Yamaguchi-gumi

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Das Yamaguchi-gumi ist eine der ältesten Yakuza Japans. Seinen angestammten Sitz hat das Gumi in Kōbe, aber es ist in ganz Japan, sowie auch in Europa, Südostasien und im ehemaligen Kanada vertreten. Geführt wird das Yamaguchi-gumi von Oyabun Heihachi Yamaguchi, sein Wakagashira ist Kamura Yamaguchi.

Geschichte

Die Anfänge

1915 gründete Harukichi Yamaguchi in seiner Heimatstadt Kobe das Yamaguchi-gumi, indem er Händler, Handwerker und Arbeiter unter sich zusammenschloss. Yamaguchi war ein einfacher Fischer und Nachfahre einer ehemaligen Samurai-Familie. Die ersten Geschäfte des Gumi beschränkten sich auf die Arbeitsvermittlung von Hafenarbeitern sowie die Organisation von Gewerkschaften.

Das Gumi entwickelte sich rasch in den Hafengebieten Japans. 1925 übernahm Harukichis Sohn Noboru das Yamaguchi-gumi. Unter ihm fing man an Leute als Leibwächter an Speditionen zu vermieten. Hinzu kamen einige Clubs und Spielhöllen als auch Speditionen und Scheinfirmen des Gumis. Das Gumi förderte auch einige Politiker und Parteien. Das Yamaguchi-gumi gewann immer mehr Einfluss in Japan.

Mitte der Sechziger Jahre kontrollierte das Yamaguchi-gumi bereits 80% aller Geschäfte in den Hafengebieten Japans. Zu dieser Zeit war Takao Yamaguchi Oyabun des Gumi.

1969 bestand das Yamaguchi-gumi aus ca. 343 Banden in allen Präfekturen. In den Siebziger Jahren erweiterte Takao die Geschäfte (Geldverleih, Schmuggel, Wetten, Immobilien, Sicherheitsunternehmen und Bühnen- sowie Showbuisness) des Gumi und expandierte ins Ausland (Korea, Südostasien, Pazifischer Ring, USA, Europa).

1991 hatte das Yamaguchi-gumi etwa 25.000 Mitglieder und war damit das größte und einflussreichste Gumi in Japan. 1995 wurde Takaos Sohn Tetsuo Oyabun.

Nach der Jahrtausendwende

Ende des zwanzigsten Jahrhunderts besaß das Gumi unzählige Firmen, Konzerne und Aktiengesellschaften. Das Yamaguchi-gumi kontrollierte die Unterwelt, große Teile der Wirtschaft und die Politik Japans. Durch das Erwachen, die Rückkehr der Magie und die Wiederherstellung des japanischen Kaiserreichs kam es zu inneren Konflikten und Bandenkriegen in und zwischen den Yakuza.

Hierbei trennte sich eine kleine Gruppe vom Yamaguchi-gumi und schloss sich als Ichiwa-kai zusammen. Außerdem kam es zu Zusammenbrüchen und „Verkleinerungen“ (Goblinisierung macht auch vor Yaks nicht halt) vieler Gumis. Ein Machtvakuum entstand, was viele Gumis, darunter auch das Watada-gumi, dazu veranlasste, es schnell wieder zu füllen. Es kam zu erbitterten Kämpfen, die in den 2010ern mit dem Zusammenschluss der großen „Familien“ zum Watada-rengo und der Vertreibung der restlichen Gumi führte. Hierbei schloss sich das Yamaguchi-gumi dem Watada-rengo an. Heute besitzt das Yamaguchi-gumi weltweit mehrere Zweigstellen, Konzerne, Banken, Reedereien und Schifffahrtslinien, Import-/ Exportgesellschaften, Sicherheitsunternehmen, Schattenkliniken und Speditionen. Auch Nachtclubs und Spielhöllen sowie Diskotheken und Restaurantketten gehören dem Gumi.

Mochizuki Fumio, der damalige Wakagashira des Yamaguchi-gumi stellte seiner Zeit Yuriyasu Ashiyo von «Nippon Steel» den Gegenwert von zwei Millionen Nuyen in bar zur Verfügung, als der Konzern fusionierte, um Mitsuhama Computer Technologies zu formen.[1]

Heihachi Yamaguchi, der derzeitige Oyabun des Yamaguchi-gumi hat gute Kontakte in die Schatten, Konzernwelt und zu andereren Verbrecherorganisationen (Triaden, Mafia, Vory v Zakone). Auch in die Politik und Medienbranche reichen seine Beziehungen. Bei Geschäften wie Drogenhandel, Prostitution und Pornographie hält sich das Yamaguchi-gumi stark zurück (außer einigen Nobelbordellen und exklusiven Clubs oder Begleitservices).

Das Yamaguchi-gumi schaut auf eine lange Tradition zurück und hält sich immer noch streng an den Kodex und ist von seiner hierarchischen Struktur geprägt, auch wenn der Oyabun für seine tolerante Haltung gegenüber Magie und Metamenschen bekannt ist.


Endnoten

Quellenangabe

  1. Cyberpirates! S. 63

Quellenindex

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Weblinks