Paul Koenig

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Paul Koenig
Alias Spliff
Geschlecht männlich
Metatyp Zwerg
Nationalität deutsch (pomoryanisch)
Zugehörigkeit Shader
Tätigkeit Hacker / Sicherheitsspinne

Paul Koenig aka Spliff ist ein in Pomorya geborener, zwergischer Technomancer, der im alternativen Berlin lebt.

Biographie

Da Paul als Zwerg in der Elfennation an der Ostsee praktisch von Kindesbeinen an ein Außenseiter war, und die dem Technologie-Embargo geschuldete, mangel- und lückenhafte WiFi-Matrix sich nach seinem virtuakinetischen Erwachen 2068 für ihn höchst unangenehm anfühlte, verließ er mit 17 das Land am Meer, um nach Berlin zu gehen. Er fand im anarchistischen Osten der damals noch zweigeteilten Stadt Unterschlupf, und begann, sich in seinem Kiez nützlich zu machen, in dem er etwa besetzte Häuser illegal an die Stromversorgung aus dem Konzernwesten anschloss. Beim Versuch, hierfür benötigtes Material zu organisieren wurde er im Januar 2070 - nach einem Einbruch bei Home Helpers - unweit der Grenze zu deren Konzernstadtteil von Sicherheitskräften von Müller-Schlüter Infotech aufgegriffen, und in die MSI-Arkologie verschleppt. Was folgte war eine Tortur, da er im dortigen Labor für experimentelle Matrix-Schutzmaßnahmen als metamenschliches Versuchskaninchen und Sparringspartner für die neueste ICE-Generation herhalten musste. Außerdem nutzten die Konzernforscher bei MSI die Gelegenheit, eine Bewusstseins- respektive Persönlichkeitskopie von ihm anzufertigen, welche zunächst ins Intranet der F&E-Einrichtung und später in die Matrix heraufgeladen wurde. - Anders, als viele seiner Leidensgenossen, blieb er sowohl am Leben, als auch bei geistiger Gesundheit und in einigermaßen guter, körperlicher Verfassung. Dies erwies sich als sein Glück, als Kommando Konwacht im Herbst des selben Jahres im Rahmen seines aufsehenerregendsten Terror-Anschlags ein gehacktes und gekapertes Flugzeug in die MSI-Arkologie steuerte: Der Zwerg konnte im folgenden Chaos mit all den Toten, Verletzten und den durch den Einschlag des Flugzeugs ausgelösten Bränden aus dem Labor und der Arkologie entkommen. Es gelang ihm, sich in den chaotischen Prekariats-Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu flüchten, wo er untertauchte, und es in der Folge schaffte, sich einer erneuten Gefangennahme zu entziehen.

Nach der Berliner Wiedervereinigung bewegt sich Paul Koenig im erweiterten Umfeld der radikalen Aktivisten von Kommando Konwacht, denen sich auch die Überreste der Matrix-Anarchisten von UV-X angeschlossen haben, arbeitet fallweise für die Shader, bietet illegale Hacker- und Technikerdienste für die SINlosen Anwohner seines Kiezes in Mahrzahn an, und sorgt ansonsten als inoffizielle Sicherheitsspinne in seinem Wohnumfeld für soetwas, wie Ruhe und Ordnung.

Persönlichkeitsfragment:

Ohne dass Paul König es weiß, war seine Bewußtseinskopie - die anders als Paul selbst - keine Verbindung zur Resonanz herstellen kann, und keine virtuakinetische Begabung besitzt, die Grundlage für ein von KFS-Naniten verbreitetes Persönlichkeitsfragment. Die KFS-Opfer, zu denen etwa die Greifswalder «Ancients»-Gangerin Karen Erdbeere zählt, sind sich dieser Tatsache allerdings nicht bewusst, wenn Spliff die Kontrolle über ihren Geist und Körper übernimmt. Vielmehr machen Rauschen, den akuten Schwund oder den Aufenthalt in einer Statischen oder Toten Zone dafür verantwortlich, dass sie nicht allein mittels ihres Geistes auf die WiFi-Matrix zugreifen oder technische Geräte manipulieren können, und natürlich auch unfähig sind, Sprites zu kompilieren.

Erscheinungsbild

Paul Koenig hat rotblondes, drahtiges Haar, das an das Fell eines Foxterriers erinnert, und einen beeindruckenden, langen Vollbart von gleicher Farbe. Er trägt fast immer einen Blaumann mit abgerissenen Ärmeln und gekürzten Hosenbeinen, dessen Reißverschluss vorn bis zum Bauch offen ist, so dass dem Betrachter einen ungehinderten Blick auf sein T-Shirt gewährt wird, das für gewöhnlich mit irgendwelchen Aggro-Sprüchen und entsprechenden Bildern oder Symbolen bedruckt ist. Aus den Taschen seiner Kluft ragen praktisch ständig diverse Werkzeuge hervor, und dazu trägt er schwere Kiezbotten.

Assets

Paul hat sich in seinem Kiez gut eingerichtet: er bewohnt eine komplette Etage eines heruntergekommenen Plattenbaus, die auch seine Werkstatt, eine Kollektion selbst zusammengebosselter Riggerkonsolen, den privaten WiFi-Signalverstärker und eine Chip-Brennerei beherbergt, und genießt - im Austausch für seinen Job als Sicherheitsspinne - im Kietz Mietfreiheit und bei Bedarf die Unterstützung der Mehrzahl der Anwohner, wenn etwas braucht, wofür ihm die Fertigkeiten und die nötige Expertise fehlt. Am liebsten er bleibt im Verborgenen, beobachtet über eine hohe Zahl an Wifi-fähigen Webcams sowie Mikrodrohnen wie die Kanmushi [L 1] von Shiawase, MCTs Fly-Spy und ähnliche Spionage-Werkzeuge und agiert durch seine diversen, größeren Drohnen, zu denen auch ein mit Graffiti und angeflanschten Waffenhalterungen verunstaltetes, altes Sexaroid-Modell gehört. Bei Bedarf setzt er gegebenenfalls zusätzlich ferngelenkte oder von agressiv programmierten Autopiloten oder rasch kompilierten Maschinensprites gesteuerte, gepanzerte und provisorisch bewaffnete Fahrzeuge ein, die scheinbar zufällig an neuralgische Punkten rund um den Wohnblock geparkt sind. [1]


Endnoten

Quellenangabe

  1. Die Beschreibung seiner Assets basiert lose auf dem Absatz "Die klitzekleine Spinne" im Artikel "36 Kiezwehren" von Andreas "RabenAAS" Schroth auf "SRB - Shadowrun Berlin", der dort - wie alle Eigenerfindungen - unter einer non-commercial Creative Commons Lizenz steht.

Weblinks

  1. Shadowiki: Shiawase Kanmushi