Smartgun

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Smartlink
Smartgun-Implantat
Typ: Cyberware
Reife: ausgereifter Standard
Legalität: meist genehmigungspflichtig
Hersteller: diverse

Als Smartgun bezeichnet man Waffen, die mit einem Smartgunsystem ausgestattet sind. Dabei handelt es sich um spezielle Feedback-Schaltkreise, die eine intuitivere Bedienung und Zielhilfe erlauben. Bei vielen Waffen ist ein solches System bereits ab Werk eingebaut.

Elemente

Um ein Smartgunsystem nutzen zu können, benötigt der Schütze drei Elemente:

  • Das Smartgunsystem selbst, welches sich in der Waffe befindet.
  • Ein Übertragungsmedium in Form einer Datenbuchse oder Elektroden, wobei dann die Verbindung per Kabel oder WiFi geschieht
  • Ein sogenanntes Smartlink, welches die Signale entgegen nimmt und verarbeitet, sowie auch Signale zurück zur Waffe schickt.

Smartgunsystem

Das Smartgunsystem selbst umfasst eine kleine Kamera und einen Laserentfernungsmesser, die integral sind, damit die Smartgun richtig funktioniert.[1] Die Kamera der Smartgun kann Sichtmodifikationen aufnehmen, wird aber praktisch nie damit verkauft.

Unterschieden wird hierbei aber auch nach der Art des Systems: Waffen können je nach Typ mit internen oder externen Smartgunsystemen ausgerüstet sein.[2]

Extern
Bei einem externen Smartgunsystem wird die Kontrolleinheit wie anderes Waffensystem an einer der Waffenhalterungen angebracht und kann auch wieder leicht entfernt werden. Da moderne Waffen bereits die notwendigen Schaltkreise haben, ist ein Anbringen und Entfernen des Systems relativ leicht und unproblematisch.[3]
Intern
Das interne Smartgunsystem ist fest mit der Waffe verbaut und lässt sich nur noch von einem Büchsenmacher wieder entfernen. Moderne Waffen lassen sich aber auch mit einem internen System nachrüsten, was zwar etwas teurer ist, dafür aber keinen kostbaren Zubehörplatz belegt.[1]

Wichtig ist dabei aber, dass ältere Waffen, wie sie zum Teil auch heute noch zu finden sind, kein Smartgunsystem aufnehmen können, bzw. aufgrund ihrer Art, ihres Designs oder anderer Faktoren (etwa weil sie einfach keinen Feedback-Schaltkreis aufnehmen können) nicht mit Smartgunsystemen versorgt werden können.[4]

Neben Feuerwaffen können auch Projektilwaffen wie Bögen und Armbrüste mit Smartgunsystemen ausgestattet werden.[1]

Direktes Neuralinterface

Zur Übertragung der Daten ist es notwendig, dass der Benutzer über ein Direktes Neuralinterface verfügt. Smartguns und Smartlinks bauen auf der ASIST-Technologie auf, bei der Befehle per Gedanken geschehen und bei denen die rohen Informationen der Waffe direkt an das Hirn des Schützen gesendet wird. Dabei ist es aber unerheblich, ob man eine implantierte Datenbuchse verwendet oder eher auf Elektroden setzt. Auch gibt es im Grunde keinen Unterschied, ob man altmodisch ein Datenkabel von dem DNI mit der Waffe verbindet oder lieber auf kabellose WiFi-Verbindungen setzt. Ersteres lässt sich aber nicht so leicht hacken.[1] Eine weitere Option sind auch Induktionspads, die in den Händen des Schützen implantiert werden.[5]

Smartlink

Troll mit einer Smartgun
© Microsoft

Hat man das DNI und das Smartgunsystem, fehlt nur noch das Smartlink, um die Waffe voll zu nutzen. Das Smartlink selbst ist eine Modifikation, die wahlweise in einem Sichtgerät (also einer Smartbrille, einer militärischen Optik oder vielleicht sogar im Zielfernrohr der Waffe) oder direkt als Cyberware in den biologischen oder den Cyberaugen des Benutzers implantiert wird. Eine Implantation ist allerdings, wie auch bei anderer Bodytech, mit dem Verlust von Essenz verbunden, weshalb Erwachte selten zu dieser Option greifen.

Shadowtalk Pfeil.png Die neuste Generation von Smartlinks wird kabellos direkt mit den Sehnerven verbunden. Mit ein bisschen taktischer Software und erweiterten Sensoren kann man sogar durch massive Hindernisse zielen, extrem schnelle Gegner treffen oder unsichtbare Ziele anvisieren.
Shadowtalk Pfeil.png Jynx

Hierbei ist aber ein gewisser Unterschied in der Performance festzustellen: Implantierte Varianten sind üblicherweise effektiver als Versionen, die in Sichtgeräten eingebaut sind.[2]

Mit der Smartverbindung-2 existiert eine weiterentwickelte Version der Standard-Smartverbindung, die eine bessere Zielerfassungsfähigkeit und eine genauere Berechnung für indirekte Schussbahnen bietet.[6]

Technomancer - die Cyberware schlecht vertragen, da diese ihre Verbindung zur Resonanz stört - können ein Smartlink mittels einer Komplexen Form simulieren, um so auch ohne Implantat den vollen Nutzen aus einer Smartgun zu ziehen.[7]

Funktionen

Ein Smartgunsystem bietet einem Schützen eine ganze Reihe von Vorteilen, bei denen selbst ungeübte Schützen eine deutliche Verbesserung feststellen können.

Informationen

Zunächst einmal kann das Smartgunsystem die Waffe überwachen. Dabei vermeldet es den Munitionsstand (und geladenen Munitionstypen[8]), die Hitzeentwicklung und Materialbelastung. Der Schütze weiß also, wieviel Munition sich in der Waffe befindet (und ob das Magazin sich überhaupt in der Waffe befindet) und welche Torsionskräfte auf die Waffe wirken. So kann er schon im Voraus mögliche Fehlfunktionen antizipieren, die durch Überlastung entstehen könnten.[1]

Bedienung

Die zweite wichtige Funktion ist die verbesserte Bedienung. Da die Waffe via Direktem Neuralinterface auf Gedankenbefehle reagiert, kann sie praktisch ohne jegliche Verzögerung ihren Feuermodus wechseln, das Magazin auswerfen (Nachladen muss man dennoch per Hand) und die Waffe sogar abfeuern.[1] Auch lässt sich die Waffe so sperren, sodass man ohne eigenes Smartlink die Waffe nicht abfeuern kann.

Zielhilfe

Am Wichtigsten ist für die meisten jedoch die Zielfunktion. Mit Hilfe eines Smartlinks erscheint das von der Waffe anvisierte Ziel auf der Retina oder in den Cyberaugen des Schützen als kleiner Punkt oder Fadenkreuz. Dank der Waffenkamera kann ein Schütze auch um die Ecken schießen, ohne den Kopf rausstrecken zu müssen. Dank der Hilfsinformationen und dem Fadenkreuz verbessern sich die Fähigkeiten eines Schützen aber spürbar, solange er auf das System zugreifen kann. Dabei bekommt er Informationen von einer fortschrittlichen Berechnungssoftware, die präzise die Flugbahnen über jegliche Entfernungen ermöglicht.[1]

Sicherheit

Die Smartlinkverbindung ist kabellos und als solche von Hackern angreifbar. Die Signalreichweite ist zwar bescheiden, entspricht aber doch jener eines RFID-Markers. Die Firewall ist überdurchschnittlich, aber nicht überragend.[7]
Um diesem Sicherheitsleck entgegenzuwirken wurde verschiedene Cyber- und Sicherheitsware entwickelt.

Skinlink
Wird oft verwendet und macht eine Smartgunverbindung nur schwer angreifbar. Allerdings muss die Waffe entsprechend aufgerüstet werden.
Cyber-Waffensicherung
Dies ist ein kleiner Prozessorchip, der in die Hand implantiert wird. Ein entsprechendes Gegenstück ist im Modifikationspaket für verbesserte Waffensicherheit integriert und wird mit diesem in die Waffe eingebaut. Die Sicherung verbindet sich automatisch, sobald die Waffe in der Hand gehalten wird und beendet gleichzeitig die kabellose Übertragung. Dadurch wird die Smartverbindung gegen Hacking immun. Da die Übertragung via DNI abläuft, wird bei vorhandenen Augenimplantaten nicht mal eine Datenbuchse benötigt.[9]

Modifikationen

Für viele moderne Modifikationen ist das Smartgunsystem inzwischen zu einem Fundament geworden. Moderne Raketen- und Granatwerfer benötigen so ein System für ihre Airburst-Verbindungen, um Granaten und Raketen präzise auszulösen, während Smart-Feuerplattformen Smartgunsysteme brauchen, um ihre Umgebung überhaupt wahrzunehmen.[1]

Weitere Modifikationen, die auf Smartgunsysteme aufbauen, sind:

  • Freund/Feind-Erkennungssysteme[10]
  • Verbesserte Entfernungsmesser
  • Verbesserte Sicherheitssysteme[11]

Gun Kata

Praktizierende der Kampfkunst Gun Kata modifizieren oftmals ihre Smartgunsysteme, da sie sonst aufgrund falscher Haltung und sinnloser Zielinformationen in ihrer Praxis gestört werden, die mit dem unorthodoxen Waffeneinsatz auf engem Raum einhergehen.[12]

Verbreitung

Neben Datenbuchsen gehören Smartgunverbindungen wohl zu den am weitesten verbreiteten Cyberware-Implantaten. Aufgrund ihres verhältnismäßig niedrigen Preises gehören sie bei Soldaten, Söldnern, Sicherheitspersonal und Shadowrunnern fast schon zum Standard. - Nichtsdesto Trotz ist sie in der ADL - und vielen anderen Ländern - genehmigungspflichtig, da sie als "sicherheitsrelevante Cyberware" eingestuft werden. Wer sie sich ohne Erlaubnis und Lizenz von einem Straßendoc einbauen lässt, riskiert im Falle des Erwischt-werdens eine empfindliche Geld- oder Haftstrafe und zudem, dass die Implantate von Amts wegen dauerhaft außer Funktion gesetzt oder - schlimmer noch - entfernt werden.


Endnoten

Quellenangabe

Index

Deutsch Englisch

Siehe auch

Weblinks