Karewitsch-Vory

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Die Karewitsch-Vory waren eine russische Vory v Zakone in der ADL.

Sie wurden - nach dem nach dem der mächtigste norddeutsche Avtoritet Pjotr Gargari 2043 im Gefängnis verschwunden war - von Pjotrs einstigem Lideri Vladimir Karewitsch gegründet, und hatten ihr Territorium in Berlin. Als 2055 die Konzerne im Gefolge der "Aktion Zebra" gegen die Insektengeister den "Status-F" und damit die Anarchie im Westteil der Stadt beendeten, arrangierten sie sich erstaunlich friedlich und ohne blutigen Bandenkrieg mit den tschechisch-stämmigen Grzimeks, die die Unterwelt in den Konzernsektoren beherrschten, während sie sich auf den anarchistischen Ostteil Berlins konzentrierten. Während des Konzernembargos 2060 stieg der Don der Karewitschs in den Augen vieler Ostberliner zu einer Art Volksheld auf, da er die überlebenswichtigen Nahrungsmittel in die Stadt schmuggelte, und dem Kommittee 221 die schweren Waffen wie Maschinengewehre [L 1], Panzerfäuste und Mörser [L 2] beschaffte, mit denen dieses die Konzernarmeen letztlich von einer Einnahme des Ostens abhielt.

Ihr schmutziges Geld wuschen die Karewitschs nicht zuletzt über eine Spielbank im brandenburgischen Cottbus, wobei kurzfristige Reibereien mit den Grzimeks dazu führten, daß dort die sogenannte "Staatstheater-Affäre" aufflog, worüber dann die brandenburgische Landesregierung stürzte.

Obwohl sie als Teil der Mafia galten, unterhielten die Karewitschs natürlich weiterhin lukrative Handelsbeziehungen zu den osteuropäischen Syndikaten und der Vory v Zakone. Nicht wenige der Arbeitsangebote, Jobs und Schmuggelaufträge, die in den Schattenboards des 2063 nach Ostberlin umgezogenen deutschen Schattenland-Knotens gingen auf sie zurück, was von den Anarchisten im Ostteil der Stadt inklusive der Sysops Dator, Roter Korsar, Corpshark, Antifa und Anne Archiste - notgedrungen - toleriert wurde, die sich mit den Syndikaten arangiert hatten, zumal die Karewitschs auch bei der Beschaffung der für den Betrieb des Knotens nötigen Hardware entscheidend geholfen hatten. Im Gegensatz zu den Gasperis im Rhein-Ruhr-Megaplex, deren Don Lupo mit Organhandel partout nichts zu schaffen haben wollte, und die dieses Geschäft, das ihm viel zu drekig war, in Nordrhein-Ruhr komplett unabhängigen, rumänischen Gangs überließen, hatten sie im Übrigen absolut kein Problem auch daran kräftig mit zu verdienen.

Im Zuge der rapiden Umstrukturierungen in der deutschen Unterwelt im Gefolge des Crash 2.0 sahen sie sich einer brutalen, von Pjotr Gargari gestarteten Razborka gegenüber, die ihre Operationen in Brandenburg systhematisch zerschlugen, und sie verloren - ebenso wie die durch die Ermordung ihres Dons durch den Runner "Damokles" (einem Ex-Sovetnik Gargaris') kopflosen Grzimeks - zahlreiche Männer. Spätestens nach dem Fall der Mauer zwischen Anarcho- und Konzernstadtteilen blieb Vladimir nichts anderes übrig, als aufzugeben, und sich dem neuen, alten Avtoritet wieder zu unterwerfen, der ihn degradierte und auf's Abstellgleis schob. Deshalb zögerte Karewitsch, der dem Elf die Demütigung kaum verziehen haben dürfte, auch nicht, mit Gargari zu brechen, und sich mit seinen verbliebenen Getreuen der Roten Vory aus Sankt Petersburg anzuschließen, als diese in den frühen 2070ern anfing, in den autonomen Vierteln Brückenköpfe zu errichten, wo er immer noch hohes Ansehen unter den Einheimischen genoss. - Sein Syndikat handelt vor allem mit Waffen, Sprengstoffen und industrieller Ausrüstung inklusive Computerelektronik, und beliefert nicht zuletzt die linke Sprawlguerilla, da er die Konzerne ebenso hasst, wie es die Alt-Anarchos tun. Das aktuelle Hauptproblem des - extrem paranoiden - Vladimir Karewitsch ist die Sicherung seiner Nachschubwege aus dem Baltikum, über Pomorya und Polen, da eine große Zahl der für ihn bestimmten Lieferungen der St. Petersburg Vory von der Cherkezov- und der Gargari-Organisation abgefangen werden, was Karewitsch gezwungen hat, sich durch Raubüberfälle auf Konzerntransporte zu versorgen. In seinem Eskalierenden Krieg mit Gargari wird er neuerdings von einem aus St. Petersburg in die ADL gekommenen Sovetnik unterstützt, der nur unter dem Kampfnamen "Schipiek" bekannt ist, und angeblich ein ehemaliger UGB-Agent sein soll, der auch früher schon in der ADL tätig war. Viele der gegenseitigen Anschläge beider Berliner Organizatsiya im wiedervereinigten Berlin werden von den Medien im Übrigen - fälschlicher Weise - neo-anarchistischen Terroristen zugeschrieben.


Quellenindex

Weblinks

  1. Shadowiki: Maschinengewehr
  2. Shadowiki: Mörser