Magokratie: Unterschied zwischen den Versionen
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Eher sind bei komplexeren, religiösen Organisationsstrukturen wie in manchen Religionsgemeinschaften oder in Theokratien, wenn die religiösen Führer gleichzeitig über magische Kräfte verfügen, Elemente von Magierherrschaft zu finden. So sind zum Beispiel innerhalb der [[tibet]]ischen Theokratie die meisten Mönche magisch begabt und gleichzeitig rekrutieren die Klöster magisch begabte Kinder in ihre Reihen, so dass sich in der Führungsebene defacto überproportional viele Magier befinden. | Eher sind bei komplexeren, religiösen Organisationsstrukturen wie in manchen Religionsgemeinschaften oder in Theokratien, wenn die religiösen Führer gleichzeitig über magische Kräfte verfügen, Elemente von Magierherrschaft zu finden. So sind zum Beispiel innerhalb der [[tibet]]ischen Theokratie die meisten Mönche magisch begabt und gleichzeitig rekrutieren die Klöster magisch begabte Kinder in ihre Reihen, so dass sich in der Führungsebene defacto überproportional viele Magier befinden. | ||
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Aktuelle Version vom 2. April 2016, 11:56 Uhr
Magokratie (engl. magocracy) ist eine neue Form politischer Ideologie, deren zentrale These die aufgeklärte Herrschaft einer Elite von Magiern über die Metamenschheit ist. Sie steht damit in der Tradition politischer Theorien, die die Vorherrschaft der einen oder anderen ausgezeichneten Gruppe propagieren.
Begriff
Der Begriff ist eine griechische Wortkonstruktion (μαγοκρατία aus μαγος [magos], "Magier" und κρατία [kratía], "Herrschaft") und bedeutet Magierherrschaft.
Abgrenzung
Magokratie und Religion
Obwohl in manchen Stammesgesellschaften die Schamanen die wichtigsten leitenden Funktionen wahrnehmen, muss man dieses System von einer echten Magokratie eher abgrenzen. Denn der Schamane erlangt seine Stellung nicht vordringlich als Ergebnis seiner magischen Kräfte, sondern aufgrund seiner kulturellen Bedeutung und einer tradierten Rolle, die er durch entsprechende Kenntnisse und die Pflege der Beziehungen zur Geisterwelt auch auszufüllen hat.
In den meisten Stammesgesellschaften gibt es aber eine Trennung von Führung und Geistermittlern. Obwohl wir die Schamanen lieben, ein bisschen "gaga" sind sie ja schon, wenn ihr versteht was ich meine. | |
Weiße Feder |
Ich würde die Herrschaft eines Typen, der sich einbildet mit den Geistern zu sprechen, der eines Hermetikers jederzeit vorziehen, wenn es nur diese Wahl gäbe. Die Hermetiker glauben an gar nichts und deshalb glauben sie alles machen zu dürfen. | |
apeman |
Eher sind bei komplexeren, religiösen Organisationsstrukturen wie in manchen Religionsgemeinschaften oder in Theokratien, wenn die religiösen Führer gleichzeitig über magische Kräfte verfügen, Elemente von Magierherrschaft zu finden. So sind zum Beispiel innerhalb der tibetischen Theokratie die meisten Mönche magisch begabt und gleichzeitig rekrutieren die Klöster magisch begabte Kinder in ihre Reihen, so dass sich in der Führungsebene defacto überproportional viele Magier befinden.
Dennoch muss man hier zwischen magokratischen und theokratischen Motiven der Führung unterscheiden, was nicht so verstanden werden sollte, dass magokratische Regime zwangsläufig atheistisch sind.
Nichtmenschliche Magier
Die Herrschaft nicht-meta/menschlicher magisch begabter Wesen, wie zum Beispiel der Drachen, zählt man nicht zur Magokratie.
Umsetzung
Das bisher einzige Land, das die Ideen von Magokratie konsequent umzusetzen scheint, ist Sichuan. Dieser chinesische Nachfolgestaat wird von einer Gruppe von Magiern beherrscht, an deren Spitze der ehemalige Kampfmagier Liang Hong steht.
Vertreter
Organisationen
Staaten
Quellenindex
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