Salzburg (Stadt)

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Salzburg (Stadt)
Überblick (Stand: 2063)

Wappen Salzburg.png

Koordinaten:
47°48' N, 13°2' O (GM), (OSM)
Einwohnerzahl: 155.000 [1]
GeoPositionskarte Österreich.svg
Overlay Österreich Salzburg.png
Markerpunkt rot padded.png

Salzburg ist eine österreichische Stadt.

Politik

In Salzburg liegt die Macht in der Hand der katholischen Kirche in Gestalt des Salzburger Erzbischofs. Die strikte Aufrechterhaltung der öffentlichen Moral, ein funktionierendes Wohlfahrtssystem für die braven Bürger sowie Ruhe und Ordnung für die zahlenden Konzerner und Touristen, die nicht zuletzt zu den Salzburger Festspielen in die Stadt strömen und dank des hohen Preisniveaus in der Stadt die bischöflichen Kassen füllen, sind die Dreh- und Angelpunkte seiner Politik, die er rigoros durchsetzt.

Gegner monieren die Doppelmoral des bischöflichen Salzburg, in dem gerade für die Konzern-Schlipse und Execs, die Nuyen, Schlei und Effektive in die Stadt bringen, durchaus die Möglichkeit besteht, reichlich zu sündigen, solange das nur diskret genug geschieht. Linke Gruppierungen bezeichnen in diesem Zusammenhang Kirche, Kons und Karajan als "unheilige Dreifaltigkeit" und behaupten, Salzburg sei in Wahrheit "basiskulturell tot" und wieder ein faschistoider "Ständestaat" wie es die ganze Alpenrepublik schon zu Zeiten des Austrofaschismus war.

Unerwünschte Elemente

Shadowrunner, Punks und andere Auffällige haben in der Bischofsstadt keinen Platz, und werden - seit Anarchos in der Vergangenheit den fatalen Fehler begangen haben, 1997 "Chaostage in Salzburg" anzukündigen - von der Bischöflichen Garde rigoros der Stadt verwiesen. Hierfür war im zweifelsfalle gar kein individuelles Fehlverhalten erforderlich, sondern es genügte schon, wenn der oder die betreffende den Eindruck erweckte, einer "bestimmten, unerwünschten Personengruppe anzugehören", wie die Söldner in bischöflichen Diensten den aus Salzburg Verwiesenen zum Abschied auch schriftlich in Form eines Merkblattes mitteilen. - Dem entsprechend rühmte sich Salzburg auch noch in den 2050ern öffentlich, der "einzig Punker-freie Plex der Sechsten Welt" zu sein.

Neben Punkern, verbotenen Drogen, BTLs und Pornographie waren - und sind - kriminelle magisch Begabte und alles, was als magische Bedrohung eingestuft werden kann, Hauptfeindbild des Erzbischofs. Dem entsprechend ist eine moderne Form der Inquisition fester Bestandteil der bischöflichen Sicherheitskräfte, und Geschöpfe wie etwa Vampire müssen in der Bischofsstadt jeden Augenblick um ihre Existenz fürchten.

Der jüngste, prominente Einwohner - der deutsche Drache Nebelherr - wird vom Erzbischof sogar fast noch weniger geschätzt, als die erwähnten links-anarchistischen Elemente, aber nachdem dieser das Schloss Hellabrunn (samt Schlosspark und Zoologischem Garten) erworben hat, kann der Bischof nicht mehr tun, als regelmäßig von der Kanzel im Salzburger Dom gegen ihn zu predigen, was bei den Salzburgern jedoch bislang nicht auf Gegenliebe stößt, und daher auch keine nennenswerte Wirkung entfaltet. [1]

Wirtschaft

Durch die Salzburger Festspiele ist - neben der Kirche und Konzernen - der Familienklan der Karajans eine beherrschende Macht in der Mozartstadt, der von jedem Euro, der mit den dem Salzburger Kulturbetrieb eingenommen wird, seinen Anteil mitschneidet - und das, wo er in Österreich von Steuern und GEMA-Abgaben befreit ist. Salzburg ist während der Festspiel-Saison einer der wichtigsten Stops der alljährlichen Grand Tour der europäischen Aristokratie, wobei der magische Sicherheitsdienst Psi Aid exklusiv für die komplette magische Security bei den entsprechenden High-Society-Events und Bällen verantwortlich ist.

Einrichtungen

Universität

Trotz der magiekritischen bis -feindlichen Haltung der bischöflichen Behörden wurde auch an der hiesigen Universität nach dem Ende des kurzlebigen Kaiserreichs Donau 2042 ein Lehrstuhl für Thaumaturgie eingerichtet der hermetische Magie unterrichtet.

Sicherheit

Das dichte elektronische Überwachungsnetz mit seinen zahllosen Sensoren und Kameras, das von seiner Zentrale auf dem Hohen Salzberg über die gesamte Stadt gespannt ist, trägt bei der Salzburger Bischofsgarde den Codenamen "Das Auge des Herrn". Wegen des entspannten Arbeitsumfelds, das das verschärfte Polizeirecht in Salzburg garantiert, sind die Arbeitsplätze bei der dortigen Garde sehr begehrt, obwohl die Ordnungshüter keineswegs überdurchschnittlich bezahlt werden.

Offiziell firmierte die Polizei von Salzburg 2063 im Übrigen unter dem Namen "Salzburg Security" und prahlt mit einer stadtweiten Reaktionszeit von nur einer Minute oder weniger.

Nach dem Crash 2.0 hat aber offenbar auch in Salzburg die Privatisierung der Polizeikräfte Einzug gehalten, und 2074 verhandelte gerade Sternschutz-Chef Klaus Daimel persönlich mit der Stadt, um für den privaten Polizeidienstleister des FBV einen Vollvertrag abschließen zu können. [2] Letzten Endes bekam jedoch nicht der Stern den Vertrag, sondern vielmehr die Schwarzen Sheriffs - eine Tochter von Renraku Computer Systems aus München, an der auch der Drache Nebelherr immer noch Anteile hält. Diese fahren weiterhin eine strikte Null-Toleranz-Politik gegen jeden Gesetzesverstoß, und während Salzburg schon vor Jahren als sicher galt, so hat es nun den Ruf der sichersten Stadt Österreichs. [1]

Schatten

Der Schieber Quid-Pro-Quo, der mit den "Eisleichen" über seine ganz persönliche, handverlesene Gang verfügt, ist eine Größe der Salzburger Schatten, die sonst unter erschwerten Bedingungen operieren. - Praktisch führt für alle, die in der Bischofsstadt illegalen Geschäften nachgehen wollen, kein Weg an ihm vorbei, egal, ob es um den Betrieb eines geheimen Hausfrauen-Puffs geht, oder um Deals mit heißer Paydata. Der Grund, warum sich Quid-Pro-Quo trotz seiner "unfrömmigen" Aktivitäten ein geheimes, unterirdisches Hauptquartier unter Salzburg einrichten konnte, und die bischöfliche Garde - solange er nicht gerade für all zu viel Aufruhr sorgt - nicht all zu eifrig gegen ihn und seine Handlanger ermittelt, liegt darin, dass er und der Erzbischof im Wunschkind-Konzern ein gemeinsames Feindbild haben, dessen Geschäftsmodell sie auf's Schärfste verurteilen.

Daneben war auch die Bischofsgarde selbst nicht vollkommen frei von Korruption, und tolerierte etwa, dass freie Transportunternehmer wie Tuareg trotz bischöflichen Verbots Hasch und Softpornographie nach Salzburg importierten, solange sie ihren Anteil am Gewinn erhielten, und die Schwarzhändler die Regel beachteten, keinen härteren Stoff, keine Hardcore- oder Snuff-Sims, BTLs oder harte Drogen in die Stadt zu bringen.


Endnoten

Quellenangabe

Quellenindex

Quellenbücher

Deutsch Englisch

französisch:

Romane

  • GmbH 296-303, 315-322, 332-339, 344-348, 366-374

Weblinks