Canoretti-Familie

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Die Canorettis sind die beherrschende Mafiafamilie in der württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Geführt wird sie von Don Nicola Canoretti.

Geschichte

Die Canorettifamilie kam im Rahmen der großen, italienischen Gastarbeiter- und Einwanderungswellen im vergangenen Jahrhundert nach Deutschland, die neben Fließbandarbeitern für die Automobil- und Elektroindustrie im damaligen Baden-Württemberg auch Mafiosi über die Alpen lockte. Während die Unterwanderung der Gewerkschaften - die in Europa ohnehin nie die Rolle gespielt hatte, wie in den alten USA - sich mit dem Aufkommen der exterritorialen Megakonzerne nach den Shiawase-Urteilen und der Jahrtausendwende auch in Württemberg mit seinen kleineren, in der WHK organisierten aber nicht exterritorialen Zulieferbetrieben kaum noch als praktikabel erwies, fanden die Canorettis andere Standbeine: Durch ihre Wurzeln in der Camorra in der italienischen Heimat, die dort seit langem einen Großteil der Modemacher in der Tasche hatte, gelang es ihnen, Einfluss auf die Modeindustrie im württembergischen Plex zu nehmen, und sich in der Branche dauerhaft festzusetzen. Außerdem verschaffte die Konzentration eines wesentlichen Teils des deutschen Musikbusiness im Ballungsraum Mittlerer Neckar ihnen einen Kundenstamm für die klassischen Laster wie Drogen, Chips, Glücksspiel und "Erwachsenenunterhaltung", die bei den konservativen Schwaben sonst eher weniger Zuspruch finden. Auch wenn diese beiden Einnahmequellen nie die Umsätze erreichen konnten, die ihre Landsleute, die Gasperis, in Nordrhein-Ruhr erzielten, genossen sie immer die Unterstützung Don Lupo Gasperis, und zahlten diese durch Loyalität im Krieg gegen die wiederauferstandene Gargari-Vory nach dem Crash 2.0 zurück. Mit der Einführung illegaler Pitfights, die Ende der 2050er ursprünglich bloß der Beilegung interner Streitigkeiten ihrer Soldati dienten, haben sie sich in der württembergischen Hauptstadt zudem ein weiteres und recht spezielles wirtschaftliches Standbein geschaffen.

Nachdem sie sich bei einem Versuch, auch in Frankfurt Fuß zu fassen, zu Beginn der 2060er gescheitert waren, überließen die Canorettis das umkämpfte Viertel der Konzernenklave seither - mit Zustimmung Don Lupos - der Yakuza und den Mainzer Wölfen.

Führung

Das Familienoberhaupt der Canorettis ist Don Nicola, der diesen Posten schon beinahe so lange einnimmt, wie Don Lupo der Pate der Gasperi-Familie im Ruhrplex ist, während ihm sein fünf Jahre jüngerer Bruder Pasquale als Consigliere dient.

Für die Dependence im Osten der Allianz war seiner Zeit Don Michele Canoretti zuständig, der mit Luigi ebenfalls einen eigenen Consigliere an der Seite hatte.

Shadowtalk Pfeil.png Der wiederum - ungeachtet seiner Qualitäten als Unterhändler - eine entscheidende Schwachstelle beisteuerte, da Luigis Eheweib Sophia, die Managerin des «La Trattoria» gelegentlich etwas wirr im Kopf ist, und dann akut nymphomane Anwandlungen entwickelt...
Shadowtalk Pfeil.png Bugsy ...wenn man da - so wie ich - im richtigen Moment Wanze spielen kann, ist das der feuchte Traum eines jeden Paparazzo!
Shadowtalk Pfeil.png Bugsy, Bugsy - die Begriffe Diskretion und Privatsphäre sind Dir wohl ebenso fremd, wie das schöne Wort Omertà, was? - Ich frag' mich ernsthaft, ob Du wohl Übung darin hast, mit Beton-Badelatschen in einem gefluteten brandenburgischen Tagebau zu Schwimmen... Weil, diese Begabung wirst Du vermutlich schon sehr bald dringend benötigen!
Shadowtalk Pfeil.png Vincente Teñora

In der Trollrepublik Schwarzwald hält in Freiburg Sottacapa Guilia La Brutta Madera eine Trollin für die Canorettis die Stellung, und die Fäden in Sachen Rotlichtgewerbe, Schutzgeld und Talislegging fest in der Hand.

Aktivitäten

Die Canorettis sind hauptsächlich im Bereich des halblegalen oder illegalen Unterhaltungsbetriebs bzw. der Verbreitung entsprechender Produkte tätig. Dazu gehören Drogen bzw. BTL, Glücksspiel und Pornographie. Ihren Pit Fighting-Geschäftszweig hat die Familie mittlerweile in eine kleine aber äußerst lukrative "Blutsport"-Industrie mit Profi-Gladiatoren samt den zugehörigen Promotern, Ausbildern und Buchmachern ausgebaut. Als legale Front für ihre Aktivitäten verwenden die Canorettis ihre engen Beziehungen zu Modeindustrie.

Die Canorettis unterhielten zumindest vor dem Crash mit der dortigen, in Familienbesitz befindlichen «La Trattoria» eine Dependance im «Einkaufsparadies» im brandenburgischen Wust, von wo aus sie die Aktivitäten der Osteuropäer (und der Asiaten) beobachten können. Außerdem besteht ein kleiner Vorposten in der Gegend von Freiburg im Trollkönigreich Schwarzwald, der sich hauptsächlich um die Schmuggelgeschäfte von und nach Frankreich in Zusammenarbeit mit dem Milieu Marseillais und den Ankauf von Telesma aus dem Schwarzwald von einheimischen Talisleggern und lokalen Banden kümmert.

Weiterhin investieren die Canorettis in großem Stil in die First-Class Hotel- und Freizeitanlagen in den süddeutschen Wintersportgebieten, die sie als Geldwaschanlage nutzen, und wo sie die Touristen mit den eher illegalen Freizeitangeboten versorgen.

Beziehungen

Verbündete

Als Landsleute (schließlich sind sie ja alle Italiener) hatten die Canorettis immer ein besonders gutes Verhältnis zu den Gasperis und Don Lupo, mit dem sie gegen die osteuropäischen Familien in der ADL eine gemeinsame Front bildeten.

Die griechische Tsantidis-Familie in Karlsruhe und Badisch-Pfalz ist den Canorettis traditionell Rechenschaft schuldig, und dienen ihnen in ähnlicher Weise als Lehnsknechte, wie dies die gleichfalls griechischen Troudalis in Hessen-Nassau für die Gasperis taten.

Konkurrenten

Die Canorettis pflegen eine ausgeprägte Abneigung gegen die türkischen Grauen Wölfe, und machen keinen Hehl daraus, dass sie es als schweren Fehler betrachten, dass sich die Mafia mit diesen "wilden Tieren" eingelassen hat, und sie als Juniorpartner mit in der Alta Commissione sitzen. In Franken stoßen zudem die Reviere der Canorettis und der den Wölfen zuzurechnenden kroatischen Djorovics direkt aneinander, und die beiden Familien stehen sich dort faktisch mit gefletschten Zähnen und gezücktem Messer gegenüber.

Das Geschäft mit dem Wintersport-Tourismus und die Geldwäsche in den entsprechenden Skiresorts schafft einen weiteren Reibungspunkt mit dem Djorovic-Clan aus München, da dieser dasselbe Geschäftsmodell praktiziert, und speziell im Allgäu fest im Sattel sitzt. In den Anlagen um den Feldberg, Freudenstadt und Freiburg sind dagegen die Cannorettis mit ihren illegalen Dienstleistungen und Angeboten praktisch konkurrenzlos. - Dafür haben ihre umfangreichen Investitionen in die Touristikbranche die Mafiosi allerdings mit der Zenit AG in Konflikt gebracht.

Mit Marsmann, einem altgedienten Stuttgarter Schieber und dortigen Vorposten der Hamburger Likedeeler, besteht eine friedliche Koexistenz.

Feinde

Die «Raubtrolle», organisierte Autobahnräuber im Trollkönigreich Schwarzwald, stören in den letzten Jahren zunehmend die durch ihr Territorium verlaufenden Schmuggelrouten der Canorettis von und nach Frankreich. Daher ist es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis die Stuttgarter Mafiosi hier ein Exempel statuieren werden.


Quellenindex

Quellenbücher

Romane

Sonstige

Weblinks