.

Grundlagen

Insektengeister unterscheiden sich von den typischen Geistern, die üblicherweise von Anwendern verschiedener Magischer Traditionen beschworen werden. Das wohl gravierendste ist der Umstand, dass sie sich nicht ohne fremde Hilfe in unsere Welt kommen können und sich auch dann nur mit einem Hilfsmittel in unserer Welt halten können: Der Bewohnung eines Wirtskörpers.[19]

Beschwörung

Für die Beschwörung benötigt man entweder einen sogenannten Insektenschamanen oder (je nach Art) einen Königinnen-, bzw. Mutter-Geist. Letzterer ist aber auch nur dann verfügbar, wenn dieser eben initial durch einen Insektenschamanen beschworen wurde - oder wenn sich ein Nest weit genug ausgebreitet hat und dieser dann "natürlich" vorkommt.[20]

Insektenschamanen

Der fremdartige Intellekt eines Insektentotems und seine in den Augen der Metamenschheit brutale und destruktive Natur nehmen natürlich Einfluss auf die Psyche eines Insektenschamanen. Dieser wird sich sehr verändern, besonders in Sachen Moral, Notwendigkeit von Gewalt, Familiensinn, etc. Wenn es zum Beispiel dem Wohle des Bienenstamms und dessen Vergrößerung dient, dann wäre das Kidnappen und der anschließende Tod der Opfer durch das Eindringen der Insektengeister durchaus gerechtfertigt. Eine soziale und moralische Entfremdung des Schamanen ist in den meisten Fällen zu erwarten.[20]

Diese Individuuen arbeiten üblicherweise Hand in Hand mit den Insektengeistern und verfolgen das Ziel, einen Königinnen-, bzw. Mutter-Geist zu beschwören.[20] Soweit man weiß, kann ein Insektenschamane Zeit seines Lebens nur einen einzigen solchen Geist beschwören.[21]

Königinnen- & Mutter-Geister

Königinnen- und Muttergeister sind naturgemäß noch etwas mächtiger als Insektenschamanen, da sie über die Kraft Astrales Tor verfügen, durch die sie wesentlich leichter weitere Insektengeister in unsere Ebene beschwören können.[22] Das macht zudem auch die Verwendung des Schamanen überflüssig.[21] Nach ihrem Erscheinen wird sie üblicherweise Zentrum des Schwarms, weshalb sie üblicherweise den Einfluss eines Insektenschamanen eindämmt, bzw. diesen davonjagt oder tötet. Seltener gehen diese aber auch Geisterpakte mit den Schamanen ein, wenn es den eigenen Zielen dienlich ist.[21]

Wirtskörper

Einer der größten Unterschiede zwischen der Beschwörung von Elementaren oder Naturgeistern auf der einen und Insektengeistern auf der anderen Seite, ist die Tatsache, dass ein Insektengeist sich nicht einfach beschwören lassen kann, weil es dazu einen Wirtskörper braucht. Ein Insektengeist ohne Wirtskörper erleidet einen Schwund und wird minutiös schwächer, ehe er auf seine Heimatebene zurückkehren muss. Im Normalfall sind dies Metamenschen[19], zur Not könnten auch Tiere herangezogen werden.

Um einen Körper aber zu besetzen, muss er als Geistergefäß vorbereitet werden, wozu das Opfer in einen Kokon eingeschlossen wird. Anschließend wandert der Geist in den Körper des Gefäßes und der Schwund, den der Geist zuvor erlitt, hört augenblicklich auf.[20]

Verschmelzungsgrade

Im Laufe der Beschwörung wird bestimmt, inwiefern der Einzug des Insektengeistes in den Wirt dessen körperliche Merkmale verändert. Je nach Grad der Umwandlung bleibt von dem Menschen nicht mehr viel übrig.[23]

Ein einmal verschmolzener Geist kann nicht mehr aus dem Körper vertrieben werden, in den er eingepflanzt wurde, solange das Wirtsgefäß nicht zerstört wird. Der Geist erhält Zugriff auf Teile - oder sogar alle - Erinnerungen seines Wirtes, was ihm ermöglicht, soziale Kreise oder sogar Sicherheitsumgebungen zu infiltrieren und erheblichen Schaden anzurichten. In jedem Fall wird das ursprüngliche Bewusstsein des Wirts gänzlich aufgezehrt und eine Rückumwandlung in den Ursprungszustand des Wirts ist nicht möglich, auch nicht, wenn der Insektengeist verdrängt wird und den Körper verlassen muss. In diesem Fall würde der Wirt sterben.[24]

Man unterscheidet bei der Verschmelzung in drei Gestalten:

Fleischgestalt 
Eine perfekte Verschmelzung, die weiterhin metamenschlich aussieht. Die Erinnerungen des Wirts bleiben gänzlich erhalten, genau wie auch die Kräfte des Insektengeistes. Der Geist ist zudem in der Lage, seine Aura zu maskieren, ist Immun gegen Normale Waffen und ein Dualwesen, was diese Wesen extrem gefährlich macht.[25]
Mischgestalt 
Eine groteske Mischkreatur, die Äußerlichkeiten eines Metamenschs mit denen des Insektengeists vereint. Denkbar wäre, dass ein nicht ganz verwandelter Bienengeist in einem Wirtskörper noch normale Arme und einen normalen Oberkörper besitzt. Von der Taille abwärts könnte er doch bereits Insektenbeine aus Chitin haben, oder einen Giftstachel. Oder er hat Facettenaugen bekommen. Bei dieser Mischung werden die Körperlichen Kräfte des Wirtes mitunter stark erhöht, aber der Geist erlangt nur Zugriff auf einige Bruchstücke der Erinnerungen seines Wirts; frühere Fertigkeiten, die der Wirt hatte gehen verloren. Ein solches Wesen ist Immun gegen normale Waffen, können aber keine Astralgestalt annehmen.[24]
Wahre Gestalt 
Der Wirt wurde in ein quasi perfektes und viel zu groß geratenes Insekt verwandelt. Der Geist ist auf der Astralebene präsent und kann sich wie ein normaler Geist materialisieren, die aber nicht an Schwund leidet. Dafür erlangt er aber kein Wissen von dem Wirt, den er zerstört hat. Nach einer Verdrängen kann ein solcher Geist nur durch erneute Bewohnung eines Gefäßes zurückkehren.[24]

Verwundbarkeiten

Neben der Tatsache, dass sie in materialisierter Form - wie alle Geister - physisch angegriffen werden können, sind Insektengeister generell verwundbar gegen starke Insektizide. Ebenso hat sich Feuer gegen Insektengeister in Fleischgestalt als effektiv erwiesen.

Anpassung

Es ist wenig überraschend, aber eine "Spezies" von Geistern, die in der Lage ist, sich so eng mit einem Ökosystem zu verweben, wie es die Insektengeister tun, sind in der Lage, sich anzupassen. Die genauen Umstände sind nicht geklärt, aber was man weiß, ist, dass die Insektengeister sich in den Jahren seit ihrer ersten Entdeckung tatsächlich weiterentwickelt haben und neue Unterarten ausbildeten, die genauso verblüffend an mundane Insektenarten erinnern, wenngleich auch mit einem Erwachten Haken. Bei dieser Imitation einheimischer Spezies scheint die Nachahmung dabei der besseren Integration in bestehende Ökosystem zu dienen. Dabei scheinen sie nicht länger allein in ihrem Status von Königinnen abzuhängen, sondern ökologische Funktionen zu erfüllen.[26]

Klassifikation

Bei Insektengeistern gilt eine eigene Form der Klassifikation. Während es unterschiedliche Arten gibt, existieren zeitgleich auch gewise Rollen, wie etwa Arbeiter-oder Kriegergeister, die man auch bei in normalen Insekten findet.

Arten

Die Arten selbst werden nochmal in mehrere Formen unterschieden:

Schwarm-Insektengeister

Schwarm-Insektengeister sind soziale Wesen, die eigene Staaten bilden. Sie sind sehr unterschiedlich in Fähigkeiten und Aussehen, sammeln sich aber üblicherweise und agieren gemeinsam. Ihre Ziele sind am einfachsten damit zu beschreiben, dass sie expandieren und (sofern noch nicht geschehen) die Ankunft einer Königin vorbereiten. Üblicherweise sind ihre Rollen klar definiert, was sie sehr geordnet macht. Königinnen dulden keine Rivalen, weshalb Insektenschamanen nicht selten von diesen vertrieben werden und keine weiteren Königinnen beschworen werden.[21]

Ameisen
Die Ameisen zählen zu den sozialsten Insektengeistern, die üblicherweise sehr bevölkerungsreiche und effiziente Schwärme aufstellen, wobei man sämtliche Rollen besetzt sieht. Sie sind exzellent dabei, ihre Bauten zu errichten und expandieren rapide, wodurch sie auch entsprechende Zahlen aufwarten können, wenn sie müssen. Aufgrund ihrer komplexen Bauweise verirrt man sich aber leicht in einem Ameisenbau. Wenn nötig, dann nutzen sie aber auch kleinere Gruppen, etwa um Orte auszuspähen, aber sie sind üblicherweise eher territorial im Verhalten, wo sie mit ihren Zahlen punkten können.[21]
Ende der 2070er hat man die Unterarten der Blattschneiderameisen und der Feuerameisen entdeckt. Während erstere diverse Schäden an Gebäuden und Industrieanlagen anrichten, sowie auch Teile des Urwaldes schlicht vernichten, sind Feuerameisen in der Lage, Feuer zu speien und entsprechend resistent gegen selbiges.[27]
Heuschrecken
Heuschrecken werden gern als Schwarmgeister betrachtet, auch wenn sie keine Nester bauen; stattdessen ziehen sie in ihrer Masse von Ort zu Ort und fressen alles, was in ihrem Weg zu finden ist, wodurch sie sehr zerstörerisch sind. Sie halten nur, wenn sie ihre Zahlen verstärken wollen. Üblicherweise folgen sie der Richtung einer Königin, so sie denn existiert.[21]
Eine bekannte Unterart der Heuschrecken ist die einzelgängerische Maulwurfsgrille, die tatsächlich niemals Schwärme bildet und sich unterirdisch rapide fortbewegen kann. Sie sind praktisch überall auf der Welt zu finden und leben nomadisch; würde diese Art jemals gemeinsam arbeiten, könnte sie vermutlich viele andere Insektengeisterarten ausrotten. Die andere Variante ist die Wüstenheuschrecke, die sich wenig um Form und Qualität von Wirt und Verschmelzung kümmert. Sie sucht einfach die zahlenmäßige Überlegenheit und hat auch kein Problem, Mischgestalten zu erzeugen, solange es dienlich ist.[28]
Termiten
Auch Termiten sind sehr soziale Insektengeister, die einem Kastensystem folgen, bei der die älteren Individuuen die jüngeren anleiten. Sie haben üblicherweise große, geordnete Stöcke, die überirdisch liegen, wie etwa verlassene Ghettos oder isolierte Stadtgebiete. Ihre Bauten bestehen aus einem betonartigen Material, welches aus Sand (und anderem Schüttmaterial) und ihrem Speichel erschaffen wird.[29]
Die Termiten besitzen eine Unterart, die sogenannten Erdtermiten. Sie errichten Türm, wie man sie etwa im australischen Outback. Sie sind sehr gefährlich und äußerst hinterlistig. Sie verbreiten sich nach unten und erhöhen ihre Population konstant, ohne dabei überstürzt zu handeln. Da für sie die stetige Expansion wichtig ist, haben sie wenig Bedarf an guten Verschmelzungen, sodass sie oftmals sehr groteske Zerrbilder von Obdachlosen und Tiere bilden. Aufgrund ihrer zahlenmäßigen Stärke sind die Beseitigung dieser Schwärme die wohl gefährlichste Art der Insektenbeseitigung, zumal sie viele Sackgassen und falsche Passagen errichten, um Hinterhalte zu legen.[30]
Wespen
Der Begriff "Wespengeist" wird üblicherweise für eine ganze Reihe verschiedener Arten verwendet, wie etwa Bienen, Wespen und Hornissen. Die Gesellschaften sind allesamt matriarchalisch um die Königin herum zentriert und die Individuuen sind nicht besonders intelligent, weshalb es die Königinnen umso mehr sind - und äußerst hinterlistig noch dazu. Spione, Ablenkungsmanöver, vorgetäuschte Rückzüge - das ist einer Wespenkönigin nicht fremd. Ihre Stöcke sind üblicherweise zwar kleiner als die anderer Arten, dafür aber dichter bevölkert. Oftmals errichten sie diese in großer Höhe, wie oberen Stockwerken von verlassenen Hochhäusern oder ähnlichem.[31]
Die Wespen kennen zwei Unterarten. Die Bienen sind in der Lage, manareiche Erwachte Nahrung zu produzieren, die stark an Honig erinnert. Der Sinn und Zweck dieser Nahrung ist unbekannt und bei Forschern äußerst begehrt. Diese Art zeichnet sich dadurch aus, dass sie weniger aggressiv als die meisten anderen Insektengeisterarten reagiert und mehr an ihrer Ernte interessiert sind, sodass sie auch ein seltsames Gleichgewihct mit dem Ökosysstem aufrecht erhalten. Auch bezeichnend ist ihr Hang zu sozialem Verhalten und ihrer Vorliebe für gute Verschmelzungen. Zu diesem Verhalten gehört, dass sie sogar Abgesandte schicken, die um Frieden und Schutz bitten sollen. Im Gegenzug bieten sie Honig und spirituelle Stärke an; auch Versprechen sie, nur Freiwillige für die Bewohnung auszuwählen. Ihre Außenwirkung und das Versprechen auf Harmonie und Gesundheit kann manchen alten oder kranken dazu überreden, einzuwilligen. Dafür sorgen die Bienen sowohl physisch auch finanziell durch den Verkauf ihres Honigs für deren Familien. Dabei scheinen sie im Rahmen ihrer Kooperation kleine Metamenschengruppen zu bevorzugen und Megakonzerne zu meiden. Ihre friedliche Art sollte man aber nicht unterschätzen: Wenn sie sich verteidigen müssen, tun sie das mit ungeahnter Wildheit.[30]
Die Schlupfwespen sind hingegen eine gefährliche Unterart, die andere Insektengeister jagen. Sie haben eine natürliche Kampfkraft und man betrachtet sie auch als potenzielle Verbündete gegen andere Schwärme, weshalb Ares sie Gerüchten zufolge als selbsterhaltende Armee gegen andre einsezen. Schlupfwespen sind allerdings sehr sprunghaft und individualistisch, sodass man sie nicht wirklich zähmen kann. Haben sie keinen feindlichen Schwarm in der Nähe, dann jagen sie unter anderem auch Metamenschen, um ihre Populationen zu erhalten.[32]

Solitäre Insektengeister

Solitäre Insektengeister bilden keine Staaten und haben höchsten ein paar familiäre Strukturen, die aber insgesamt eher unabhängig agieren. Manchmal beschwören Insektenschamanen Mutter-Geister, wobei eine Gruppe sogar mehrere davon haben kann, da ein Muttergeist weitere Müttergeister beschwören kann.[31]

Fliegen
Fliegen lassen sich üblicherweise in den schmutzigen Gegenden finden, die ein breites Nahrungsangebot besitzen. Dunkle, feuchte Orte, die von Krankheit und Seuchen geplagt werden sind ideal für diese Insektengeister, die selbst auch zu Überträgern von Krankheiten werden können. Sie kommen mit anderen ihrer Art von Zeit zu Zeit zusammen, um sich zu paaren oder wenn das Nahrungsangebot groß genug ist. Manchmal bilden sie sogar Nester, die für Metamenschen absolut unerträglich sind.[33]
Fliegen besitzen zwei Unterarten: Die Dasselfliege ist in der Lage, eine verzögerte Bewohnung zu nutzen, in der das Opfer langsam von innen heraus aufgezehrt wird, wobei der Prozess allgemein als sehr widerwärtig betrachtet wird, wenngleich auch keine genauen Daten vorliegen. Der Prozess selbst ist extrem schmerzhaft, ehe das Gefäß final explodiert und eine adultes Exemplar hervortritt. Zumindest die Daten darauf hin. Zu den Fliegen zählen außerdem auch die Libellen, die bevorzugt in der Nähe von Wasserflächen leben und für ihren hemmungslosen Appetit bekannt sind. Sie sind allerdings sehr territorial aggressiv, weshalb sie nicht in großen Zahlen an einem Ort vorkommen.[34]
Glühwürmchen
Glühwürmchen haben eine Besonderheit bei der Verschmelzung. Eine Larve gibt ein konstantes, aber schwaches Leuchten von sich, weshalb die Muttergeister versuchen, die Jungen zu verstecken. Ansonsten tendieren sie nicht zur Aggressivität und flüchten eher.[35]
Bei den Blendwürmchen existiert die Unterart der Blendwürmchen, deren Leuchten bedeutend grell blitzen kann und die so keine Entsprechung auf der Erde haben, weshalb sie eine etwas eigenartige Expression der Insektengeister sind.[34]
Gottesanbeterinnen
Gottesanbeterinnen stellen eine Besonderheit unter den Insektengeistern dar. Sie sind sehr groß, zweibeinig udn haben sichelförmige Klauen als Arme, sowie Mandibeln im Gesicht. Sie sind gefräßiger als die anderen Arten, aber hier zeigt sich eine große Abweichung von den anderen Sorten: Diese Geister pflanzen sich fort, indem sie andere Insektengeister "fressen" - Dabei nehmen sie "Energie" auf. Haben sie davon genug, dann können die Weibchen eine neue Gottesanbeterin in ein leeres Gefäß einpflanzen. Ihre Strukturen sind matriarchalisch. Weibchen sind Soldatinnen und Anführerinnen, die Männchen Pfleger und Arbeiter. Diese Aufteilung ist abhängig von dem Geschlecht des Wirtskörpers; sie haben weder Königinnen noch Mütter und sehr selten mal eine Nymphe, die aber besonderen Respekt entgegengebracht bekommt. Der Umstand, dass sie keine Königin oder Mutter brauchen, macht sie sehr schwer beherrschbar und bislang hat man nur Gottesanbeterinnen-Schamaninnen gesehen, aber keine Schamanen.[35]
Die Gottesanbeterinnen besitzen zwei Unterarten. Die Orchideenmantis lockt mittels Pheromone ihre Beute an und bringen Schamanen dazu, neue ihrer Art zu beschwören. Sie sind äußerst intelligent und arbeiten als Gruppe, was sie sehr tödlich macht. Die Täuschmantis hingegen infiltriert fremde Schwärme und ernährt sich von deren Mitgliedern, was sie für Ares besonders interessant macht. Erschwert wird das aber von der Übellaunigkeit von Mantiden; eine ihrer Taktiken ist es, sich verschleppen zu lassen, um dann im Herzen des Schwarms direkt die Königin zu töten und dann über den Rest herzufallen.[36]
Hundertfüßer
Diese Ende der 2070er neu entdeckte Art von Insektengeistern zeichnet sich durch langgezogene Körper aus und mit einem Dutzend bis zu hundert Beinpaaren. Sie bevorzugen Fleisch von Beute, die viel kleiner ist als sie selbst, weshalb sie Metamenschen eher in Ruhe lässt, außer der betreffende Geist ist entsprechend mächtig.[37]
Eine der Unterarten ist der Riesenläufer, ein gefährliches Raubtier, das man vor allem in Amazonien findet. Sie fügen ihren Opfern flink eine giftige Verletzung zu und ziehen sich dann zurück oder attackieren das nächste Ziel. Ist das Ziel geschwächt und windet sich unter Schmerzen, töten sie es schließlich. Auch potenzielle Opfer werden vergiftet, um sie leichter in ihren Bau zu ziehen. Eine andere Variante ist der Spinnenläufer, der anders als der Riesenläufer ein symbiotischer Insektengeist. Sie mögen furchterregend sein, aber sie bevorzugen es, gefährliches Ungeziefer zu jagen, wodurch sie als Kammerjäger der Armen agieren. Metamenschen lassen sie üblicherweise in Ruhe, wenn diese ebenfalls keine Bedrohung darstellen und sie nicht anfangen, die Ortsbevölkerung zu verschleppen; ein kluger Geist kann also durchaus auch ein Netzwerk metamenschlicher Helfer aufbauen. Das mag nicht auf Vertrauen basieren, aber immerhin wird er nicht fortgejagt.[37]
Käfer
Käfer gibt es in praktisch allen möglichen Formen, deren Merkmale und Verhaltensweisen aber ähnlich sind - auch innerhalb von Gruppen sind sie seltsamerweise von verschiedener Gestalt (wie etwa Mistkäfer, Hirschkäfer, etc.). Sie bevorzugen feuchte Umgebungen unter der Erde, um ihre Bauten zu errichten, ehe sie auf Nahrungssuche gehen. Angeführt werden sie üblicherweise von einer oder mehreren Müttern, wenn sie entsprechende Zahlen besitzen. Sie sind sehr revierorientiert und greifen ohne große Vorwarnungen an. Durch ihren Chitinpanzer sind sie besonders widerstandsfähig.[35]
Eine Unterart ist der Goliathkäfer, die schwer gepanzert sind und Orks und Trolle zur Bewohnung vorziehen, sowie auch alle anderen, körperlich widerstandsfähigen Exemplare, wie etwa Paracritter, wobei sie hier keinerlei Probleme haben. Aufgrund des Umstandes, dass sie viel Eiweiß brauchen und daher wegen Fleisch auf die Jagd gehen und ihre Aggressivität ein Entdecken des Schwarms deutlich vereinfacht. Aufgrund ihres Wählerischen Jagdtriebs für neue Wirtskörper schaffen sie sogar neue Gefäße von sehr weit her heran.[38]
Die andere Unterart ist der Wasserkäfer, der überall auf der Welt zu finden ist. Sie bauen ihre Nester unter Wasser, weshalb sie gerne Aquakologien zum Ziel haben, wo sie sich tief gelegen einnisten. Sie scheinen meist eher als Müllschlucker zu agieren, aber am Ende fressen sie alles, was sich in ihre Nähe begibt. Sie waren auch dafür verantwortlich, dass Proteus eine Aquakologie vor Australien sprengte, weil sich dort Wasserkäfer eingenistet hatten.[39]
Moskitos
Moskitos ernähren sich von der Lebenskraft anderer Wesen. Sie sind kleine, haarige Fluginsektenge mit einem großen Rüssel; Üblicherweise greifen aber nur die Weibchen an, um Blut zu saugen. Das scheint notwendig, um sich fortzupflanzen, während die Männchen die Umgebung ausspähen und die Weibchen verteidigen. Manche von ihnen können auch Krankheiten übertragen.[35]
Eine besondere Unterart der Moskitos ist der Vampirmoskito. Sie sind besonders gefräßige Jäger, die überraschenderweise an Essenzverlust leiden, auch wenn sie nicht mit MMVV zu tun haben und daher mehr fressen als alle anderen Insektengeister. Auch bevorzugen sie es, Infizierte zu bewohnen.[39]
Die andere Unterart sind die Zecken, bzw. Flöhe. Sie sind metamenschengroß, was das Verstecken erschwert und sie bevorzugen es, überfallmäßig über ein Opfer herzufallen, ihnen Blut abzusaugen und dann zu verschwinden. Üblicherweise werden sie gejagt, indem man nach Seuchenmustern zusammen mit ausgesaugten Opfern sucht.[40]
Motten
Eine jüngst entdeckte Art sind die Motten. Sie leben einzelgängerisch und werden überraschend oft von anderen Insektengeistern gejagt, auch wenn man nicht weiß, wieso. Man geht davon aus, dass sie für andere Geister besonders nährstoffreich sind, doch welchen Effekt das hat, ist unbekannt.[41]
Schreckensmotten sind eine Unterart, die sehr verstohlen ihre potenziellen Gefäße verlauern. Ob dies für die hohe Zahl sehr guter Verschmelzungen führt, ist schwer zu sagen; aber es half auf jeden Fall dabei, dass man bis heute praktisch nichts über sie weiß. Eine andere Unterart sind die Totenkopfschwärmer, die in der Lage sind, ihre astrale Signatur so zu manipulieren, dass man sie für andere Insektengeisterarten halten würde. So können sie die Bauten anderer infiltrieren und deren Ressourcen stehlen. Sie sind quasi die perfekten Serienmörder unter den Insektengeister und machen alle anderen Geisterarten sehr nervös.[41]
Schaben
Diese Allesfresser bevorzugen üblicherweise Aas und bilden Familienbünde, die sich um eine Mutter oder einen Schamanen zentrieren. Auch bauen sie kleinere Nester, in denen eine oder mehrere Familien wohnen. Sie sind sehr widerstandsfähig und ertragen auch extreme Temperaturen, Strahlung und Nahrungsmangel und können sogar Winterschlaf halten.[42]
Die Schaben kennen zwei Unterarten. Die Höhlenschaben die bevorzugt in natürlichen Höhlen leben, fernab der Zivilisation.[41]
Auf der anderen Seite existieren die Silberfische, die ausschließlich nachtaktiv sind und feuchte Wohngebiete bevorzugen. Für ihre Nahrung benötigen sie extrem viel Zucker, weshalb sie unter anderem Aztechnology und deren Nahrungsmittelproduktion ein Dorn im Auge sind.[43]
Urspinnen
Urspinnen sind eine in jüngerer Zeit entdeckte Art von Insektengeistern, die manchmal fälschlicherweise mit dem Schutzgeist Spinne asoziiert werden. Sie sind manipulative Einzelgänger, die höchst verschlossen sind. Die Verbindung zum Schutzgeist Spinne ist fraglich, zumal diese Täuschung passend wäre, um andere in die Irre zu führen.[44]
Es gibt zwei Unterarten der Urspinnen. Die Falltürspinnen sind hervorragend in der Tarnung und können praktisch überall - mit Ausnahme von Umgebungen mit großer Kälte - vorkommen. Sie errichten einen Unterschlupf, wo sie leben und einen Hinterhalt legen können. Sie sind relativ groß und können daher sogar Trolle (wenn sie mutig sind) bejagen. Sie brauchen nicht allzuviel Nahrung, weshalb sie manchmal in Slums leben, wo sie hin und wieder jemanden einfangen.[45]
Die andere Variante ist die Schwarze Witwe. Üblicherweise wollen sie in Frieden gelassen werden, denn sie jagen nur, um Nahrung zu finden und töten nicht wahllos alles in der Umgebung, anders, als es ihr Stereotyp behauptet. Konflikte meiden sie und sie stellen sich sogar tot, wenn sie einen Eindringling so zum Weggehen bewegen können.[46]
Zikaden
Zikaden erinnern an Heuschrecken und haben große, hervortretende Augen. Sie reisen sehr viel udn bewegen sich bei der Suche nach Nahrung in kleineren Gruppen, wobei sie Pflanzen und andere Biomasse bnevorzugen. Am besten erkennt man sie an den Lärm, den sie erzeugen und eine einzelne Zikade kann schon mal 100 Dezibel an Lärm veranstalten und als Waffe einsetzen.[42]
Zikaden kennen eine Unterart. Die Jahrhundertzikaden sind einelgänger, die individuell zwar nicht sehr aggressiv sind, aber sich zu einem Problem entwickeln, wenn sie ungehindert wachsen könnnen. Eine Königin legt Eier in Gefäe und befiehlt diesen dann, versteckt zu schlafen. Es ist unbekannt, wie viele es wirklich geht, aber eine Königin kann mit der Zeit eine größere Streitmacht ansammeln. Sollte sie dann den Befehl zum Erwachen geben, könnte sie vermutlich immense Kräfte mobilisieren. Das ist auch ein Grund, warum die Megakonzerne daran forschen, die Zahlen genau zu erfassen, da ein solcher Schwarm vermutlich das Zerstörungspotenzial einer Massenvernichtungswaffe besäße. Ares setzte zum Eindämmen unter anderem einen Thorhammer ein, um das Schwärmen zu verhindern.[47]

Rollen

Auch wenn sich die Gesellschaftsstrukturen der Insektengeister unterscheiden, so gibt es einige Sorten, vergleichbar mit Archetypen, die sich speziesübergreifend bei den Geistern finden lassen.[42]

Arbeiter
Arbeiter sind von allen Sorten am weitesten verbreitet. Als Rückgrat des Schwarms agieren sie als Bauarbeiter und sammeln Ressourcen.[42]
Nymphen
Die Nymphen sind junge Königinnen oder Mütter, aber unreif und kleiner als ihre adulten Gegenparts. Auch sind ihre Fähigkeiten nicht so ausgeprägt, weshalb sie eher unterstützend agieren. Schamanen bevorzugen für die Beschwörung von Nymphen üblicherweise weibliche Körper, weil die Resultate besser sind.[42]
Pfleger
Pflegergeister sorgen für andere Individuuen im Schwarm Sie errichten oftmals Barrieren, um den Schwarm zu schützen. Sie kommen selten auch in solitären Arten vor.[48]
Soldaten
Die Soldaten sind neben den Königinnnen wohl die gefährlichsten Insektengeister, die wahlweise als einzelne Raubtiere jagen oder sehr gut koordiniert gemeinsam mit anderen gegen Eindringlinge und Fressfeinde vorgehen.[49]
Späher
Späher tun das, was ihr Name verrät: Sie überprüfen die Umgebung, halten Ausschau nach Nahrung und Gefahren und sind üblicherweise die ersten Geister, die beschworen werden, um die Ankunft weiterer Geister vorzubereiten.[49]
Königinnen, bzw. Mütter
Königinnen und Mütter bilden üblicherweise das Zentrum von Gruppen oder Schwärmen. Durch ihre Fähigkeit, per Astralem Tor weitere ihrer Art zu rufen, machen sie den Gebrauch von Insektenschamanen überflüssig.[22]

Ziele

Es ist schwer zu sagen, was die Insektengeister antreibt oder ob die Expansion, die sie betreiben, schon ihr eigentliches Ziel ist. Es lässt sich aber sagen, dass die Invae auch schon andere Metaebenen aufsuchten, wie etwa Metabeles, welches von Spinnentier-artigen Geistern bewohnt wird und das sich erfolgreich einer Invasion erwehren konnte.[50] In jedem Falle versuchen sie, bestehende Ökosysteme zu unterwandern und die vorherrschende Spezies dann zu ersetzen.[51]

Taktik

Um genügend Nachschub an Wirtskörpern zu finden, und unbemerkt unter Menschen und Metamenschen agieren zu können, haben Insektengeister eine ganze Reihe von Organisationen meist religiöser, scheinbar wohltätiger oder sozialer Natur infiltriert, und als Tarnung und Fassade benutzt. Beispiele hierfür sind die Universelle Bruderschaft in Nordamerika und Europa, Mun-Sekte in Korea oder die Kommunistische Partei Malaysias - aber auch das italienische Mafiasyndikat der N'drangheta.[52]

Herkunft

Die Insektengeister stammen von einer Metaebene, die man Vhortas nennt, oder auch "Der Stock", eine kränklich gelbe Kugel, dicht bevölkert von unzähligen dieser Geister. Ein konstanter Kampf um Vorherrschaft, Platz und Nahrung herrscht hier und Zeit zum Trauern um die Gefallenen bleibt nicht. Es scheint aber auch, dass sie nicht ursprünglich von hier stammen, sondern aus einer mittlerweile toten Umgebung, verzehrt von ihren gemeinsamen Vorfahren.[53]

Konkurrenz

Es scheint, dass einige Insektengeister, obwohl nach eigener Aussage vom Feind nicht direkt bedroht, sein verfrühtes Kommen verhindern wollten. Ihre Motive dafür bleiben unklar.[54]

Untereinander scheint man immerhin sich aus dem Weg zu gehne und sich nicht weiter zu bekämpfen, sofern es nicht um Gebietsansprüche geht. Es ist eher ungewöhnlich, aber durchaus möglich, dass auch unterschiedliche Insektengeister-Arten miteinander kooperieren.[51]

Öffentliche Wahrnehmung

Dank den Vorfällen in Chicago (das seit diesen Vorfällen nur noch Bug-City genannt wird) sind Insektenschamanen überall sehr verhasst und werden – ähnlich den toxischen Schamanen – gejagt, sobald man sie irgendwo entdeckt.

Besonders Schamanen, die dem Totem "Spinne" folgen, sind dafür bekannt, geradezu zwanghaft aktiv Jagd auf Insektengeister zu machen, um den Anforderungen ihres Schutzgeistes gerecht zu werden. Die Seattler Gang der «Spiders» stellt dafür ein gutes Beispiel dar, auch wenn manche das Spinnentotem für nicht viel besser halten, als die Insektentotems.[55]

Siehe Auch


Endnoten

Quellenangabe

  1. Earthdawn: Earthdawn S. 22
  2. Neo-Anarchistische Enzyklopädie S.87
  3. Neo-Anarchistische Enzyklopädie S.20
  4. Almanach der Sechsten Welt S.66
  5. a b c Almanach der Sechsten Welt S.82
  6. Verschwörungstheorien S.33
  7. Almanach der Sechsten Welt S.87
  8. Neo-Anarchistische Enzyklopädie S.88
  9. Im Herz der Dunkelheit S.187
  10. a b c Sturmfront S.24
  11. a b c Verschwörungstheorien S.34
  12. Verschwörungstheorien S.35
  13. a b c Sturmfront S.25
  14. Megakons 2078 S.47-48
  15. Mit Tricks und Finesse S.18-24
  16. Im Herz der Dunkelheit S.18-20
  17. Im Herz der Dunkelheit S.188
  18. Toxische Wege S.17
  19. a b Straßengrimoire S.98
  20. a b c d Straßengrimoire S.99
  21. a b c d e f Straßengrimoire S.100
  22. a b Straßengrimoire S.105
  23. Straßengrimoire S.98-99
  24. a b c Straßengrimoire S.226
  25. Straßengrimoire S.226-227
  26. Im Herz der Dunkelheit S.20-21
  27. Im Herz der Dunkelheit S.21
  28. Im Herz der Dunkelheit S.24-25
  29. Straßengrimoire S.100-101
  30. a b Im Herz der Dunkelheit S.28
  31. a b Straßengrimoire S.101
  32. Im Herz der Dunkelheit S.29
  33. Straßengrimoire S.101-102
  34. a b Im Herz der Dunkelheit S.22
  35. a b c d Straßengrimoire S.102
  36. Im Herz der Dunkelheit S.23-24
  37. a b Im Herz der Dunkelheit S.25
  38. Im Herz der Dunkelheit S.25-26
  39. a b Im Herz der Dunkelheit S.26
  40. Im Herz der Dunkelheit S.26-27
  41. a b c Im Herz der Dunkelheit S.27
  42. a b c d e Straßengrimoire S.103
  43. Im Herz der Dunkelheit S.27-28
  44. Im Herz der Dunkelheit S.29-30
  45. Im Herz der Dunkelheit S.30
  46. Im Herz der Dunkelheit S.30-31
  47. Im Herz der Dunkelheit S.31
  48. Straßengrimoire S.103-104
  49. a b Straßengrimoire S.104
  50. Schattenhandbuch 2 S.141
  51. a b Straßenmagie S.146
  52. Shadowrun - Die 6. Welt S. 217
  53. Schattenhandbuch 2 S.140
  54. Roman: House of the Sun S. 225-227
  55. Shadowrun Kompendium 3.01D S. 126-127

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