MS Inter-Cooler

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MS Inter-Cooler
Überblick (Stand:2072)
Alternativname:
ehem. «MS Ranchero», «MS Bluefish», «MS Lobster of Maine», ... «MS Kobe»
Art: Wasserfahrzeug
Klassifikation: Kühlschiff
Verwendung:
  • offiziell: Transport von Gefrierfleisch
  • Tatsächlich: schwimmendes Kühlhaus der Body Bank
Hardware: Speziell
Größe: 300 m lang
Höchstgeschwindigkeit: 26 bis 28 Knoten
Hersteller:

Ventrue Shipyards, New Jersey

Die MS Inter-Cooler ist ein Mega-Kühlschiff, das nach wechselvoller Geschichte heute der europäischen Body Bank als schwimmendes Kühlhaus zum Transport und zur Lagerung von (illegalen) Transplantaten dient.

Geschichte

Die «MS Inter-Cooler» wurde in den frühen 2030ern im Auftrag eines UCAS-/CAS-amerikanischen Konsortiums auf den Werften New Jerseys gebaut und trug ursprünglich den Namen «MS Ranchero». In den ersten Jahren nach ihrem Stapellauf transportierte sie vornehmlich tiefgekühlte, natürliche Lebensmittel, bei denen die Gewinnspannen im internationalen Handel zusammen mit den Preisen für echtes Fleisch und Fisch aus kontrollierter Aquakultur schon damals in astronomische Höhen geklettert waren. - Dann kam es für die Eigner des Schiffes zu einer PR-technischen Katastrophe, da das Schiff bei der Verschiebung von mit psychoaktivem Nervengas verseuchten argentinischen Rindfleisch eine zentrale Rolle gespielt hatte. - Da die Geschichte des Lebensmittelskandals, der durch investigative Journalisten aufgedeckt worden war, rund um den Globus von den Massenmedien breitgetreten wurde, war nicht nur das Eigner-Konsortium ruiniert, sondern auch der Ruf des Kühlschiffes irreparabel beschädigt. - Niemand, der große Mengen hochwertigen Echtfleischs zu transportieren hatte, wollte diese an Bord eines Schiffes befördern lassen, dessen Name untrennbar mit einem verheerenden Fleischskandal verbunden war. Mehrere Umbenennungen und wiederholte Umbauten halfen immer nur kurzfristig, den ruinierten Ruf des Schiffes zu kaschieren, da mit schönster Regelmäßigkeit irgend wer die Vorgeschichte des Fahrzeugs ans Tageslicht zerrte, namentlich, wenn es an Bord zu irgendwelchen Unstimmigkeiten oder Zwischenfällen gekommen war. So wurde aus der «MS Ranchero» die «MS Bluefish», aus dieser die «MS Lobster of Maine» und aus dieser - als sie sich vorübergehend in japanischer Hand befand - die «MS Kobe». Ausgelastet war sie allerings fast nie, so dass jeder neue Eigner sie schon bald wieder abstieß.

Shadowtalk Pfeil.png ...oder sie nur zum Schein Tiefkühl-Fracht befördern ließ. Für Oyabun Yamamoto war sie ein reines Abschreibungsobjekt im Rahmen einer Geldwasch-Operation, ehe es einen Zwischenfall mit Kanibalismus an Bord gab, als sie mit Maschinenschaden sowie defektem Funk und ausgefallener Satelittennavigation fast vier Wochen antriebslos im Pazifik trieb, und die Crew erst die Kühlräume aufbrach und die bereits teilweise verdorbene Fracht verzehrte, bevor es dann zum äußersten kam... Um die Bergungskosten zu sparen, und nicht mit dem Kanibalen-Schiff in Verbindung gebracht zu werden, ließ das Yamaguchi-gumi die Scheinfirma, der der Pott nominell gehörte, kurzerhand pleite gehen, da sie die - offenkundig mit verfluchtem Karma belastete - «MS Kobe» ums Verrecken nicht zurück haben wollten!
Shadowtalk Pfeil.png Yazzee - Die Bergungsfirma musste dann sehen, wie sie den Pott, den keiner wollte, verkauften, um wenigestens einen Teil ihrer Unkosten wieder herein zu holen.
Shadowtalk Pfeil.png Das war zwar die schlimmste, aber nicht die einzige, unrühmliche Episode: sowohl vor Westafrika als auch in der Straße von Malakka wurde jeweils die halbe Crew des Schiffes, das damals noch anders hieß, von Piraten bei Überfällen massakriert. Außerdem gab es wiederholt Suizide und tödliche Unfälle an Bord, und einmal brachte die Coast Guard von Lone Star die damalige «MS Lobster of Maine» vor New York auf, weil Captain und Crew sich mit einem Umfangreichen Drogenschmuggel ein Zubrot verdienten, das ihre - eher spärliche - Heuer um das mehr als 50fache übertraf!
Shadowtalk Pfeil.png Schiffsmeister - Das Schiff musste anschließend zwar wegen irgendwelcher juristischer Spitzfindigkeiten den Eignern zurückgegeben werden, darf aber seither keinen Hafen der UCAS mehr anlaufen!

Schließlich transportierte der inzwischen auf «MS Inter-Cooler» umgetaufte und mittlerweile - wieder - in Buenos Aires registrierte Frachter praktisch nur noch in den VNL illegal aufgearbeitetes Gammelfleisch und Schlachtabfälle aus Westphalen im Auftrag der holländischen Penose, die von dem Syndikat - mit in Europa verbotenen Chemikalien halt- und genießbar gemacht und in einen wenigstens oberflächlich appetitlichen Zustand versetzt - in Dritt- und Viert-Welt-Länder exportiert wurde. Vermutlich wurde Organschmuggel frühzeitig als Nebengeschäft betrieben, ehe ein gewisser Minheer Justin van Sinterclaas, der nach einigen Razzien in verschiedenen niederländischen Städten dringend eine mobile Basis für die örtlichen Operationen der Body Bank suchte, auf das Schiff aufmerksam wurde. - Da sein Geschäftsmodell entschieden lukrativer war, als die Schieberei mit verdorbenen Nahrungsmitteln (und er noch über ein paar weitere überzeugende und durchschlagende Argumente verfügte) dient die «MS Inter-Cooler» seither nur noch den Bedürfnissen der Organlegger. Nach einer umfangreichen Desinfizierung der Kühlräume an Bord, dem Einbau eines vollausgerüsteten, modernen OP-Saals und einer kompletten Modernisierung der bordeigenen Kühlanlagen erfüllt sie im Hafen von Amsterdam nun exakt den selben Zweck, wie die unterirdischen Kühlhallen unter Basel und Genf...

In der Nacht vom 14. auf den 15. Mai 2075 wurde das an der Eiselmeer-Mole im Hafen von Amsterdam vor Anker liegende Kühlschiff dann bei einem Drachenangriff schwer beschädigt, der zudem über ein Dutzend Angehörige der holländischen Penose, Banker der Body Bank inklusive zweier Ripperdocs und Ganger alliierter Gangs sowie mehere unbeteiligte Passanten das Leben kostete, die sich zufällig in der Nähe der Mole aufhielten. - Grund für den Angriff des Drachen war offenbar ein unzutreffendes Matrixgerücht, dem zu Folge in den Kühlräumen der «MS Inter-Cooler» der Kadaver eines der bei der Schlacht um GeMiTo getöteten Drachen lagern sollte.

Shadowtalk Pfeil.png Und wer immer der Scherzbold gewesen ist, der diese wahrheitswidrigen Behauptungen verbreitet und uns dadurch die verfluchte Echse auf den Hals gehetzt hat, dem kann ich eins versprechen: wenn ich diesen Saukerl in die Finger bekomme, wird der sich noch wünschen, er wäre im Magen des Drachen gelandet... verglichen mit dem, was ich mit diesem Jerk anstellen werde, wäre das nämlich noch ein vergleichsweise gnädigerer Tod!
Shadowtalk Pfeil.png Justin van Sinterclaas < JvS/bodybank@helix-net.vnl >

Magie

Angesichts der Geschichte, die die «MS Inter-Cooler» hinter sich hat, und dem Zweck, dem sie mittlerweile dient, sollte es nicht verwundern, daß an Bord eine verheerend hohe, für alle magisch Begabten höchst unangenehme Hintergrundstrahlung herrscht.

Shadowtalk Pfeil.png Was Justin und die anderen Body Banker in der Grachtenstadt aber nicht wirklich zu stören scheint...
Shadowtalk Pfeil.png Scavanger
Shadowtalk Pfeil.png ...was normal ist, angesichts der Tatsache, dass Hintergrundstrahlung und Manaverzerrungen auf Infizierte nicht in der selben Weise wirken, wie auf nicht-infizierte metamenschliche Magier oder Schamanen. - Trotzdem würden vermutlich auch zaubernde Vampire oder Ghule es vermeiden, an Bord dieses verfluchten Schiffes einen Geist des Menschen oder einen Vertreter von einer von dessen Unterarten zu rufen, da die Chance, statt dessen einen Schatten- oder eher noch Blutgeist zu bekommen, enorm hoch wäre!
Shadowtalk Pfeil.png Anneke ...mich kriegen in hundert Meter Umkreis von dem Kahn jeden Falls keine 10 Pferde dazu, auch nur einen Blick in den Astralraum zu riskieren - geschweige denn einen Geist zu beschwören!


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