Datenbuchse

Aus Shadowhelix
Wechseln zu: Navigation, Suche
Datenbuchse
Typ: Cyberware / Headware
Verfügbar seit: mind. 2030[1]
Preisniveau: ca. 1000¥[2]
Legalität: Legal[2]
Eingriffsintensität: Gering[2]

Eine Datenbuchse (engl. Datajack) ermöglicht – im Gegensatz zur Chipbuchse – eine direkte, neuronale Verbindung zwischen dem Gehirn der Person, die das Implantat trägt und verschiedensten Geräten und Augmentierungen, sowohl Input als auch Output.[3] Diese Augmentierung war schon in den 2050ern alltäglich[4] und ist in den 2070ern nicht mehr der Rede wert, weil sie derart weit verbreitet ist.[5]

Seit dem Crash von 2064 und der Verbreitung der WiFi-Matrix[6] wird die einst den cyber-bewussten User definierende[7] klassische Datenbuchse zunehmend von integrierten Sim-Modulen oder vollständig implantierten Kommlinks verdrängt.[8] Trotzdem stellen Datenbuchsen noch immer die günstigste und am wenigsten invasive Methode für ein Direktes Neurales Interface dar.[9]

Nutzung

Die Datenbuchse erlaubt die Kopplung des Gehirns mit Cyberdecks, Fernsteuerdecks und Fahrzeugen[10] mit Datenbuchseninterface, oder jedes anderen Geräts mit DNI-Adapter.[11] Decker stöpseln sich über Datenbuchsen in Cyberdecks ein, um durch die ASIST-Technologie in die Virtuelle Realität der Matrix eintauchen zu können,[12] und Rigger verbinden ihr Gehirn (und die im Schädel implantierte Riggerkontrolle) mit einem Fahrzeug oder Fernsteuerdeck, um Fahrzeuge oder Drohnen mit neuralen Impulsen zu steuern. [13]

Desweiteren lassen sich über eine Datenbuchse Daten und Wissenssoft mittels Datenkabel oder von Datenchips ins Headware Memory laden beziehungsweise von dort herunterladen oder mittels Displayverbindung ausgeben.[14]

Neben der Verbindung mit einem Dreamdeck[15] kann man moderne Direct Input SimSinn- und BTL-Chips[16] auch direkt in die Datenbuchse (oder Chipbuchse) einführen, um direkt in den vollen Genuss von SimSinn oder BTLs zu kommen.[17]

Außerdem kann man durch eine Datenbuchse auch eine Verbindung zu einem implantierten Kommlink oder implantiertem Funkgerät herstellen, und so per Text oder künstlich erzeugter Stimme auch in lauten Umgebungen (oder nahezu geräuschlos) mit anderen zu kommunizieren - etwas, was fast jeder Bewohner der Sechsten Welt in Anspruch nimmt.[18]

Und schließlich können sich zwei Träger von Datenbuchsen auch über Kabel und die Buchsen direkt miteinander verbinden, und so maximal sicher miteinander kommunizieren.[19]

Typen

Datenbuchsen verwenden universelle Buchsenformate, damit eine Buchse mit möglichst vielen Geräten kompatibel ist.[20] Zwar ändern sich diese Formate über Zeit etwas, aber da niemand sich jedes Jahr Hirnchirurgie unterziehen will, gibt es hier eine gewisse Legacy, und zumindest Adapter sind auch noch für alte Buchsentypen vorhanden, die grundlegend Konnektivität herstellen können, auch wenn es vielleicht an der Übertragungsgeschwindigkeit hapern kann.[21]

In den 2050ern war der F-Din-Port der Goldstandard der Datenbuchsen.[22] Kurz für Fuchi-Din-Port, zeugt er die Dominanz des gefallenen japanischen Techriesen auf dem Cyberwaremarkt der damaligen Zeit. In den 2060ern löste der FUP, kurz für Fuchi Universal Port, den F-Din-Standard ab, der bis heute gilt.[20] In den späten 2070ern ist mit UDC (für Universal Data Connector) ein neues Datenbuchsen-Format aufgekommen.[23]

Abgesehen von normalen Datenbuchsen, die gewöhnlich sichtbar an den Schläfen oder hinter den Ohren implantiert werden, oder an exotischeren Orten wie entlang der Wirbelsäule[24] oder an den Armen gibt es auch Induktions-Datenbuchsen, die sich unter der Haut befinden. Bei diesnen die Verbindung mittels eines Induktionspads, eines magnetischen Induktionsadapters, hergestellt, das wie ein Pflaster an der richtigen Position auf die Haut gepappt wird und per Datenkabel zu der externen Hardware führt. Um solche Datenbuchsen benutzen zu können wird ein magnetischer Induktionsadapter am Datenkabel befestigt.[25]

Eine weitere exotischere Form der Datenbuchse ist die Augendatenbuchse, die in einem Cyberauge untergebracht ist. Hierbei ist die Datenbuchse in einem Cberauge untergrbracht, und der Port öffnet sich bei leichtem Druck auf das betreffende Cyberauge. Inaktiv ist diese Form der Datenbuchse praktisch unsichtbar.[26]

Jackstopper

Diese Dummy-Einstecker für Datenbuchsen (und Chipbuchsen sind passend für verschiedene Datenbuchsenformate zu haben und geben, sobald sie eingesteckt sind, ein Epoxydharz ab, das die Buchse mit dem Stecker verklebt und so versiegelt. Polizeikräfte nutzen Jackstopper gerne bei Gefangenen Augmentierten und BTL-Süchtigen. Zwar sind Resin-Lösemittel, die die Datenbuchse reinigen können, schon für 10¥ im StufferShack zu bekommen, aber das Entfernen sollte aufgrund der recht delikaten Natur der Datenbuchsenkontakte doch eher einem Cybertechniker überlassen bleiben.[27]

Modelle

Datenbuchsenmodelle gibt es in allen Qualitätsstufen, Formen und Farben. Eine kleine Auswahl:

Ares Model 3 Datenbuchse
Eine Standardcyberware-Datenbuchse. [28]
Fuchi DATA JACK
Das Original, das auch gleich den Namen Datajack für die ganze Produktategorie geprägt hat.[29]
Horizon Access
Eine Datenbuchse in Standardqualität. Verwendet in Horizons Experience!-Cybersuite.[30]
Mitsuhama DNI-Basic 
Eine einfache Datenbuchse, kostet inklusive Einbau in einem legalen Bodyshop in der Dortmunder Innenstadt 2077 immer noch 989 Euro [31]
Mitsuhama X90-Europe 
Eine gute Datenbuchse von Mitsuhama von 2077.[32]
Multi Electronics Modell 0023
Ein extrem billiges Omegawaremodell.[33]
Novatech GatOR
Eine Datenbuchse in Standardqualität. Wird in der 2071er Auflage von Saeder-Krups Cyberlogiker-Cybersuite verwendte.[34]
Renraku Model 45 V1.2
Eine Datenbuchse in Alphaqualität.[35]
Renraku PureFlow™
Renrakus Topmodell in Betaqualität.[36]
Saeder-Krupp Eilbote
Eine Datenbuchse in Alphaqualität. Verwendet in der 2075er Auflage von Saeder-Krupps yberlogiker-Cybersuite.[30]
Shiawase Babylon
Ein einfaches Datenbuchsenmodell. Verwendet in shiawases Executive Suite-Cybersuite. [34]
Shiawase Dentatus
Ein einfache Datenbuchsenmodell. Verwendet in Shiawases Kacho-Cybersuite.[30]

Datenbuchsen und Erwachte

Dass zur Teilhabe an der Matrix keine Datenbuchse mehr vonnöten ist,[9] ist eine große Erleichterung für alle, die sich um ihre Essenz sorgen, insbesondere Erwachte und Adepten,[37] und ebenso für Technomancer, deren System im Gegensatz zu Otaku sehr sensibel auf Augmentierungen reagiert.[38]

Datenbuchsen und Nichtmetamenschen

Versuche, Datenbuchsen für nicht-metamenschliche Spezies zu entwickeln, wie sie etwa von Transys-Neuronet betrieben wurden, und für deren Erfolg die Draco Foundation eine hohe Belohnung ausgelobt hat, waren bislang leider nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Eine Ausnahme war hier der westliche Drache Eliohann, dem Emerging Futures, eine Tochterfirma von Ares, eine Datenbuchse einpflanzte. Er soll jedoch durch den Eingriff und sein erstes Eintauchen in die Matrix dauernden psychischen Schaden davongetragen haben.[39] Zudem verstarb er im Folge des Zweiten Crashs[40], auch wenn möglicherweise sein eGhost überlebte[41].

Andere nicht-metamenschliche Sapiente, wie die Naga Prateado ("Silberschuppe" in amazonischem Portugiesisch), haben relativ problemlos eine Datenbuchse angenommen und können damit auch umgehen; Prateado gilt als begabter Decker.[42] Weniger Glück hatte die vor dem Crash mit einer Datenbuchse ausgestattete Pixie Grace, die vom Zweiten Crash in der Matrix überrascht wurde und seitdem in Portland im Koma liegt.[43]


Endnoten

Quellenangabe

Index

Quellenbücher

Deutsch Englisch

Romane

Deutsch Englisch

Siehe auch

Weblinks