Kenneth Brackhaven

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Kenneth Brackhaven
* 2011

Kenneth Brackhaven.jpg

© Pegasus
Alter 69
Geschlecht männlich
Metatyp Mensch
Staats-
angehörigkeit
UCAS

Kenneth Brackhaven ist Gouverneur des Seattle Metroplex. Der wohlhabende Geschäftsmann aus Seattle wurde als Spitzenkandidat der Erzkonservativen Partei bei der UCAS-Präsidentschaftswahl von 2057 Zweiter nach Dunkelzahn. Brackhaven gehört das Investmentunternehmen Brackhaven Investments. Seine Familie hat bekanntermaßen enge Kontakte zum Humanis-Policlub, die aber auch Brackhaven weiter pflegt.

Biographie

Kenneth Brackhaven wuchs als SINloses Waisenkind auf, seine wirkliche Herkunft ist daher nicht bekannt. Im Alter von etwa 12 Jahren wurde er ausgewählt um den Sohn des Seattler Geschäftsmanns Charles Brackhaven zu ersetzen. Der echte Kenneth Brackhaven war zum Ork goblinisiert und sein rassistischer Vater ließ ihn umbringen, um einen Schaden für sein Image abzuwenden. Das Waisenkind Kenneth wurde chirurgisch verändert, um dem Aussehen von Charles' Sohn (vor dessen Umwandlung) angepasst zu werden. Er wurde auch psychologisch konditioniert, um den Ansprüchen seines Adoptivvaters zu genügen. Durch den Einfluss von Charles und dessen Bruder Karl, Präsident des Seattler Humanis-Policlub, entwickelte der Junge einen starken anti-metamenschlichen Rassismus.

Kenneth erwarb seinen Bachelor in Marketing an der Pacific State University, machte den MBA an der Harvard Bussiness School und erbte 2044 nach dem Tod seines Adoptivvaters das damalige Familienunternehmen Brackhaven Investments, und führte dieses zum wirtschaftlichen Erfolg. In den 2040ern war er mit seiner Citizen Coalition for Security (CCFS) lokalpolitisch in Seattle aktiv.

UCAS-Präsidentschaftswahl 2057

2057 wurde Kenneth Brackhaven als Kandidat der Erzkonservativen Partei zur Wahl um das Präsidentenamt der UCAS stellte. Sein Kandidat für die Vizepräsidentschaft war William T. Ager, hochrangiger Exec bei Fuchi Americas und wie Brackhaven Humanis-Sympathisant.

Kenneth Brackhaven sprach sich im Wahlkampf immer wieder vehement gegen Dunkelzahn und seine Mannschaft aus. Dabei spielte er geschickt mit der Angst der Wähler vor den ungeahnten Ausmaßen, die die Präsidentschaft eines eindeutig nicht-menschlichen Kandidaten bedeuten würde. Brackhaven nutzte jede Gelegenheit, um sich über Dunkelzahns Visionen eines "Goldenen Zeitalters" lustig zu machen und ihnen eine "gehörige Dosis Realität" zu verpassen. Angst vor dem Unbekannten war und ist Brackhavens stärkste Waffe. Geschickt fragte er die Wählerschaft, was wir wirklich über die Erwachten wissen, und wo sie uns hinführen werden. "Vielleicht direkt in die Apokalypse?" Daher spricht er sich für eine zeitlich begrenzte Apartheid aus, um die Meta-Menschheit besser erforschen zu können und Gefahren von der "normalen" Bevölkerung abzuwenden. Schließlich betonte Brackhaven auch immer wieder die "Glorreichen Zeiten", die die alten United States mal hatten, als sie noch die einzige Supermacht waren. Zu diesen alten Zeiten wollte er zurückkehren und unter seiner Präsidentschaft nicht nur den California Free State wieder in die UCAS eingliedern, sonder auch die anderen Staaten auf dem Territorium der alten USA.

Als während der Wahl herauskam, dass die Hintergründe seiner Herkunft ans Licht kamen, gelang es ihm mittels einer emotionalen, öffentlichen Stellungnahme den Imageschaden, den diese Enthüllung verursachte, komplett wett zu machen, und erneut in der Wählergunst zu steigen.

Am Ende reichte es aber nicht und Brackhaven unterlag bei der Wahl im August 2057 Dunkelzahn mit einem Unterschied von nur 6% der Stimmen. In den folgenden Jahren beschränkte er sich auf Seattle, arbeitete hinter den Kulissen und untertütze lokale Kandidaten, sowie die fehlgeschlagene Präsidentschaftskandidatur von Gouverneur Lindstrom 2064. Im Jahre 2069 trat er in die Republikanische Partei ein, und nahm dabei eine Menge potentieller Wählerstimmen von den Erzkonservativen mit.

Gouverneurswahl Seattle 2070

Bei der Gouverneurswahl 2070 in Seattle trat Kenneth Brackhaven als Kandidat der Republikanischen Partei gegen den Amtsinhaber Julius Strouthers an, und ist neben Josephine Dzhugashvili dessen einziger ernstzunehmender Gegenkandidat. - Aus naheliegenden Gründen ist er sowohl bei metamenschlichen Wählern als auch in den Schatten der unpopulärste Kandidat. Interessanter Weise glaubte die Mafia-Familie der Gianellis allerdings, dass er von allen potentiellen Gouverneuren für ihre Interessen am nützlichsten wäre, und versuchten deswegen schmutzige Informationen über seine Konkurrentin Dughashvili ihm respektive dem Humanis-Policlub als Wahlkampfmunition zuzuspielen. Da er Ellen Danquist - die erklärte Wunschkandidatin der amtierenden UCAS-Präsidentin Angela Colloton - in den Vorwahlen um das Gouverneursamt aus dem Rennen warf, steht ihm diese trotz seines erklärt konservativen Wahlprogramms und seiner klaren pro-UCAS-Position auch nicht eben positiv gegenüber. Dennoch gewann er - nach Dzhugashvilis überraschendem Rückzug - die Wahl gegen Strouthers. In der Folge lehnte er - wenig überraschend - öffentlich jegliche Bürgerrechte für die Digitalen Intelligenzen - oder KIs der zweiten Generation - ab, und war einer der schärfsten Befürworter einer Registrierungs- und Meldepflicht für Technomancer.

Gouverneur von Seattle

1. Amtszeit

Als Gouverneur hatte er bei der Durchsetzung seiner Law-and-Order-Agenda angesichts eines ausgewachsenen Unterweltkrieges, der an jenen von 2058 erinnert, sowie der ausufernden Gang-Gewalt auf den Straßen in Folge des Booms der neuen Droge Tempo keinesfalls den versprochenen Erfolg.[1] Die Tempo-Abhängigkeit seiner Nichte Tiffany Brackhaven verhalf ihm zusätzlich zu negativer Publicity.

Ende 2071 / Anfang 2072 traf er nach dem Desaster des Tempo-Drogenkrieges dann die - für viele überraschende - Entscheidung, den langjährigen Vertragsinhabern Lone Star Security Services, Inc. den Polizeikontrakt für Seattle zu entziehen, und statt dessen Ares-Konzerntochter Knight Errant mit den Polizeiaufgaben im Plex zu betrauen. Gleichzeitig bemüht er sich, in der Stadt ein "investitions- und wirtschaftsfreundliches politisches Klima" zu schaffen, um die wirtschaftlichen Probleme des Seattle Metroplex in den Griff zu bekommen.

Brackhaven war natürlich auch ein vehementer Gegner der angestrebten Anerkennung des Ork-Untergrunds als offizieller und vollwertiger Stadtteil Seattles, wie sie mit Proposition 23 zur öffentlichen Abstimmung stand. Dabei übersahen er und seine Anhänger allerdings, dass es die massive Erhöhung des politischen Drucks auf den Ork-Untergrund durch die Brackhaven-Administration und die Ankündigung des Gouverneurs, eine Lösung für die unklare rechtliche Situation finden und das weitere, unkontrollierte Wachstum des Ork-Untergrunds beschränken zu wollen, zu den entscheidenden Auslöser für die Bewegung gehörten, die letztlich P23 initiiert hat.

Allerdings hat Brackhaven, der sich 2074 gerade um seine Wiederwahl bemühte, im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung öffentlich zugesichert, das Ergebnis von P23 anzuerkennen und den Frieden in Seattle zu wahren, unabhängig davon, wie die Abstimmung ausgehen wird. - Tatsächlich hatte die Volksabstimmung gegen alle Widerstände Erfolg, und der Ork-Untergrund wurde somit ein offizieller Bezirk Seattles. Auf der anderen Seite schaffte es Brackhaven allerdings auch, als Gouverneur wiedergewählt zu werden. - Anschließend kamen jedoch zahlreiche Indizien ans Tageslicht, die die Brackhaven-Administration und Brackhaven selbst als Mitwisser oder sogar Drahtzieher mit einer Terrorkampagne gegen den Ork-Untergrund im Vorfeld der Abstimmung in Verbindung brachten. Das FBI ermittelte gegen den Gouverneur, und Brackhavens Stuhl wackelte. Ein hartnäckiges Gerücht will außerdem wissen, Brackhaven habe sich irgendwann mit KFS infiziert, und sei womöglich ein Fragmentierter.

2. Amtszeit

Anfang 2079 war er als Gouverneur immer noch im Amt, und hatte es bislang geschafft, die Ermittlungen der UCAS-Bundesbehörden gegen seine Person und seine Führungsmannschaft auszusitzen, wobei die Mehrzahl der in Seattle präsenten Konzerne mittlerweile deutlich auf Abstand zu ihm gingen, oder es - wie Ares und Renraku - sogar öffentlich ablehnten, ihm ihr Vertrauen auszusprechen. [2] - Eine erneute Bestätigung im Amt als Gouverneur erscheint dementsprechend mehr als unwahrscheinlich, und er konnte nur noch hoffen, sich bis zur Wahl im Amt zu halten. In der Folge förderte er die Sache der Zwerge, die Ansprüche auf die Rückgabe von Immobilien im Ork-Untergrund erhoben, aus dem sie seinerzeit vertrieben worden waren, und die entsprechende (fragwürdige) Besitztitel vorzuweisen hatten. Obwohl er mit dieser Parteinahme offenkundig darauf abzielte, die Rassenspannungen im Untergrund zu verschärfen, ließ sich die Steinmetz-Gilde, eine einflussreiche, zwergische Lobbyorganisation in Seattle, auf dieses ebenso schmutzige wie durchsichtige politische Spiel ein. Als Enthüllungen darüber herauskamen, wie weit er bereit gewesen war, zu gehen, um den Ork-Untergrund zu begraben, verlor er auch noch seine letzten Unterstützer. Als er sich mit der großen Zahl von Anklagen konfrontiert sah, die die Bezirksstaatsanwältin Dana Oaks gegen ihn vorbrachte, war er - ohne Konzernunterstützung - letztlich nicht nur gezwungen, vorzeitig zurückzutreten [3], sondern verkaufte all seine Besitzungen und Immobilien in Seattle bis auf eine, und machte sein Vermögen flüssig, um den Metroplex fluchtartig, und praktisch bei Nacht und Nebel zu verlassen [4]. Der politische Scherbenhaufen, den er hinterließ, machte es in der Folge unumgänglich, dass im weiteren Verlauf des Jahres 2079 vorgezogene Neuwahlen angesetzt wurden.

Flucht in die Karibik

Ungeachtet dessen, dass sein Rückzug eine Flucht war, reiste er mit großem Gefolge, und einer großen Anzahl an Sicherheitsleuten. Er machte unterwegs in Chicago, Washington F.D.C., Manhattan, Atlanta und Miami Station, um von dort mit seiner Yacht vom Typ Blohm & Voss Neo 111 in See zu stechen. Sein Ziel war seine Privatinsel in der karibischen Liga, Acklins Island, wo er sich in seinem festungsartig gesicherten Anwesen verkrochen hat. Seither nutzt der Gouverneur im Ruhestand sein enormes, und immer weiter wachsenden Privatvermögen um Metamenschen weltweit das Leben schwer zu machen, ohne sich weiter um seinen Ruf oder politische Realitäten und Konsequenzen Gedanken machen zu müssen. Zudem hat er sich einen eigenen, geo-stationären Satelliten gekauft, mit dem er auch von dort aus, und von Bord seines Schiffes jederzeit Zugang zur globalen Matrix hat, über die er seine Attacken gegen Metamenschen und deren Unterstützer einschließlich des Orkdeckers Bull und seiner Nemesis Dana Oaks wie auch etlicher Prinzen von Tír Tairngire orchestriert. Dabei bedient er sich neben Runnern und dem Humanis Policlub zunehmend auch des Flammenschwerts, des bewaffneten, paramilitärischen Arms der Human Nation [4].

Persönlichkeit

Kenneth Brackhaven ist ein bekannter Geschäftsmann aus Seattle, der mit seiner Firma Brackhaven Investments Beteiligungen an vielen (Mega-)Konzernen hält. Sein Leben ist eine einzige Millionen-Nuyen-Erfolgsstory - ein Mann, der alle Gelegenheiten ergriff, die ihm das Leben bot, und der daraus Geld gemacht hat. Trotz allem ist er der Prototyp des traditionellen Konservativismus: zugleich erfolgreicher Geschäftsmann, geliebter Sohn und ein verantwortungsbewusstes Mitglied der Gemeinschaft. Seine Wahlbotschaft war - und ist - daher die Rückkehr zu den traditionellen Werten des gesunden Menschenverstandes und dem guten alten amerikanischen Pioniergeist.

Brackhaven wird allerdings immer wieder mit dem Humanis-Policlub in Verbindung gebracht. Zwar versucht er sich davon zu distanzieren, aber nur mit mäßigem Erfolg, denn die Regionalleiter von Humanis bezeichnen ihn immer öfter als "ihren" Kandidaten.

Beziehungen

Kenneth' 2065 verstorbener Onkel Karl Brackhaven war lange Jahre der Vorsitzende des Humanis-Policlubs. Dessen Nichte, die rebellische Tiffany Brackhaven, unterhält eine langjährige Beziehung zu dem Goblin-Rockstar CrimeTime, und ließ sich 2063 sogar Hauerimplantate einsetzen, um Or'zet sprechen zu können. Naturgemäß war das nicht nur für den alten Karl ein Schock, sondern die junge Frau ist als einzige, lebende Brackhaven neben ihm auch in den Augen von Kenneth Brackhaven ein Schandfleck - obwohl er dies aus politischen Gründen selbstverständlich so nie öffentlich aussprechen würde.

Er selbst ist Witwer und hat keine Kinder.


Endnoten

Quellenangabe

  1. Tempo-Shadowtalk-Transcript
  2. Harte Ziele S. 4
  3. Shadowrun: Anarchy S. 206
  4. a b Mit Hauern und Hörnern S. 155-157

Index

Quellenbücher

Deutsch Englisch

Sonstige

Deutsch Englisch


Zugeordnete Schriften

Deutsch Englisch


  • Super Tuesday!, 76 "One People, One Nation", Rede zum Auftakt der Präsidentschaftskanditur von Kenneth Brackhaven

Weblinks