Spandau

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Spandau
(Berlin)
Überblick (Stand:2080)[1]
Bezirksvertreter:

Yilmaz Wojenko (2072 - 2077)
Fletscher (Seit 2077)

Kurzbeschreibung:
2072 bis Juni 2078: Normbezirk
Seit Juni 2078: Alternativer Bezirk
Sicherheitskräfte: Level C-E[2]
Rettungsdienst:
BuMoNA: 5 Minuten (Villenviertel: 3 Minuten, Eiswerder: Nur bei größerer Intervention, 2073)[3]
GeoPositionskarte Berlin.svg
Overlay Berlin Spandau.png

Spandau ist ein Alternativbezirk von Berlin.

Geschichte

Während der VITAS-Pandemie von 2010 / 2011 war Spandau einer der Bezirke, die von der Seuche stärker betroffen waren und mehr Opfer zu verzeichnen hatte als andere Bezirke.[4]

Zwischenzeitig war von Spandau nicht viel übrig, da das Gebiet zwischen Aztechnology und der AG Chemie aufgeteilt wurde, wobei sich die beiden Megas nur wenig um das Gebiet außerhalb ihrer Anlagen interessierten und man über viele Jahre hinweg nicht mal den genauen Grenzverlauf kannte. Wer konnte, der verließ die Gegend, weshalb Mitte der 2060er ein großer Teil von Spandau menschenleer und abbruchreif war.[1]

Mit der Berliner Einigung sahen beide Konzerne dann ihre Chance gekommen, die abgewirtschafteten Teile endlos loszuwerden und sich gesundzuschrumpfen. Für die Spandauer war dies aber Grund zur Feier, die damit die Wiederauferstehung "ihres Bezirks" gekommen sahen und darüber hinaus auch noch jubeln konnten, dass der erste Bürgermeister des geeinten Berlins, Yilmaz Wojenko, aus Spandau kam. Die Wahl von Wojenko war für Spandau ein kleiner Segen, denn der wohlhabende Südzipfel des Bezirks konnte ein wenig Geld in die leere Bezirkskasse spülen. Auch der Umstand, dass Wojenko einige Entscheidungen zu Gunsten des Bezirks treffen konnte, half dabei, den Bezirk wieder etwas auf die Beine zu stellen.[1]

Im August 2077 fand man die Leiche der 2075 aus dem Amt geschiedenen Potsdamer Bezirksvertreterin Fejjeri Pesotskaya im Glienicker See in der Villenenklave Kladow. Die Elfe und frühere Kuratorin der Preußenstiftung hatte sich nach dem Ausscheiden aus der Stiftung zurückgezogen. Offenbar lag ihr Körper schon seit Jahren am Grund des Sees, aber vermisst wurde sie dennoch nicht. Erst ein DNA-Abgleich brachte ihre Identität zu Tage.[5]

Wahl von Fletscher

Im Herbst gleichen Jahres wurde Wojenko dann bei der 6. Berliner Bezirkswahl durch den Troll Fletscher ersetzt. Ursache für diesen Absturz war, dass sich der ohnehin angeschlagene Wojenko auf Unruhen reagieren musste, die auf den Anschlag auf Alexander Schmidt, den Ratsvertreter von Berlin-Mitte, am 3. Oktober folgten. Wojenko war gezwungen, von seinen Sonderrechten als Exekutiv-Direktor der BERVAG Gebrauch zu machen, in dem er die Wahl unterbrach, die fünf Wochen später wiederholt wurde. In der Folge rutschten seine Umfragewerte in Spandau endgültig ab, sodass Fletscher, bekannter Anarchist und Führungsfigur der in seinem Bezirk gelegenen Autonomen Inselfestung Eiswerder, dann die Wahl für sich entscheiden konnte. Damit verlor Wojenko auch seinen Posten als erster Bürgermeister von Berlin.[6]

Im Juni 2078 entschied Spandau parallel zur Wahl des ersten Bürgermeisters, fortan ein alternativer Bezirk zu sein.[7]

Stadtbild

Wichtigstes Merkmal von Spandau ist die historische Rivalität zu Berlin. Ein Spandauer fährt "nach Berlin", wenn er eine der Havelbrücken nach Osten überquert und das ist etwas, was nach Leibeskräften vermieden wird. Spandau ist einfach älter, härter, schöner und besser im Allgemeinen.[1]

Eiswerder

Innerhalb Spandaus liegt die Insel Eiswerder, die die berühmt-berüchtigte Autonome Inselfestung Eiswerder beherbergt, inklusive eines permanenten Rynak (Russenmarktes / offenen Schwarzmarkts), dem Hospital Eiswerder (einer größeren Schattenklinik), der Freien Medienkooperative Berlin und dem «Eiskeller», dem Lokal des nihilistischen, elfischen Magiers Spuk, der entweder auf dem Weg zum Toxiker oder zum Ausgebrannten sein soll (oder beides).

Gatow

Gleichfalls zu Spandau gehört der Prekariatsbezirk Gatow bzw. Alt-Gatow, in dem teilweise ähnliche Verhältnisse herrschen, wie im zu Mitte gehörenden Moabit (und in Teilen selbst wie in Falkensee), auch, wenn er in der Vergangenheit vielleicht nicht ganz so alternative Züge trug, wie der - gleichfalls zu Mitte zählende - Wedding.

Hier findet man - heruntergekommene - «Stuffer-Plus»-Supermärkte, leerstehende und teilweise sogar warm sanierte Ladengeschäfte oder Restaurants, Wettbuden, und Filialen der üblichen Billigst-Imbiss-Ketten wie etwa SoiSoiSoi oder Ödnur's Diners.

Politik

Spandau galt seit der Berliner Einigung als Normbezirk, und der langjährige Bezirksvertreter Spandaus - Yilmaz Wojenko - war zugleich auch 3. Bürgermeister Berlins und damit Exekutivdirektor der BERVAG. Die Zufriedenheit der Spandauer mit ihrem Vertreter im Berliner Rat, der daneben auch die örtliche Zentrale von Psi Aid leitete, hatte allerdings mit der Zeit rapide nachgelassen. Dies führte im Gefolge der abgebrochenen und wiederholten 6. Berliner Bezirkswahl, dass er sein Amt als Bezirksvertreter an den Troll Fletscher von der Autonomen Inselfestung Eiswerder verlor, der mit der Wahlplattform "Vereinigung Alternativ-Autonomes Spandau" angetreten war. Bei einer von diesem veranlassten Volksabstimmung im Folgejahr entschieden sich die Wahlberechtigten Spandaus dann mehrheitlich dafür, dass Spandau künftig als "Alternativer Bezirk" firmieren solle.

Die Villenbesitzer im Südende sind allerdings alles andere als begeistert von den Wahlen und werden mit Sicherheit bei der nächsten Berliner Bezirkswahl alles daran setzen, Dr. Katrin Lara Wegener von der Christlichen Volkspartei ins Rathaus zu bekommen, um ihr Gebiet an Potsdam anzuschließen.[1]

Verkehr

In Spandau findet sich der Bahnhof Spandau (auch "Spandauer Fernbahnhof" genannt), wo immer wieder das Graffito "Es war schon immer etwas Besonderes, ein SPANDAUER zu sein" angebracht wird.[8]

Weiterhin liegt hier auch das Flugfeld Gatow[9] sowie auch der BEHALA Südhafen.[10]

Kultur

Der Spandauer Lokalpatriotismus ist eine Klasse für sich und man könnte behaupten, dass er die erste Bürgerpflicht für alle Spandauer ist. Spandau selbst ist älter als Berlin und je weniger der Bezirk zu melden hat, desto vehementer stehen die Spandauer auch für ihre Lokalmannschaften ein. Da ist es keine Seltenheit, wenn sich Fans der Spandau Schrappnells gerne mit anderen Prügeln.[1]

Kriminalität

Unterwelt

Wenigstens eine der Maffiya-Fraktionen von Semra "Asena" Buluts Grauen Wölfen macht im Gatower Teil Spandaus (in vergleichsweise kleinem Umfang) Geschäfte, etwa durch Zuhälterei/Prostitution und in dem sie das Lager des örtlichen Stuffer-Plus (mit Billigung des Filialleiters) als Zwischenlager für Schmuggelfracht wie z. B. Waffen aus dem Osten nutzt. - Ein lokaler Maffiyaboss, der als Zuhälter bei den Pferdchen abkassiert, ist Kemal.

2080 spielen die Rehmers, ein gemischtrassiger, krimineller Familienklan mit Kontakten zum Ringbund, eine gewisse Rolle in der Unterwelt Spandaus: sie machen praktisch alles, vom Verkauf von Waffen an Wehrsportler, Hooligans und Kiezwehren über den Diebstahl (namentlich von Kabeln, Schrott, Metall und Baumaterial / -Gerät), Hehlerei, Schutzgelderpressung und Prostitution bis hin zum Verkauf gefälschter Stadiontickets und dem nicht-konzessionierten Ausschank von Bier und Jabifu.

Gangs

In Gatow bzw. Alt-Gatow machen sich - wie es in derartigen Kieznestern häufig vorkommt - in Abwesendheit richtiger Gangs teilweise Randalekids-Cliquen mausig, beispielsweise die «Defenders» bzw. «DorfDefenders» oder die «Soipunx».

In der Lynarstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft Eiswerders haben die «Lynar Boyz» ihren Turf, die Wert darauf legen, sich als "Krew" zu bezeichnen (und nicht als Gang, was in ihren Augen hoffnungslos altmodisch wäre), und die lose mit der «Freien Medienkooperative» auf der anarchistischen Inselfestung assoziiert sind. - Die «Kladow Kombat Krew» ist 2080 eine weitere Gang, die - wie die «Lynar Boyz» - hauptsächlich an "Party machen" interessiert ist, aber aus gelangweilten Luxuskids aus der zu Spandau gehörenden Villen-Enklave Kladow besteht.

Der - nicht eben kleine - eher rechtslastige Teil der Spandauer Lokalpatrioten sammelt sich 2080 in den Reihen der Wehrsportfreunde Spandau, die - dank eines gewissen Zwergen- und Orkanteils unter ihren Mitgliedern - zwar nicht besonders metafeindlich sind, dafür jedoch klassisch ausländerfeindliche Rassisten und erbitterte "Linken"-Hasser.

Unverhohlene Rassisten sind die Ganger von «Sleipnir» im Nordteil von Spandau, die recht enge Kontakte zu rechten Netzwerken und zum Siegfriedbund haben.

Locations

Infrastruktur



Endnoten

  1. a b c d e f Berlin 2080 S.67
  2. Datapuls: ADL S.114
  3. Berlin, Limitierte Auflage K: S.56
  4. Berlin S.8
  5. Datapuls: ADL S.107
  6. SRB: 2077-11-07 "[BL1] Quo vadis Berlin – Schicksalswahl mischt Karten neu!"
  7. Berlin 2080 S.15
  8. Datapuls: ADL S.106
  9. Berlin 2080 Karte, Punkt 419
  10. Berlin 2080 S.11

Index

Quellenbücher

Sonstige

Weblinks