Bakongo-Stammesland

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Bakongo-Stammesland
Überblick (Stand: ?)
Hauptstadt: Kinshasa-Brazzaville

Das Bakongo-Stammesland (engl. Congo Tribal Lands) ist ein Gebiet, das Innerafrika und damit den Großteil des afrikanischen Kontinents umfasst. Das Land ist dünn besiedelt und in weiten Teilen unzugänglich, es wird von Stammesgemeinschaften beherrscht und seit einigen Jahren erheben die Gruppe der Kobíkela den Anspruch das Stammesland nach außen politisch zu vertreten. Sie kontrollieren auch die nominelle Hauptstadt Kinshasa-Brazzaville.[1]

Begriff

Das Stammesland ist nach den Bakongo, eines der vielen Bantu-Völker, benannt.

Geographie

Das Bakongo-Stammesland ist das größte Flächenland Afrikas und spannt sich quer über den Kontinent von der Atlantikküste im Westen bis zur Küste des Indischen Ozean im Osten. Es umfasst einen Teil von Nordafrika, den Großteil von Zentralafrika und den südlichen Teil von Ostafrika. Ehemalige Staaten auf dem Gebiet sind Äquatorialguinea, Gabun, die Demokratische Republik Kongo und die Republik Kongo, Malawi, Mosambik, Niger, der Südwesten des Sudan, der Großteil von Tansania und Tschad und die Zentralafrikanische Republik, außerdem gehört Cabinda, eine ehemalige Exklave von Angola, sowie einer kleiner Teil von Kamerun zum Stammesland.[2]

Anrainerstaaten sind Ägypten,[3] die Azanische Konföderation,[4] Kenia,[5] und das Königreich Nigeria.[6] Viele der Anrainer tun wenig, um ihre Grenzen zu dem Gebiet zu sichern, da es ausgesprochen entvölkert ist und sie dafür unnütz Ressourcen aufwenden müssten.[7]

Das Land ist fast metamenschenleer, erwacht und eine unzähmbare Wildis.[8] Mit Angola gibt es immer wieder Grenzstreitigkeiten, wenn die den tropischen Regenwald ausbeutenden Angolaner mit Milizen des Bakongo-Stammeslandes aneinander geraten.[9]

Infrastruktur

Die lokale Infrastruktur ist praktisch nicht existent. Abgesehen von ein paar schiffbaren Flüssen wird Handel hauptsächlich über Karawanen und Lastwagenkolonnen, die überwucherte Buschpfade nutzen, betrieben. Entsprechend sind auch Informationen, die aus dem Gebiet dringen, dünn gesät.[8] Diese Flüsse werden zudem von Flusspiraten heimgesucht.[10]

Schon die Anreise nach Kinshasa-Brazzaville ist (mutmaßlich bewusst) beschwerlich; weder über den Luft- noch den Seeweg ist der Sprawl einfach zu erreichen. Der Rest des Landes ist allerdings weitaus unzugänglicher.[11]

Eine übliche Form des Transports von größeren Frachten sind Lastenzeppeline, von denen es im Bakongo-Stammesland viele gibt.[12]

Städte

Geschichte

2011 brach VITAS in Afrika aus. Die Durchseuchung war die stärkste auf allen Kontinenten, geschätzt drei Viertel der Bevölkerung starben in Folge der Pandemie. Die WHO und andere Hilfsorganisationen waren damit, die Seuche in Europa, Asien und Nordamerika einigermaßen einzudämmen, und nur wenig medizinische Güter und Hilfskräfte fanden ihren weg nach Afrika. Und das wenige, was ankam, wurde von den Herrschern der zusammenbrechenden Staaten für sich und ihre engsten Gefolgsleute beansprucht, was den Großteil der Bevölkerung Afrikas ihrem Schicksal überließ.[16]

Das Ergebnis war eine komplette Verheerung des Kontinents. Fast jeder Einwohner der urbanen Zentren erkrankte, und von diesen Erkrankten starben die meisten, entweder an VITAS oder den folgenden Sekundärinfektionen, Wellen von Krankheiten wie der Beulenpest, Typhus, Cholera und Lepra.[16] Es war die Apokalypse.[17]

Nach dieser Erfahrung verloren die Überlebenden das Vertrauen sowohl in die westliche Wissenschaft, wie auch in den Rest der Welt. Die zerfallenen Staaten wurden nicht wieder aufgebaut, stattdessen lebten Gemeinschaften unorganisiert nebeneinander. Wenig drang nach Außen, und der Restd er Welt hatte auch wenig Interesse an Afrika, dem"Schwarzen Kontinent". Die Wiederkehr der Magie (und die Tatsache, dass traditionelle Heiler zu dem wenigen gehörten, was VITAS heilen konnte) führten zudem zur Bildung einer um diese Magier ausgerichteten Stammeskultur.[17]

UGE, Goblinisierung und andere Ereignisse wurden in Afrika organischer aufgenommen. Stämme teilten sich, um Goblinisierte auszusondern, oder akzeptierten sie. In einem Kontinent, in dem die Metamenschheit nur ein Teil eines erwachenden Ökosystems ist, waren diese Ereignisse viel weniger umwälzend als im wissenschaftlich geprägten Rest der Welt.[17]

Bereits in den 2060ern gab es Gerüchte über eine sich bildende Stammesföderation im Gebiet des Kongobeckens, die die verfeindeten Stämme und erwachten Kleinreiche vereinen wollten, und den endlose blutigen Kriegen ein Ende setzen.[8]

Im Norden des Stammeslandes, war das Gebiet der ehemaligen Staaten Tschad und Niger 2063 eines der Zentren der außer Kontrolle geratenen E7-Pandemie in Schwarzafrika, die allein in Gebiet des ehemaligen Tschad bis zum 3. Februar bereits über eine Million Todesopfer gefordert hatte. Hunger und Krieg breiteten sich im Gefolge der Seuche aus, und behinderten effektive Hilfsmaßnahmen, während Ghule aus Asamando plündernd durch die Seuchengebiete zogen.[18]

Am 24. Dezember 2069 übernahm eine Koalition aus Stammesschamanen und sapienten Nichtmetamenschen die Macht im Kinshasa-Brazzaville-Sprawl, erklärte die Stadt zur Hauptstadt des Bakongo-Stammeslandes, [19] und verkündeten dass alle Einwohner nun der Rechtsprechung der Kobikela unterstünden.[1]

Bevölkerung

Nach VITAS waren weite Teile Zentralafrikas entvölkert. Vielerorts hat eine erwachte Natur das Land übernommen.[17] Es gibt auch wieder eine größere Metamenschliche Bevölkerung, aber sie teilt sich das Land mit vielen Erwachten Wesen aller Art.[11] Auch viele Freie Geister leben hier. Dies geht nicht ohne Reibungen vonstatten;[20] blutige interne Kriege sind trotz der Bemühungen der Kobikela noch durchaus üblich.[8]

Es soll im Kongobecken eine von erwachten Gorillas (oder der Beschreibung eines Überlebenden einer Forschungsexpedition nach, einer Variante des Bandersnatches) bevölkerte alte Stadtruine geben.[21]

Die Wakyambi, eine elfische Metavariante, stammen originär aus den Urwäldern im Kongobecken. ein Stamm dieses Namens, der nur aus Elfen dieser Metavariante besteht, spielt im Gefüge der Konföderation eine Rolle.[17]

Eine große Menge Orks und Trolle aus anderen Teilen der Welt haben im Bakongo-Stammesland eine Heimat gefunden, als sie vor den Gobliniserungsunruhen der 2020er und der Nacht des Zorns flohen. Auch wenn sie Fremde sind, sind sie gut in die lokalen Strukturen integriert, viele von ihren Stämmen sind Mitglieder der Kobikela.[22] Ihre multikulturellen Wurzeln, überliefertes Wissen über die Außenwelt und die Tatsache, dass sie kulturell deutlich offener sind als viele der eingeborenen Stämme haben ihnen einigen Respekt in der Gemeinschaft eingebracht.[23]

Angeblich gibt es große Mengen von Shedim im Bakongo-Stammesland, aber das sind Gerüchte, die sich nur schwer bestätigen oder widerlegen lassen.[24] Insbesondere Aztechnology interessiert sich sehr für dieses Gerücht.[25] Es heißt, die Kobikela würden sie bekämpfen und versuchen, aus dem Bakongo-Stammesland nach Norden abzudrängen.[24] Dennoch sollen Shedim immer wieder ganze Dörfer zum Opfer fallen.[26] Zudem wird vermutet, dass die Shedim im Bakongo-Stammesland versuchen, ein neues Tor zu ihrer Heimatebene zu öffnen[27]

Wirtschaft

Auch wenn die Bakongo-Stammeslande größtenteils Terra Incognita sind, interessieren sich viele Konzerne für das Land und seine Hauptstadt. Auch die Zahl der von diesen Konzernen ins Land gebrachten Söldner ist seit Anfang der 2070er spürbar angestiegen.[28]

Einer der Hauptexporte des Landes sind Telesma.[10] Allzu starke Ausbeutung durch Konzerne wird durch die Schamanen der Kobikela verhindert, aber auch durch die erwachte Natur des Landes selbst.[29]

Aztechnology hat großes Interesse am Kongogebiet. Die Kobikela hingegen haben wenig Sympathie für Aztechnology und gehen riguros gegen dessen Agenten vor. Aztechnology hat sich aber einige lokale Warlords gekauft, die als Front für seine lokalen Operationen dienen, und nutzt auch Shadowrunner für kleinere Operationen.[25]

Dai Wong Multitech lässt in Kinshasa aus Kostengründen unter anderem die '58er Serie seiner «X-Motion-Bewegungsmelder» herstellen.[30]

Evo betreibt in den Bakongo-Stammeslanden ausgedehnte Testgebiete für Monaden-Technologe.[15]

Horizon musste den Aufbau eines Sprachzentrums in den Bakongo-Stammesgebieten aufgeben, als sich herausstellte, dass vor Ort ein Insektengeisternest lebte.[31]

Mitsuhamas Minen und Abholzungskampagnen, üblicherweise unter dem Schirm lokaler Warlords, haben Verwüstungen hinterlassen, die den Konzern lokal sehr unbeliebt gemacht haben.[32]

Renraku Afrika betreibt die Fraternité-Arkologie in Libreville zur Verarbeitung von Tropenholz und als Tor zur Erforschung und Erschließung des Kongo.[14]

Organisationen

Die wichtigste Organisation des Bakongo-Stammeslands sind die Kobikela, ein Zusammenschluss von Schamanen und [Critter|Erwachten Wesen]], die die Stämme des Gebiets koordinieren und zwischen ihnen vermitteln. Sie bilden in Kinshasa-Brazzaville eine Art Stammesparlament, das einer Regierung des Bakongo-Stammesgebiets am nächsten kommt.[11]

Trotz der Bemühungen der Kobikela sind lokale Warlords immer noch ein beherrschender Faktor. Manche diese Gruppen, beispielsweise General Si Bantus Jungle Tigers, dienen sich Megakonzerninteressen an und beschäftigen Söldnergruppen wie Rita Furlanns Task Force Magus, um sich gegen erwachte Kämpfer und andere Warlords zu behaupten.[33] General Si Bantu wurde, nachdem sein Hauptrivale, Sherman Mombasa, Task Force Magus mit einem besseren Angebot ausgekauft hatte, selbst Opfer der Söldnereinheit.[33]

Eine der gefährlichsten Warlord-Armeen ist Merode "CEO" Ngobobos Armee. Diese ultrabrutale, auf die Lord’s Resistance Army zurückgehende Truppe gibt sich als Beschützer der Tiere und Geister des Dschungels aus, ist aber wenig mehr als eine Terrorgruppe, die gegen alles und jeden, der in ihr Reich eindringt, Krieg führt. Sie bekämpfen Megakonzerne wie die Truppen der Bakongo-Stammesarmee und sind ausgesprochen hartnäckig. Ihre brutalen Methoden haben sogar außerhalb Afrikas Aufsehen erregt.[13]

Die Congo Freedom Force ist eine weitere bewaffnete Rebellengruppe, diesmal allerdings vor allem gegen Evo gerichtet. Angeblich setzt sie sich vor allem aus ehemaligen Evo-Zangsarbeitern zusammen, die effektiv versklavt wurden, um schnell Evos Anlagen im Kongo aufzubauen.[34]

Die Piraten der Final Message greifen auch im Kongo an. Diese kultischen, extrem brutalen Seeräuber plündern hier vor allem Telesma die sie gegen Waffen eintauschen. Möglicherweise sind sie Shedim.[24]

Neben den Kobikela hat auch die scheinbar mildtätige Congan Youth Association ihre Operationsbasis im Bakongo-Stammesland, wobei sich hinter dieser angeblichen Hilfsorganisation die bestorganisierte Gruppe von Shedim auf dem schwarzen Kontinent verbirgt. [35]

Personen

Ketoma, eine einflussreiche Politikerin und Sozialadeptin innerhalb des Stammeslandes, die aus einem Stamm kommt, der nahezu komplett aus Erwachten besteht, und die über weitreichende Beziehungen verfügt, ist zudem insgeheim eine wichtige Angehörige der Schwarzen Loge auf dem Kontinent. Ihr Bestreben ist scheinbar, ihrem Volk die moderne Welt nahe zu bringen, aber dies auf eine Weise zu tun, daß ihre Stammesbrüder und -schwestern keine Gefahr laufen, die Verbindung zu ihren Wurzeln zu kappen und zu verlieren. - Dafür ist sie bereit, die Loge mit einem steten Strom an afrikanischen Artefakten und hoch reinem Telesma zu versorgen. [36]


Endnoten

Quellenangabe

Index

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