Päpstliche Staaten

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Päpstliche Staaten
Überblick (Stand: ?)
Hauptstadt: Vatikanstadt

Die Päpstlichen Staaten (engl. Papal States) oder auch der Vatikanstaat (engl. Vatican State) sind ein Verbund mittelitalienischer Bistümer, Städte und Provinzen unter Kontrolle des Vatikan. Sie sind der wohlhabenste und einflussreichste Staat innerhalb der Italienischen Konföderation und das Machtzentrum der Römisch-Katholischen Kirche.

Geographie

Die Päpstlichen Staaten dominieren Mittelitalien. Sie bestehen in etwa aus den ehemaligen Regionen Latium, Marken, Umbrien und einem Teil von Abruzzen.[1]

Grenzen

Im Norden werden die Staaten von der Repubblica di Toscana und Emilia-Romagna, im Süden von Mezzogiorno begrenzt. Eingeschlossen zwischen Emilia-Romagna und den Päpstlichen Staaten liegt das unabhängige San Marino. Darüberhinaus haben die Staaten als Mittelmeeranrainer direkten Zugang sowohl zur Adria als auch zum westlichen Mittelmeer.[1]

Städte

Die Hauptstadt der Päpstlichen Staaten ist nicht Rom sondern Vatikanstadt.[2]

Geschichte

Die modernen Päpstlichen Staaten stehen in einer historischen Tradition. Ab der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends und weit bis in die Neuzeit hinein, verfügte die Römisch-Katholische Kirche über bedeutende Besitzungen in Mittelitalien, die in Form eines über die Zeit unterschiedlich stark konsolidierten Kirchenstaates organisiert waren. Ende des 19. Jahrhunderts hatte dieser eine ähnliche Ausdehnung wie die heutigen Päpstlichen Staaten. Zu dieser Zeit verlor die Kirche allerdings die Kontrolle über die Gebiete, die dann 1929 auch offiziell Teil des Königreich Italien wurden. Der Römisch-Katholischen Kirche verblieb nur Vatikanstadt als letztes unabhängiges Territorium.

Die Neugründung des Kirchenstaates erfolgte nach den Eurokriegen. Unter ihrem Eindruck sowie durch die ihnen folgende schwere Rezession war die Italienische Republik Mitte der 2030er stark destabilisiert worden. Eine von Konzerninteressen gestützte Machtübernahme durch die nationalistische Lega Nord traf 2036 schließlich auf massiven Widerstand durch die Bevölkerung, der sich in den als "Fünf Tage von Mailand" bezeichneten Ereignissen manifestierte. Bewaffnete Aufständische zogen während dieses Zeitraums durch Mailand und zerstörten Konzern- und Regierungseinrichtungen. Die Armee war nicht in der Lage die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen und die Aufstände griffen auch auf Genua und Turin über. Die Regierung in Rom trat daraufhin zurück und die Republik zerbrach in einzelne Staaten, als Neuwahlen angesichts der Situation im Land effektiv nicht mehr durchzuführen waren.

Die in Italien operierenden Konzerne, mit prominenter Unterstützung von Ares, Fuchi und Renraku, versuchten den italienischen Staat zu erhalten und setzten ihre Konzerntruppen und Söldner ein, um strategische Standorte rund um Rom und in ganz Mittelitalien unter ihre Kontrolle zu bringen. Das führte zu einer direkten Auseinandersetzung zwischen den Konzernkräften und dem italienischen Militär, das auf Geheiß der jeweiligen lokalen Regierungen, diese Machtübernahme zu verhindern suchte. In dieser Siutation griff Papst Johannes XXV. ein, er vermittelte zwischen den Konfliktparteien und konnte schließlich eine friedliche Lösung aushandeln. Während der Verhandlungen wurde auch der Grundstein für den neuen Kirchenstaat gelegt, da die meisten Stadtstaaten und Provinzregierungen in Mittelitalien den Wunsch äußerten Teil des Vatikans zu werden. 2037 wurden die Päpstlichen Staaten dann offiziell gegründet.

Nachdem sich auch im Rest Italiens die Lage wieder beruhigt hatte und sich die verschiedenen neuentstandenen Kleinstaaten mehr oder weniger gefestigt hatten, wurde 2044 die Italienische Konföderation mit dem Vatikan und den Päpstlichen Staaten an der Spitze neugegründet.

Politik

Entgegen ihrer Bezeichnung regiert nicht der Papst direkt die Päpstlichen Staaten. Stattdessen werden sie von der Römischen Kurie kontrolliert, eine Konzession, die die Kurie dem Papst im Gegenzug für die Akzeptanz seiner Reformen abgerungen hat.[2]


Endnoten

Quellenangabe

  1. a b Shadows of Europe S. 98 Karte
  2. a b Shadows of Europe S. 100

Quellenindex

Quellenbücher

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Sonstige

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Weblinks